Band 
Erster Theil.
Seite
142
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142 I Hauptstück. Die algememc Welthistorie bis aufdie Sündflut.

7>-'br v den vor einen andern besondern Engel gehalten, einer andern von den Cherubim verschie-" ' ' denen Gattung gewesen, nemlich ein Seraph oder Feuerengel, in der Gestalt einer stü-

tzenden feurigen Schlange, dessen Leib sich in der Luft mit Funkeln beweget, und gar füg'lich unter dem Bilde eines solchen Schwertes könne seyn vorgestellet worden ("') '»).

§. n6.

Wirkungen Nachdem wir bisher die Umstände des Sündenfals untersucht haben, so wird nichtdessündenfals.undienlich seyn, nun auch die Wirkungen zu betrachten, welche derselbe sowol bey unsern erste»Eltern und ihren Nachkommen gehabt, als auch bey der Erde, welche um ihrentwillen ver-flucht worden. Drs unglückliche Par starb zwar nicht sogleich unmittelbar; ward aberdem Tode unterworfen, der beständig über ihrem Haupte schwebte: indem die Zeit, die sienoch zu leben hatten, nur als eine Frist anzusehen gewesen, die einem Missethäter zwischenseiner Verurtheilung und Hinrichtung gelassen wird. Sie hatten GOttes Gewogenheitverscherzt, und das Paradies verwirkt. Die Notdurft des Lebens muste nun mit saurerArbeit von dem Man verschaffet, von dem Weibe aber die Geburt der Kinder mit hefti-gen Schmerzen abgewartet werden. So daß das Andenken ihrer vormaligen Glückselig-keit, und die Vorstellung des unzäligen Elendes, welches sie sich und ihren Nachkommenzugezogen, dieselben notwendig mit bitterer Reue und Verzweifelung erfüllen müssenDenn indem sie auf ihre Kinder nichts anders fortpflanzen tonten, als was sie selbst gehabt;so waren auch ihre Nachkommen zu gleicher Mühseligkeit dieses Lebens und schmerzhafterTodesangst, als den unzertrenlichen Folgen der Uebertretung Adams, bestimt. Worin nichtdie geringste Ungerechtigkeit statfindet: indem wir dadurch nur dessen beraubet worden, wo-zu wir keinen anderweitigen Rechtsanspruch gehabt. Daß wir aber dadurch unter denZorn GOttes geraten und die ewige Verdamnis verschuldet, vermittelst der Zurechnungder Schuld dieser Sünde Adams, so Augustim Lehre ist, und seiner Schüler, die manGupralapsarios nennet ("O; ist von vielen vor eine überaus harte Meinung gehalten

»vor-

ok läolLtry.

t»r;.B.) Von dieser Verwarung des Paradieseswird ausfürlich gehandelt in Joh. Frommen« riecfterudim et ßlaäio üsmmanre, Joh. Labrictt äeparsclito eiusgue auiillione et cuitoäis, Hn.

Ulr. Tresenreuters äe xsraüik» ißnc äeleto,Joh. wilh. -Hicks äe ckeriibim psrsälü, Aug.Pfeifers äubiis ver. cent. i loc. 10, Hrn. D-Sät-Deilings okleruat. lacr. part. i obs. 6, Hn. Npilh.Ernst. Ewalds einkl. sscr. park.; lib. Z exerc. 4§.4, undHn.Iac. Vdens coiiun, äe sngelis 5 e 6 l. l.csp.4 §. ;.

, (126. B.) Diese Verzweifelung würde eine na-türliche und unvermeidliche Folge des Sündenfalsund der damit verknüpften Strafe gewesen sey»;wenn GOlt nicht gleich bey der Ankündigung desverschuldeten Stt-afübels, dem über die Schlan-ge und den Teufel gefälten Urtheil, eine hinlänglicheVerheissung ihrer Erlösung ertheilt hätte, Glaubenund Hofnung bey denselben zu erwecken: auch nichtsowol die besondern Strafen der beidenMenschen undihcerNachkommen dergestalt eingerichtet.alö auch sol-che Beschäftigungen vorgenommen und dergleichen

Proben thätiger Vorsorge für sie abgelegt, daraus sievon der götl'chenAbsicht ihrerErhaltung.Zurechtbrin-gung und Errettung gnugsam versichert werden kön-nen. Wovon Delany Unters, der Offenb. Abh. g6 .7 verglichen werden kan, ingleichen Lornel. de -Ha-se älstrike äeproteusngelio paraäiüaco, Sam.AN-drea äe islute Aäsmi, Hrn. Ioh- Balth.Bern-hold«, LNicli. Upalthers, Abr. Calov«, Lhrist-Aortholts, Mark. Geier«, Christ. Langen«,-WH. LNeisners, undJoh. -Himmelii ciiücrt. ä«j>ruteus„Aelig.

(l 27 .B.) Alhier ist ein doppelter historischer Fe-ier begangen worden: daß einmal die Benennungder Supralapsarien den Vertheidigern einer Zu-rechnung der Schuld Adams beigelegt worden; b>*doch blos denjenigen zukomt und eigen ist, welch*den unbedungenen Natschlus GOttes von einig**Menschen Seligkeit und anderer Verdamnis, in d**Ordnung der gütlichen Ratschlüsse» vor und über dMSündenfal hinaus sehen, folglich denselben vor ein*Wirkung und unvermeidliche Folge dieses gütlich*"Vorsatzes ansehen; welches nicht einmal von all*"