Band 
Erster Theil.
Seite
159
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4 Abschirrt. Geschichte der Erzvater vor der Sündflut. rzy

E^ain dergestalt entrüstete und zum Neid gegen seinen Bruder rei'zete, daß er sich nichtIahrd.w.rMten können, solches mit dem Angesicht an den Tag zu legen. Indessen lies sich GOtt^-E-D.4,77herunter, ihn darüber zu besprechen und nach der Ursach feines Zorns zu fragen: indemwenn er recht thäte, er ebenfals angenem seyn würde, daher er niemand als sich selbst dessenbeschuldigen könne, was eine Folge feines eigenen üblen Verhaltens sey ; insbesondere aberüber den Abel mit Recht nicht zürnen könne, der keine Absicht habe ihn zu untertreten, und«hm allezeit die einem ältern Bruder schuldige Hochachtung leisten würde. Allein, diese Vor-stellung wirkte so wenig bey dem (Lain, daß er vielmehr bey einer bequemen Gelegenheit,sie mit einander auf dem Felde waren, seinen Bruder angrif und erschlug (2), seinenreib aber vergrub, in Hofnung den Mord dadurch zu verbergen §),

§. 182.

l Mos. 4 ,; - 8- />!/?/>/>. giuig. b. r. c. r.

Verbindung mit solchen eigentlichen Versönopfer». bester sind als die deimgen; so hatGGttmeinUnd eben darin hat sich der -Hebe. «, 4 gerümte Opfer angenommen, und das dermge verwor-GlaubeAbels erwiesen,daß er dieGenemhaltung und ftn. Worauf der Zank erfolget, der sich mit dem«Uuqnunq solcher gütlichen Verbeissung, von Versö- Todschlage Abels geendiget. Ein betrübter An-Uungder Menschen, dadurch an den Tag gelegcr, folg- fang gortesdienstlicher Streitigkeiten! Muham-Ilch sij„ Vertrauen und die ganze Erwartung gotli- med hat seinen, Roran den Streit dieser zwey Brü-cher Gnade aufsolche in Kieler gütlichen Ordnung ab- der auch einverleibet, fast von eben diesem Inhaltgebildete und versicherte künftige Versönung gegrün- Die Zeit, der Ort, und die Art dieses Todschiagsdrt. Hebr.9,rL Von diesen beiden Opfern sind noch ist ungewis. Aller Warscheinlichkeit nach ist der-zu vergleichen Delany Unters der Offenbarung selbe kurz vor der Geburt des Sech geschehen, alsAbh. 8; Hm. D. Sal Deilings otzseru. sacr. parc. r. welcher an Abels Stelle gesetzec worden. Au-obk 4; Hrn. D. Paul Ern. Jablonski äe llaino et gustinusaber (,;6) wil nicht zugeben, daß Sech der«adele lmLAimdus impiorum piorumguc; Frane. nächste Sohn gewesen, den Eva nach dem TodeLabricii äe lscrisicio Lsinl et Shells; Job Leckt» Abels gehabt; indem er meinet, der Ausdruck zei-iiistoria Lsini et Adelis; Gal. Glafiii cllrittuioKls ge nichts weiter an, als daß er dem gereckten Abelmvfzies äistert. 5, und Joh.wesseliilieoriglnet'a- in der Tugend und Frömmigkeit nachgcfolget sey.erlllcioriim patrisreliaiinm vers et genuina. ES meinen einige, daß Adam im 50 Jahr der( 2 ) Bor der Begehung dieser That, berichtet Weit seinen Söhnen ihre verschiedene HandthierungMoses, nach der engliscken Uebersehung, habe angewiesen; wie Eustbius solches berichtet: undCain mit seinem Bruder Abel geredet. Die Wor- daß im loo Jahr der Welt Lain und Abel ihrete selbst hassen eigentlich: Lain sagte zu seinen, Opfer gebracht; zc> Jahre hernach aber Abel ge-Bruder Abel; worauf in den hebräischen Ab- todter worden. Allein, es ist weder an sich warschein-lchriften lerer Platz gelassen wird, als wenn etwas fe- sich, noch auch in der Schrift die geringste Spur anzu»lete. Welches die samarllaniscken Bücher Mosis treffen, daß Lain seine Rache so lange solle verhör-und der 70 Dolmetscher Uebersehung ergänzet, durch gen haben (;-?). Der Ort, wo Abel erschlagen wor-Einschaltuna folgender Wort. 2 tllein derTargnm den, sol, einer alten Ueberlieferung zufolge, nock) beyvon Jerusalem und Ionathans Ben Uzziel ha- einem Hügel umveitDamascusgezeiger werden <;8>-ben mit der ganzen Unterredung beschenket, die Was die Art und Weift betrlft, wie Lain diesenalso lautet- Lain spricht: Es ist kein zukünftiges Mord begangen: so giebt es davon eine grosse Ver-Gerjckt 'kein Ricktee, kein Leben nack Sem fthiedenheit der Meinungen. Etttyckius und diegegenwärtigen, keine Belohnung vor dieGe- Araber sagen.daß er ihn auf den Kopf geschlagenAchten und keine Bestrafung vor die Gotko- mit einem Stein. Einige Juden versichern, daßsen. Die Welt ist nie ersckaffen worden, wird er ihn mit den Zähnen in Stücken zerrissen; ande-auch nickt von GGttes Barmherzigkeit regie- re, daß er ihn mit einem Eselskinbacken erschlagen :r«; weil dein Opfer angenommen, und das welches auch das Gewehr ist, so die Maler demNieiniae verworfen worden. Darauf denn Lain gemeiniglich in die Hand geben. Andere fa«

Abel antwortet: Es ist allerdings ein Gericht, gen, daß es mit einer Heugabel; Lhrysostomus,t>» Ricktcr, und ein zukünftiges Leben. Die daß es mit einem Schwert; Irenäus, daß es mitGereckten haben eine Betonung, und die Got- einer Sichel; Prüden«»», daß es mit einem schar-losen eine Strafe zu erwarten. Die Welt ist sei, Heben geschehen sey (59).ersckaffen worden, und wird regieret durch Ob Abel verehlichet gewesen, oder nicht, ist auchGOttes Erbarmen, weil aber meine Werke gestritten worden. Einige unter den allen Vä-" kern

czp. 5. V.(;6) ä« cluirsre Oei n, 15. c.15. (57) V!A. kill. srr, /tbel rem. 6 .

tZ 81 lllii. karr. r. 1. ? ILÜ. (59) l. c. rem. L.