Band 
Erster Theil.
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163
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4 Abschm't. Geschichte dee Erzvater vor der Sündflut. :6z

§. 184 . ^ ^ ^

Bald nach der Ermordung Abels, und vermutlich das Jahr darauf, wurde desselben 7 ..— 'Verlust seinen Eltern durch die Geburt eines andern Sohns ersehet, welchen Eva Sech nenne-te, das ist, einen Gesetzten oder Bestirnten, weil er an Adels Stelle, den Lain ermor-det, gesetzt worden Da nun das ganze Geschlecht Adams, soviel davon in der Schrift

gemeldet wird, aus den Nachkommen Cains und Sechs bestehet; so wird nicht »«dienlichseyn, Nebenstehende Geschlechtstafel, von den Menschen vor der Sündflut, zu ertheilen.

Da sich der heilige Geschichtschreiber sonderlich in die Linke des Sech einschränkt,von welchem Noah abgestammet; so hat er uns sehr wenige Umstände von Lains Cam.Geschlecht ertheilet, so daß wir aus demselben nichts mutmassen können, wie lange erselbst (») oder einige seiner Nachkommen gelebet. Alles, was wir aufgezeichnet fin-den, ist, daß Lamech, der fünfte in der Ordnung von Cain, zwey Weiber genom.wen, Adah und Zillah -) ; welches als das erste bekante Exempel der Vielweiberey be-merkt wird. Daß er von der ersten zwey Söhne gehabt : Jaloal, welcher der erste gewesen,der in Zelten gewonet und Viehzucht getrieben (^), und Judal, den Erfinder der Mu-sik; von der andern aber einen Sohn mit Namen Tubalcam, der die Kunst Erz zu schnei,den und zuarbeiten erfunden (^), und eine Tochter Namens Naamah; von welcher ei-nige

Mos-4,-5. -)!<>!-!. 4 . , 9 .

Geselschaften, haben die meisten Kir-Aetwater sowol als verschiedene Ausleger verleitet,?^,>chfurung der bürgerlichen Gesclschasten, ja selbstves Eigentums unter Menschen, gotlosen Stifternveizulegen und vor ein grosses Unglück zu halten. Vonder hier gemeldeten Stadt handeln Hr. D. Sal.Dexliyg obs. iscr. tom. z obt. z p. i;, LricS.Evttl. Götter und Hr. Ioh. Leonh. Recken.^erarx äc vrbc hlsnocklia.

(A) Es giebt eine alte morgenländische Ueberliefe-Mtig, diezu-Hieronymi Zeitige) von verschiedenen^bristen geglaubet worden, daß Lain zufälligerWeise vom Lamech, einem seiner Nachkommen,V.Sttödtet worden. Da denn erzalet wird, daßUn, nachdem er alt und von blödem Ge-ucht worden, aus beständiger Angst über dem be-8°Ngenen Mord in den Wäldern auf und abgegan-Ze», und sich eines Tages iu einem Busch niederge->cht auszuruhen: Lamech aber, der auch blind ge-wesen, sich auf der Jagd befunden, von einem Kna-°en begleitet, den einige vor seinen Sohn Tubal-rain ausgeben, entweder selbst ein Geräusch gehört,«der durch den Knaben benachrichtiget worden, daß»n Buschwerk etwas da sey, welches er vor ein wil-des Thier gehalten, und darauf einen Pfeil abge-schossen, der Lains Herz getroffen: nachdem er aberkffaren, was er gethan, sey er in der Wut auf sei-nen Leiter gefallen, und habe denselben auch getöd-

tet (8z). Andere erzälen diese letztem Umstände an-ders : daß er Lain mit einem nach ihm geworfenenStein erschlagen, den Knaben aber unwissenderWeise, da er seine Hände zusammen geschlagen ausKummer über den erfarnen Zufal (84). Und das, sa-gen sie, sey die Gelegenheit der Worte Lamech«zu seinen Weibern gewesen, so in einer folgendenAnmerkung vorkommen werden. Diesen Zufal se-tzen einige in das 7ZosteJahr des Alters Lains (8;):andere in das 700 und erste; andere in das 87>Jahr der Welt (86). Nach Tostati Meinung hatLain meist 800 Jahr gelebet (87). Auch gibts eini-ge, die diesen Tod in das Jahr der Welt yzr rechnen,und vorgeben, daß ihm durch den EinfaleinesHau-ses der Kopf zerschmettert worden («8). Paul VeBurgos meinet, daß er in der Sündflut umkom-me»(8s): andere sagen,daß er sich selbst ermordetes).

(S) Dis scheinet, nach des R.Solomon AarhrAuslegung solcher Stelle, von den Weiden des Vie-hes in der Wüste gemeint zu seyn, und von dem Her-umziehen mit Zelten und Hörden von einem Ortzum andern, nach Beschaffenheit der gefundenenWeide; welches die Lebensart der Araber ist, diedaher Scenita genant werden. Denn sonst habenvor dem Jabal schon andere, und insonderheit 2lbelein Hirtenleben gesurrt (91).

(T) Joseph»« (92) rümt den Lubalcain, wel-chen er Thobel nennet, seiner grossen Stärke und

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l8r) in -M. Vam-lum. (8z> k. in Lkal-ck-Iet !<-!,. p. yr. p. rr. (84) L/-

m-cr»vdervielmehry.(85) (86) spuU ^/.NVLMLNNLI. t. I. 214-

(87) -puci eunUem I, c. (88) 6t.ndrexecvronol.cirinzLcärcnu-,p. li. (89)-pu<lin <-en. 4,85.74. (yll) gpu<I 6ui<ion. c^rineiirsm cirsnre kr^icolo in elcncNo ksereliun»

y.6z. <91)SieheL-- 4 tF^.Kilt.?LUi2icl>.xsrr.I.y. 141, <9S),nkig. l.il>. l.c.i.