Band 
Erster Theil.
Seite
141
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2 Abschnit. Von dem Srmdenfal der Menscheil. 141

verstehen istals ob GOtt selbst, oder auch nur ein Engel diese Kleider verfertiget. DennJabud wr.in der hebräischen Sprache pstegen manche Dinge buchstäblich GOtt zugeschriebenwerden, die doch nicht durch seine unmittelbare Wirkung, sondern nur durch seine Regie-rung , ja wol gar nur durch Zulassung seiner algemeinen Vorsehung geschehen. Daß alsowarscheinlich ist, Adam und Eva haben nur von GOtt Anweisung bekommen, sich die-selben zu verfertigen /) (^).

§. ,6s:

Was die Cherubim und das flammende Schwert betrifk, so zur Bewachung desWeges zum Baum des Lebens verordnet worden: so giebt es davon verschiedene Meinun-Wa^dn Ch^e-gen. Diejenigen, welche das Paradies in die mittägige Westgegend verlegen, vermeinen, Umwendedaß dieses Schwert nichts anders als der trockne und heisse Mittelstreif des Erdbodens ge-schwort gowr-wesen, welcher bey der Parallelstellung, so die Erde damals gehabt haben sol, eine Ge-H"°gend von ganz unerträglicher Hitze, gleich einem Feuerofen gewesen seyn mus, wodurch nie-mand gehen können; da denn, weil solcher Strich um die ganze Erdkugel herumgehet,die mosaische Beschreibung damit gar wohl übereinkomt, daß solche Flamme sich außalle Seiten gewandt 5 ). Andere haben geglaubet, daß es ein feuriger Wal oder Mauergewesen, so das Paradies umgeben ö) (T); und daß solche Flamme aus der Entzün-dung einiger verbrenlicheu Materie, die um das Paradies herum gewesen, entstandensey, wodurch aller Zutrit zu demselben versperret worden, bis desselben Anmut vergan--Welche Meinung denen warscheinlich vorkommen mus, die das Paradies indie Gegend um Babylon sehen, als in welcher ungemein viel bFaphtha und Harz an-zutreffen ist, ja wo es ganze Felder giebt, die noch jeho zu gewissen Jahreszeiten zu bren-nen scheinen. Wolte man dagegen einwenden, daß die Cherubim solche Mauer nichtseyn könten: so wird geantwortet, daß es der heiligen Schrift gewönlich sey, alle aufferordent-liche Werke GOttes durch Engel auszudrucken; Seuchen, Hungcrsnoth und dergleichen,einen zerstörenden Engel zu nennen *')- Einige Rabbinen meinen H, daß dieses hauendeSchwerte«, Engel gewesen, und gründen solche Meinung auf die Schriftstelle, alwo ge-sagt wird /): Er machet seine Engel zu p)inden, und seine Diener zu Feuer-stammeu. Daher man sich eingebildet hat, daß dieses flammende Schwert, so die Iu-

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/> Siehe ok vivinltx p. 281. und Look-rene-- l. c. F) rZplllox c. 47.

Hieory Ub. r. c. 6. 7. /,) LkuciU. c. 15. conk-reoce- loc. etc.

in kNore bk-uoclilm xarr, I. c. 49. /) ps- ic>q, 4.

. (>,4. BO Wen» man sich nur von den unmittel- genen Abschlachtung der Thiere, an welchen die Men-gen Wirkungen und Handlungen GOttes keinen scheu den leiblichen Tod zuerst sehen können, allerstM höchsten Wesen unanständigen irrigen Begrif warscheinlichen Vermutung nach zur Einsetzung derUer mühsamen Beschäftigung macht: so ist kein -Opfer gereichet. Vergl. Delany Untersuch, den,'Grund da, alle dergleichen ausdrücklich GOtt beige- Gffenb- Abh. 8, ingleichen Joh. Nnchrerleins äs'rgte Handlungen Engeln zuzuschreiben, oder aufei- tuniei!! pelliceis protoplskorum. und Joh. -Helo.den blossen Befel und Unterricht einzuschränken, willemeriäe tunics tVä-mi pelliceo.

Mem alle unmittelbare Wirkungen GOttes durch (D Die hebräischen Worte, welche gemeiniglichMen Willen, und vermittelst desselben bestirnten Ge- durch ein hauendeg Schwert übersetzet werden,stauch seiner Kraft oder Almacht geschehen. Da- heißen eigentlich: eine Flamme der Zdurchschei-sts diese gütliche Herablassung nicht nur ein Beweis düng oder Ziertheilung, oder eine zertheilendem»er i,ni des verheißenen Erlösers willen fortdau- Flamme. Denn eben das Wort, so ein Schwerernde>, väterlichen Vorsorge für die Menschen ge- bedeutet, heist auch eineZierthciluna, und wirb im, sondern auch in Absicht der dabey vorgegan- Neuen Testament auf beiderley Art überseht Or).

(er) Match. 10, Z4. L»c. >r, coaker. l.