128 I Hauptsr. Die algememe Welthistorie bis auf die Simdsiut.
^bev.w.§. 149.
-—- 1 ^.' Nach diesem bildet GOtt die Eva aus der Seite Adams, warenden Schlafs des-
BekomtEven. selben, und füret sie ihm zu. Da er denn erkant, daß sie Bein von seinen Beinen, lindFleisch von seinem Fleisch sey, und sie zum Weibs genommen, auch mit derselben gele-bet, ohne einige Empfindung von Scham, ob sie gleich beide nackend gewesen
§ >rzo.
Dauer des Es ist sehr ungewis, wie lange die ersten Menschen in diesem glückseligen Zustandestandes der geblieben. Warscheinlich ists, daß sie den Befel GOtteö nicht gleich unmittelbar drauf ü-unlchmd. betreten: nach der Erzälung Mosis aber solte es doch auch fast scheinen, daß ihr Fal nicht ,lange nach ihrer Schöpfung vorgegangen. Die Juden sind durchgängig, und die Kirchen-vater gröstentheils der Meinung, daß solches noch am Tage ihrer Schöpfung geschehe»sey §): so doch beinahe unmöglich-ist, weil ein einiger Tag würde um ein grosses zu kurz sey»zu den verschiedenen Verrichtungen, die alsdenn an demselben geschehen seyn müsse»«lleberdis versichert GOtt selbst beim Beschlus des sechsten Tages, wie am Ende der vorige»Tage geschehen, daß alles sehr gut sey ^): so der Wachest nicht gemäs seyn würde, wen»die Sünde, das grosse Uebel, damals schon in die Welt gekommen. Daher haben einigevermutet, daß dieser Unfal am achten Tage vorgegangen '); andere aber, am zehnten Ta-ge der Welt; weil sie vermeinen, daß zum Andenken davon in den folgenden Zeiten decgrosse Verfonungstag, so der zehnte eines jeden Jahrs gewesen, eingesetzet worden ^). Wolltman aber derer Meinung annemen, welche dafür halten, daß vor dem Sündenfal t) ei»Jahr und ein Tag einerley gewesen: so würde in der That keine Schwierigkeit imWege ste-hen, zuzugeben, daß der Sündenfal noch am sechsten Tage vorgegangen
§. lZ-'
/)lMos.2,2Z. F) Siehe 8urv-y vol> I. L) 1 Ulos I, tzl. 0 Lurv-/lo-.cla
,vr. I, viüion. kiü. »rric. I-Iieari» I.ib.r. xiLL.HÜ.igg-
(N.cuak. kittuiüi i-arülUll t.ib. z. c. 8.)
schen beigebracht werden können, der zur Unterhab che Absicht GSttes mit dem Menschen, und von alge-tung dieser gegenseitigen Verhältnis dienlich gewe- meiner Unmöglichkeit des Wortverstandes dieser ge-sen. Zugleich aber ist dabey eine solche Uebung des samten Nachrichten vom anfänglichen Zustanden»!'Verstandes, in Unterscheidung des manchfalkigen erfolgten Sündenfal. Wovon Hrn- Mich. L>-und übereinstimmigen vorkommender Dinge, Abson- liembals ciistl äs vocskis ab /zstamo animsllb^derung algemeiner Begriffe verschiedener Gatt»»- sowol als desselben warscheinliche Vorstellung setgen und Arten, auch Verknüpfung derselben l mit Geschickte unsrer ersten Eitern c. 4, ingletche»st-mbolistlren Erkentniszeichen vorgegangen, wo- Christ, pfüzners äils äe animallu»'
durch der Gebrauch und die Fertigkeit der deutlichen sciamitica nachzusehen.
Vorstellungskraft und einer vernünftigen Rehe (no-B.) Bey dieser Meinung von der järicff»fcknel gefördert, ja angerichtet worden. Daß dabey Lange der Schöpfungstage, stehet die von den VckAdams, oder GOttes Absicht gewesen, zur Gattung fassen: unmittelbar vorher angefürte und zugesta»'und Fortpflanzung des Geschlechts, oder Stillung dene Schwierigkeit des götlichen Zlusspruchs vo»des natürlichen Triebes zum Beischlaf Gelegenheit der Güte seiner Geschöpfe am Ende solches Tagsszu suchen, oder die Unmöglichkeit derselben ohne eben sowol im Wege, den Sündenfal in dieselbe !neue Veranstaltung einer götlichen Handlung zu er- zu setzen, als wenn gemeine 24 ständige Tage a»- lwessen: tst nicht nur in der Erzälung Mosis unae- genommen werden. In des Hrn. Abt Joh. Alb-gründet; sondern beruhet sowol bey den ältern Er- Beugels orll. reinporum ist csp. r 5 e<st.r§. zfindern dieses Vergebens, als neuern Vertheidigern die Verschiedenheit der Meinungen über der eigtt»'desselben,Poiret,Herrn Herman von der Hardr rc. lichen Zeit des Fals, ausfürlich gemeldet, u»d §- ^auf den irrigen Vorurrheilen von unordentlichen p. rr der rote Tag vom vierten Schöpfungstage,Begierden Adams vor dem nachmaligen Sünden- 6te der zweiten Woche, mit manchen scheinbar»fal, von blosser Veranstaltung des Ehestandes zur Gründen, auch häufigen Zeugnissen behauptet n>o>Verhütung eines grösser» Uebels, wider die anfängst- den.