Band 
Erster Theil.
Seite
131
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2 Abschnit. Von dem Sütrdenfal der Menschen. M

des Eingangs des Gartens Cherubinen zu bestellen, damit die Verbanken nicht versuchen w. i.Möchten, sich desselben mit List oder Gewalt wieder zu bemächtigen ").. '

Weil man nun daraus geschlossen, daß alle dieseangefürten Stücke keiner buchstäb-lichen Erklärung fähig seyn: so ist der ganzen Erzälung ein allegorischer und sinbildlicherVerstand beigeleget/ und vorgegeben worden, daß die Geschichte des Fals den Versalder menschlichen Sele vorstellen. Da denn die Schlange die Lüsternheit abbilde; der Man,an welchen sie sich nicht gewaget, ein Bild der Vernunft abgebe; das Weib aber, die

so leichte verfüret und überwältiget worden, ein Smbild der Sittlichkeit sey; und so fer-ner»)

H. r?Z.

Ob nun wol nicht geleugnet werden kan, daß verschiedene von den alten Weltwei- Vertheidigungsm sich solcher allegorischen Schreibart beflissen, um ihre eigentlichen Begriffe dem gemeinen ^ wortvmMan zu verbergen, und ihre Gelehrsamkeit in den Gränzen ihrer eigenen Schule zu erhal-ln : so ist doch offenbar, daß Moses solche Absicht nicht gehabt habe. Wie er nun über-Haupt nur vorgehabt, Begebenheiten ganz genau, wie sie vorgegangen, ohne Kunst und Ver-meidung zu berichten : so mus notwendig angenommen werden, daß diese Erzälung des SÜN-öenfäls im buchstäblichen Wortverstande zu erklären sey, sowol als seine übrige Schriften.

§. l?4.

Was nun die angefürten besondern Einwürfe anlanget, und zwar erstlich den von Der teufet istder Schlange hergenommenen; so ist darauf geantwortet worden: Daß, da sich Moses mit der VersucherErzälung der Begebenheiten begnüget, wie sie in die Sinne fallen, ohne eine AuslegungErklärung beizufügen: er also auch allerdings der Schlange, so das sichtbare Werkzeug der- g e gewissselben gewesen, die Verfürung des Weibes zuschreibet, und der verborgenen wirkenden Ur-braucht,fach gar nicht gedenket. Daher auch einige der alten Juden der Meinung gewesen, daßdie game Stelle blos von einer natürlichen Schlange verstanden werden müsse. Von welcher

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B ) Wie die Vertheidiger der allegorr-Erklärung des mosaischen Berichts vomsündenfal in der Bestimmung sowol des Umfangs^ Tinbilder, als auch der dadurch bezeichneten Sg-sehr verschieden sind: so kan ihnen auch nicht glei-N Absicht der Bestreitung des Wortverstandes die-A Geschichte beigemessen werden. Indessen ist ge-und kläglich genug, daß die Einwürfe und vor-Mbene Swwiengkeiten weiter gehen und mehr be-?Asen, als sich mancher mag vorgestelt haben, we-sWens Wort haben wollen; daher sich die Wider-Usr der heiligen Schrift derselben VortheilhaftN-nen. Nach Philone und Origene gehörenThom de VioCafttanns, Tboma« Bur-A und Balth. Becker; ingleichen Lorn. Agrip-Aoh.Bapt. vcm-Helmontund -Hadr-Bever-rvie auch der Verfasser des Demoeriei redi-°'v> 00m Lal Adams, und Edelman imbNose,,ss gufgedcckrem Angesickt- Des Kaisers Iu-Spöttereien gegen diese Geschichte hat Ly-s„,V> von Alcrandrien im z Buch wieder den-ken beantwortet, pag. 86 der spanheimischen

Ausgabe. Die ganze alhier vorgestelte Deutungder mosaischen Nachricht, und Schwierigkeiten desWortverstandes, kommen mit des Hrn. D. TonyeeMidlekons Abhandlung vom Sündenfal überein,so den ersten Abschnit seiner Schrift ausmacht, dieunter der Aufschrift heraus kommen a letter to Or.

contsininß fome remorks k,n bis vin-äicstion ok Icriprure in snüver to o Hook inkitu-leä »r /ri cxEro-,daher auch

patr. Delany reuelstion examin'ä rvitb canäourzur Widerlegung derselben brauchbar ist, alwo imi Theil in der fünften und sechsten Abhandlung die-ser Widerspruch geprüft worden. Ausser dem hierangefürten Beweise des Worlverstandes vom Zu-sammenhange dieser Erzälung mit den übrigen Ge-schichten Mosis, kan bey solchen, so die heiligeSchrift annemen, dergleichen auch aus den Anfü-rungen derselben, oder Beziehungen auf dieselbe inandern Schriftstellen, erwiesen werden, als welcheinsgesamt nach dem Workverstande derselben gesche-hen, folglich denselben bestätigen, i Tim. r, 14. 2 Lok.

ii.z. Gfftnb. ir,§.