d. W. iry.<L. G. 4 >77-
Cain ermor-det den Abel.
IZ8 i Hauptstück. Die algelneine Gelthisiorie bis auf die Smrdflut.
§. i8l.
In der folgenden Zeit brachten beide Brüder ihre besondern Opfer vor GOTT (^)'Lain von den Früchten der Erde, Adel aber von den Erstlingen seiner Heerde und voNiFet derselben ; wurden aber ganz ungleich aufgenommen. Denn Adels Opfer saheGOtt an und nam dasselbe gnädig auf, Cams aber nicht (N). Welcher Vorzug den
Cai'i
vet. tek. p rri. rrr, erhelletchaßdieseHerleitungvomStamwortRanah ganz regelmäßig geschehe, alwoauch mehrere Schriftsteller für beide Abstammungenangefüret worden. Die >Mvs 4, i beigefügte UrsachsolcherBenennung,wodurch diese Abstammung Haupt-sächlich bestätiget wird, istvon mehrern erleutert wor-den : wohin sonderlich gehören Job. Anör.Danze»«Loini Nomen vinäicatnm secnnäuin k.ulkeri verüo-nem, Seb. SchmiSs äe ncie Mittels Lose, Lhul-lstppb'^rlviLi äesiäeriummstrisLnse, -^enr. Gpi-tli äe contronersa insxune vatina exclsmstione L-use, Phil. Lud. Hgnnekenii c!everblsLuLe,n«oLsino, prolstis.
(L) Es ist von einigen, doch ohne allen Gründ, vor-gegeben worden, daß sie ihre Opfer zum Adam ge-bracht, dieselben für siezn opfern (48).
Die morgenländische Ueberlieferung berichtet, daßdiese Opfer gebracht, und Lains Bosheit gegen sei-nen Bruder aufgebracht worden bey folgender Ge-legenheit: Nachdem sie erwachsen, im izosten Aahrder Welt, nach Abulfaragio, habe Adam der Evavorgestellet, daß Lain die Zwillingschwester des A-bels, dieser aber Lains heiraten solle. Dessensich aber Lain geweigert, und seine eigene Schwesterzu haben verlanget, so die artigste unter beiden ge-wesen. WelchesdemASam äusserst misfallen, weiles wieder GOttes Gebot laufe, seine Zwillingschwe-ster zu heirate!,. Denn da, nach der gemeinen Mei-nung, Heiraten nicht in den nächsten Gruden der An-verwandschnft geschehen sollen, gleichwol aber Lainund Abel notwendig ihre Schwestern heiraten müs-sen; so hat es vernünftigen seyn geschienen, daß einjeder die entferntere nemen solle. Daher AOam sei-nen Söhnen befolen, vor ihrer Heirat zu opfern, undvermutlich dadurch diesen Streit der gütlichen Ent-scheidung überlassen. Indem sie nun in dieser Absichtden Berg hinaufgestiegen, habe der Teufel dem Lainins Herz gegeben, sich seines Bruders zu entledigen;welches boshaften Vorhabens wegen GOtt sein O-pftr nicht gnädig angenommen. So bald sie abervom Berge herunter kommen, habe Lain den Abelüberfallen und ihn mit einem Stein erschlagen.Daß also, »ach dieser Geschichte, ein Weib die Gele-genheit des ersten Streits in der Welt gewesen (.49).irut 2Nle ^selensrrr etc.
(M) Die Meinung derer, die dafür halten, daßAbel nicht die achiere selbst geschlachtet und geopfert,
sondern nur ihre Milch und Wolle dargebrachtbe, sol in folgendem geprüfte werden, wenn u»'den Ursprung der Opfer untersuchen werden.
(N) Obwol der Unterschied, den GOtt unterden beiden Opfern gemacht, nichts anders zugesciM-den werden kan, als der Gotlosigkeit und üblen Vs-mütsfassung Lains, ftwol als der Gerechtigkeitund dem Glauben Abels : so hat man doch gs-meinet, daß Lains Opfer verworfen worden, we»entweder bey der Darbringung desselben etwas ver-sehen worden, oder weil erden schlechtesten Theil sei-ner Früchte vor GOtt gebracht, und das beste vorsich behalten. Die Ursache, die Iostphus ^zi-an-fürct, ist sehr unerheblich, wenn er vorgibt, GO»habe Abels Opfer genem gehalten, weil dasselbe a>>»einer selbstthätigen Wirkung der Natur bestanden!hingegen Lains Opfer verworfen, weil es durchKunst lind Fleis eines gewinsüchrigen Menschen her-vorgebracht worden (52).
Auf was vor eine sichtbare Weise GOtt se>»tgnädige Aufname des Opfers Abels bezeuget ha-be, ist vom Most nickt ausgedruckt worden. Diegemeinste Meinung ist, daß Feuer vom Himmel ge-fallen und Abels Opfer verzeret, Lains aber nichtberüret habe. Welche durch TheoSotionis Ueber-schung bestätiget wird, die das Wort »vv, welcheww geben: er jähe an, er zündete
mir Feuer an, ausgedruckt hat; so ein gewöniichZeichen gewesen, wodurch GOtt sein Wvhlqefalle»in andern Fällen zu erweisen beliebet. Die Muha'chmevaner (;z) behaupten eben dis; und so gar dieHeiden haben sich gleicher Merkmale gütlichen Wohl-gefallens an besondern Orten gerümet (.54) i^8).
<iZ8.B) Weil iMos4,Z-;mdersonstsokurzgl-fasten Erzälung Mosis, die Beschaffenheit der vo"beiden gebrachtenOpftr umständlich gemeldet wird^scheinet allerdings die verschiedene Aufname dersel-ben mit in der Verschiedenheit der Opfer selbst ge-gründet gewesen zu seyn; obgleich dieselbe wieder ausder verschiedenen Gemütsfassung beider Brüder hck-gerüret. Denn da die blutigen Versönopftr alleinAnsehen nach von GOtt selbst gestiftet und eingesetztworden (124), ja aufder l ertheilten Ver-
heißung von schmerzhafter Erlösung der Menschs"durch den versprochenen Weibessamen beruhet: so Hdie blutige Opferung abgeschlachteter Thiere der güt-lichen Ordnung und Absicht gemäßer gewesen, als^blosse Darbringung anderer unblutigen Opfer vlM
Verb'"-
^ p. ,5 (so)-Zebr.",-»'
(54) Siehest Vision. ercri^rt'Fe'r,«!-.' " ' ^ /ticar.