162 I Haitptstück. Die algemeine Welthistorie bis auf die Sündfiut.
- »y. Wo dieses Land L77ob, so eigentlich hennnirren bedeutet, gelegen habe, ist ungewr'S.
^'Mosts sehet es, nach unserer Uebersehung, gegen Morgen von Eden. Und manhat bemerket, daß ptolemäus einer Stadt, Annchtha genant, in Susiana oder W)U'zestan, gedenket, welches Land gegen Morgen von Chaldäa lieget. Und solche Lage, nebstder grossen Aenlichkeit des Namens Anuchrha mit dem ursprünglichen Hanokh, denn chakan vor eine chaldäische Endigung angesehen werden, hat den gelehrten Huec verleitet,dieselbe vor die vom (Lain erbauete Stadt zu halten. Allein, es ist sehr unwarscheinlich,
daß die Stadt Enoch, die vorder Sündflut erbauet worden, den Wassern der Ueber«fchwemmung solle haben wiederstehen können, oder nach einer so grossen Veränderung allerDinge ihren alten Namen behalten haben. Ueberdis da Stiftung ein sehr fruchtbares undangenemes Land ist, so ist nichtglaublich, daß Cain dahin solte seyn verbaut worden, und nichtvielmehr in ein unfruchtbares und ödes Land, ferne von dem Ort seiner Geburt, so ihn durchhohe Gebirge, oder andere natürliche Verzerrungen, von dem Umgänge mit seiner Freund«schüft abgesondert. Daher Grotius und Iumus der Meinung sind, daß das Land, wohinLain geflüchtet, das wüste Arabien gewesen: weil dasselbe aber nicht gegen Morgen, sonderngegen Abend von Eben lieget; so hat man, einen so gefärlichen Einw urf zu heben, vorgegeben,daß die Worte, die wir Eden gegen Morgen übersehen, nichts anders bedeuten, als, vorEben, oder demselben gegen über, wie es die 70 Dolmetscher so gegeben haben *).
Au welcher Zeit Lain diese Stadt erbauet, kan aus keinem vom Mose gemeldetenUmstände gemutmasset werden. Indessen ist warscheinlich, daß er solches nicht eher alsmehrere Jahre nach seiner Verbannung gethan, nachdem feine Nachkommen stark ange-wachsen. philo berichtet, daß er noch sechs andere Städte erbauet, dieMaich, IareS,Tehe, Iesca, Gelee und Gebar geheissen; was er aber vor Grund dazu gehabt, könnenwir nicht begreifen °). Jostphus erzälet, daß die dem Lain auferlegte Strafe so wenigBesserung bey ihm gewirket, daß er vielmehr schlimmer worden, und durch Verstockung al«les Gefül des Guten verloren; hingegen sich alle Arten der Ergöhung verstattet, seine Nach«barn aber gemishandelt, sich dieselbe zu verschaffen. Daß er grossen UeberfluS von Eigentuntdurch Raub und Gewaltthätigkeit gesamlet, seine Anhänger zur Schwelgerey und Ungerech««igkeit gereizet, und ihr Muster der Unthaten geworden. Daß er zuerst die Einfalt verderbet,in welcher die Menschen bis dahin gelebek, indem er Gewicht und Maas erfunden, und ihrunschuldiges Leben in Betrug und Hinterlist verwandelt. Daß er zuerst Aecker und eigentüm«liche Länder in Gränzen eingeschlossen, die erbauete Stadt mit einer Mauer umgeben, unddiejenigen, so ihm angehöret, genötiget in einer bürgerlichen Geselschaft zu leben ^), allen»Ansehen nach ihre mit Unrecht erworbene Güter in Sicherheit zu sehen
§- i84-
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i-begtssnisre kipsrtitn zu behaupten gesucht. Die chen oder Wunder, so GOtt den, Lain zur Ver-ächter angesürte Meinung, die Worte fragweise zu sicherung der ihm gethanen Zusage gegeben, 2, Mof-nemen: isk „reine Sünde grösser alo daß sie mir in, i. r. ps 78, 4;- Ics 66, ip, ist ausfürlicher be-»ergebenwerSenkönnet ist vom Geb. Scbmid stätiget in Aug- Pfeifer« <tub. vex. cene. i loc.und Gam Gckuckford in der -Harm- der heil. p. 4;. Aoh Jac. Rambacl?« Rircl-enhiff. altenRndprof GcribenrenB-1. p.; angenommenwor- Test. p.izz Tbrisi. Carl Stempel öe 6euc> ( 7 ^den, welcher sie doch auch vor ein Zeichen der Neue niposito. Angleichen handeln davon pauISroch-ansiehek. Daß einige Laius Furcht, getödket zu man« Lain concrs necem praeinunitus, Cbrist-werden, aufdie Thiere gedeutet haben, ist eine höchst Pceubauers, Joh, Thristoph Drtlobs und Joh-unwarstheinüche und ganz unnötige Mutmaßung, paschir cie ügno ^oini.
Die alhier angenommene Meinung von dem Zeh (142. L.) Manche Vsrurrheile, sonderlich der