Band 
Erster Theil.
Seite
167
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4 Abschmt. Geschichte der Erzvater vor der Sündflm. 167

gen desselben sogar bis auf die Zeiten unsers Heilandes, entweder schriftlich, oder , welches^-^-^ 7 -warscheinlicher ist, durch die mündliche Ueberlieferung aufbehalten worden, erhellet aus ei-'ner vom heil. Juda daraus angefürten Stelle ch. Indessen ist dasjenige Buch, so un.ker dem Namen der Schrift oder Weissagung Enochs angefüret wird, und wovonwir noch einige Ueberbleibsel haben (^), ganz offenbar untergeschoben, obgleich verschiedeneKirchenvater eine bessere Meinung davon gehabt, als eö wert ist Es werden vieleStellen daraus in der alten Schrift, so das Testament der 12 Erzvater genant wird,angebracht; ingleichen fürt Clemens Alexandrinus dasselbe an Augustinus ge-denket auch der Schrift Enochs, erklärt sie aber vor unächt °). Und als Celsub dessel-ben Zeugnis dem Ewigem vorgeworfen; so antwortete derselbe, daß die Bücher, so mandem Enoch beilege, von der Kirche nicht vor götliche Schriften angesehen würden?).

Daß ehedem auch unter den Juden ein Buch unter dem Namen Enochs herum gegan-gen sey, erhellet aus ihrem alten Buche Zohar, so sich darauf beziehet s) ("I.

§» 188»

Nachdem Adam eine zalreiche Nachkommenschaft gesehen, die aus seinen (T) Leu- ^bams tobden kommen war, und yzo Jahr gelebet hatte (I, bezalte er die Schuld der Natur, der er und vegravn,?.sich selbst und seine Nachkommen durch seinen Ungehorsam unterwürfig gemacht H Daß

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givn wegen und vor die Sache GOttes die Waffenergriffen. Denn da er gesandt worden den Nach-kommen Lains zu predigen und sie zu bekeren, die-selbe aber sich geweigert zu hören: so habe er sie be-krieget, und ihre Weiber und Kinder in die Knecht-schaft weggefüret. Eben diese Schriftsteller berich-ten, daß Enocb eine unschuldige Ursache der Ab-Sötterey gewesen sey: indem einer seiner Freunde, derihn nach seiner Wegnemung vermisset, auf Anstiftendes Teufels ein Bildnis desselben aufgericht und dem-selben besondere Ehre bezeiget, so mit der Zeit zurirrgläubigen Anbetung worden (rr).

P. Barrolocci hat aus den Zeugnissen der äste-ten Juden zu erweisen gesuchet, daß Enoch, derden Beinamen Edris gefäret, von demselben, dervor der Sündflut gelebet, verschieden sey, und lan-de Zeit nachher erst gelebet habe (rz >.

(A) Diese Ueberbleibsel sind zuerst vorn Josephs^cali'acr in seinen Anmerkungen über des Euftbii^stronicon graecuw (»4) herausgegeben worden, soNachher vom Jac Goar richtiger geschehen in sei-ner Ausgabe der Chronographie des Georg»^ncellisr; >. Wir werden den Hauptinhalt dersel-be» unsern Lesern beiläufig mittheilen.

(-H) Der Herr Labricius hat auch den Inhaltdieser Chronica, xiachdem er sie mit des Scaligers

seiiier Ausgabe und des Grabius seinen Verbesse-rungen verglichen, in seinem LociicepleiiciepiZrspst»V.'f. angefüret.

(144. B.) Von den vorgegebenen Schriften -He-uochs können ausser dem in der Anmerkung des hol-ländischen Uebersehers angefürten Labricio vergli-chen werden per. Lambecii proär. still. Istter. l i c.7§. 4 ; Dine. Placci, tstestr. anonym, p. spz; Joh.Christoph vvolfs stibl. stestr. t. i p. 47g ; Thom.Bang« coll. orient. exercit. »; Jac. Lrredr.Reim-mans stist. litter. sneeäil. p 17. z6. rz§. 2.64 undHrn. Joh. Ulc. Trestnreuters äe vsticiiistionsklenocsti.

B) Es werden dem Adam, ausser den drey vomMose namhaft gemachten Söhnen und den zweygebornen Zwillingsschwestern Lains undAbels (r6),noch zwey andere Töchter beigeleget, davon die eine,Afüam oder Gaue, den Lain, die andere, Azura,den Gerh (r7 geheiratet haben sol.

(C) Die morgenländjschen Schriftsteller gehen soweit, daß sie gar den Tag und die Stunde des To-des Adams, sowol als verschiedener von den übrigenErzvätern, wissen wollen (28). Wir vermuten aber,es werde uns von niemand als ein Feler angerechnetwerden, Laß wir diese Kleinigkeiten übergehen.

(ii) 6e restgwne Ullkemme-lm. p. rr. S'Sc^c/s, vlii 5 »!'». p. 10. (2z) Nibüocst.

Ladbin row.. 2. p. 845. (24) OkrirniconL-</c^»per8-Ä>i>?eriiir, psx. 4O4. ing. (15) psx. 11. er 24.

<-c>) Siehe oben in den Anmerkungen tz.izv. nvr. * (27) H,«cc//„- ex pariix Lei,, p. II. er

iiLercrici gpurl 8pi^k2nstini st. I, x, eK/. (28) Siehe Lmycst, p, 19. ski. L'/R4»>. x. 6. stz-i-