4 Abschmt. Geschichte der Erzvater vor der Sündflut. 161
einem sichtbaren Wunderwerk bestanden, daß niemand, der ihm begegnen werde, ihn töd- 2-d ,-y.ten sollet ("S). ^ v.L G.4,77.
§. i8z.
Nachdem Cain auf diesin unglückseligen Handel eine Zeitlang herum geirret, begab Cain begibter sich mit seinem Weibe und Hausgenossen in das Land Nod, woselbst er eine Stadt ex. sich in dastandbauete, und sie nach dem Namen seines Sohnes Enoch nennete ^).
Wo
^ 1 Nos. 4, y - ,5. 5) iki-l. v- >6.17.
gebracht worden. Einige sagen, GOtt habe denan der Stirn mit einem Buchstaben gezeich-«et, der ihm zum Schutzbrief dienen sollen; undentweder aus dem Namen Abel genommen mor-sn (70), oder aus dem Namen Jehovah (71), oder"s dem Wort Busse, damit jeberman gewar Wer-ks' habe Buge gethan. Andere vermeinen,7'° Zeichen habe aus drey Buchstaben bestanden, dieOasWortSabbath ausmachen i.7»); oder daß es garZeichen desLreuzes gewesen (7z). Andere gebenvor, es sey ihm Abels Hund zum beständigen Ge-färten gegeben worden, entweder die Leute abzuhal-ten, ihn nicht zu beleidigen (74), ober zu verhindern,daß er sich nicht auf eine gefärliche Strasse begebe (7;).Andere sagen, daß sein Angesicht mit Aussatz bedecktworden <76) Andere aber, das Zeichen sey nichtsanders gewesen, als ein wilder Anblick mit blutigenLaugen, dre sich auf eine entsetzliche Weise vordre-Die meisten Kirchenväter haben sich ein-gebildet, daß sein ganzer Leib beständig gezittert, undMar so heftig, daß er keine Speise zum Mundevrmgen können (78). Die Übersetzung der 70 Dol-metscher bestätiget diese Meinung einigermassen.T^nn an stat der Worte, unflät und flüchtig, ha-ben sie gesetzet s-e,«- ----- klagend und zit-
ternd. Wie denn auch die hebräischen Worte inist That eine Unruhe und Ängstlichkeit des Ge-müts anzeigen, womit Cain sein ganzes Leben hin-burch scheint gequälet zu seyn (79). Andere sagen,sdß wo Cain stille gestanden, die Erde unter ihmerschüttern und zu beben angefangen (za). AndereMbweinen, daß ihm GOtt einen ausserordentlichen^ttit eingegeben, und ihn von aller Furcht frey ze-ucht habe. Eine andere Vorstellung, von so ge-gründeter Beschaffenheit als irgend eine der vorher-schrnden, ist, daß ihm ein Horn an der Stirn gewach-'tn, jederman vor ihm zu warnen (81).
. lt;9. B.) Die Verschiedenheit der Auslegungen,77 götlichen Rede 1 Most 4, 7 beruhet hanptsäch-sch theils auf dem verschiedenen Zweck, si> derselben7'gelegt wird, daß sie entweder als eine Anzeige7s eigentlichen Grundes der verschiedenen Aufnamewiderseitigen Opfer und algememe Ermanung; oderA. w. H. i Theil.
als eine besondere Ueberfürung der Unbilligkeitsci«nes Unwillens und Zorns; oder als eine Warnungvor der schon aufsteigenden Reizung zum Mord an-gesehen werden: theils auf der verschiedenen Bedeu-tung des letzten Ausdrucks im dritten Ausspruch, sovon einigen durch gütliches Wohlgefallen und gnädi-ge Aufnam; von andern durch Vergebung der Sün-de ; von andern durch Erlangung einer Belvnungunb Erhaltung seiner Würde und Vorzüge; endlichandern im Gegensatz des niedergeschlagenen An-gesichts, durch Erhebung der Augen und des Ange-sichts überseht wird: theils auf der Bedeutung derSünde, die von der innern stündlichen Neigung,oder von der Strafe der Sünden, oder auch vomSünd-und Schuldopfer erkläret wird: theils auf derverschiedenen Deutung der Beziehungsworte des letz-tem Ansspruchs, die entweder auf die Sünde, oderauf den Abel gezogen werden. Wovon Joh. Ruv.Gsianvers äisscie 5en5u verhör. 6en.4,7; Bern.-Heine Bonhöfers lle Lsino s Oeo iniuttse ira«conuiÄo; Theod. -Hackjpans niikcell. 5->cr. c. 4,und Hrn. D. Sal. Deylings obt. 5,cr. e. 2 o!>5. 2.p. 9, ingleichen commeiit. iittersl lies autcurs sn-ßlois tom. l p. 5g zu vergleichen ist. Der hebräk-fthe Ausdruck i Most 4,8 wird öfters gebraucht, ei-ne Rede oder Gespräch mit jemand überhaupt anzu-zeigen, ohne Meldung des Inhalts und der gesproche-nen Worte, r,Mos. 19,25. 2 Lhron. zr, 24. Ps.4v. 5. lgr>,r-o; daß also die vorgegebene Lücke dieserStelle eine »»gegründete Einbildung ist; wovonAug Pfeifers äe colloguio 6,iiin et /^kciis im An-hange der äub. vex. Joh. Alb. Labrieins in co-i.pseuäepigr. V. t. p. 104; Sal- Glaflius pliilol.5scr. I. I traK. l 5cLt. 2, und Hrn. D. Joh. Gott-lob Larpzovs crit. 5acr. Part. Z c. I p. 8il nach-gesehen werden kan- Die Rede Lains i Most 4.v. iz ist ausser den hier angefürten Auslegungen sogar als eine busfertige Abbitte angesehen worden,daß er seine Sünde für so gros gehalten, daß er sichnicht getrauet seine Augen aufzuheben, oder sich der-selben geschämet; wie Joh. Christoph Mrtlob inäiC äe Laino non clesperante, und in der äcien-sione Laini äetenfl in csuü's äesgeratioiiis in demX Lire-
Vercrer ttodrrei äpurl 6sncbrsrsnni. (7^ zr .9^/01». !r. Pa/-/-«iviin 1 'kev>!)§ic!l. s>. Z45. (72) w
T-incLiiiir^ so!. 4. (7z) I'di s,^,g (?^)!kidem. 579) <1 in 6rncs-4-
(76z vy! iuyrL. rvm. 1. l,2. (78) t'Eo/iiiir in Oenek. 4. V>ä.
Lsiig. irr. »S l79)V!4 p. 16 vbi snpra. ( 8 >) 9 -k.
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