Band 
Erster Theil.
Seite
168
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i68 i Hauvtstück. Die algemerne Welthistorie bis auf die Sündflut.

I ^ ^er seine Sünde beweinet und sich mit GOtt versönet habe (D), ,'st höchst warscheknlich' glauben, aller lieblosen Dleinungen anderer vom Gegentheil ohnerachtet ("^).

Aus der Schrift läst sich nichts mutmaßen, wo er begraben worden. Hierortsmus scheinet derer Meinung beizupflichten , welche sich einbilden, daß solches zudron (T) geschehen,, und zwar eigentlich in die Kluft Macpelah, oder in die doppelte Hö'le, welche Abraham viele Jahrhunderte hernach zum Begräbnisplah vor sich und sein Ge-schlecht erkauft *). Die morgenländischen Christen berichten, daß Adam, da er deinTode nahe gewesen, den Serh , Enss, Cainan und Mahalaleel zu sich berufen, undihnen anbefolen habe, seinen leib mit Myrhen, Weirauch und Caßia zu balsamiren, undauf der Höhe eines Berges in einer Hole beizusetzen, die er sich zur Ruhestätte seines Ueber-rests ausersehen, und welche daher den Namen AI ^o»ruz bekommen ») (^). Dieersten Kirchenväter glauben fast durchgängig^ daß er an dem Orte, wo hernach Jerujaleni

erbauet

§) in IVIattk, 27. t) I Mos. 2Z, z sq. ») in »nnsl. y 19. I>. 6.

(D) Die Juden melden, daß beides Adamund Eva (-,9) sehr busftrtig gewesen, und sonderlichersterer seiner Sünden wegen solche Angst empfun-den, daß er vor Kummer würde gestorben seyn,wenn GOtt nicht den Engel Raziel zu ihm gesandthätte, ihn zu trösten (zo). Sie berichten auch, daßer mit der Gabe der Weissagung begnadiget wor-den, und die Sündflut vorher verkündiget habe (z i).Die Mubammedaner rechnen ihn nicht nur unterdie Propheten, sondern halten ihn auch vor einenaus den sechsen, davon die übrigen psoah, Abraham,Moses, Jesus und Muhammed gewesen, welcheneue gottesdienstiiche Verfassungen emgefüret: undsagen, daß ihm GStt zehen Bücher von Offenba-rungen gegeben habe, darin Gesetze, Verheissungen,Drohungen undWeissagungen enthalten gewesen! Zr).Welchen Begrif sie vielleicht von indischen Schrift-stellern entlenet haben, welche vorgeben, daß Adamdas Buch geschrieben, so Sepher Jesira oder dasBuch der Schöpfung genant wird; welches dochandere dem Abraham beilegen, nebst andern Schrif-ten von der Golhcir (zH Einige Rabbmen hal-ten ihn auch vor den Verfasser des zwey und neunzig-sten Psalms, wie denn auch in einigen Handschriftendie chaldaische Überschrift dieses Psalms anzeiget,daß es der Gesang sey, den der erste Mensch amSabbath gesungen habe (Z4> Eusebius Nr'erem-berg ist so leichtgläubig gewesen, daß er unszwey Gesänge geliefert, die aus des AmLli--i Offen-barung, jn der Libliothcc des Escurials, alsachte Arbeiten Adams treulich abgeschrieben wor-den, deren einen er bey seiner ersten Unterredungmit der Eva verfertiget, den andern aber als ei-nen Buspsalm nach dem Sündenfal gemacht ha-ben sol.

(E) Einige Ketzer, Tatr'aner genant, haben vor-gegeben, daß er verdammet worden (z6).

(i45.^B>) Hiebey kan nachgesehen werden Sam-Andrea üiip cie lblute Acioiiil ; von den ihm undder Even angedichteten Büchern aber Joh. Alb-Labrieii coä. pienäepigr, vet. test. n. l bis Z5, al-wo auch Paul Christ, Hilschers lckeäiasms ciebibljvtbecs Aäznii anzutreffen ist, nebst den oben(144) angefürten Schriften, ingleichen Joh. -Heink-Horringers bitt. orient. l, l c. z.

(F) Diese Meinung sucht man durch folgendeSchriststelle nach der Hulgata zu beweisen: No-men ksebron ante vocodstiir Lsristiiarhe: Aäswmaximus ibi lnter klnoeim 6 ms est (Z7). Allein, derName Adam ist ganz unstreitig von fremder Handeingeschaltet worden, denn das hebräische heist,wie es auch die andern Uebersehungen geben, daß-Hebron ehemals Lersalh Arba, oder die Stadtdes Arba geheißen habe, der unter den Anakimvon besonderer Grösse gewesen. Einige geben ei-nen andern Ursprung dieses alten Namens der SadtHebron vor, indem sie das Wort Arba, welchesauch viere bedeutet, allster in solcher Bedeutung nichtaber vor einen eigentümlichen Namen annemen;und vermeinen, diese Stadt sey also benennet wor-den; weil daselbst vier Par begraben worden, nein-ljch Adam und Eva, Abraham und Sara, Ifaarund Rebecca, Jacob und Lea (zb).

(G) Von dem arabischen Wort, Ranaza, wel-ches bedeutet, an einem verborgenen <hrc beile-gen, als einen Schatz. Einige Juden meinen,Adam habe darum diese Vorsicht gebraucht, damitseine Nachkommen nicht mit seinen UeberbleibselnAbgötterey treiben möchten 59).

(ey) S- lt Mrlre c. 20 . K ÜA/«/. p 92 . (zo) bib. Siehe srrc cgbbaHliicr PSA, !s

Nb.I. c. r, ^Z2) ur enr. 15. Ua relix. atütiümmea

p. 21 . (5^) ?3kN2rck. rom.». in c^r. 5^'

(45) i.c. I^aeref. ^6. ec^es. !ti>. ^ ^ 27. (Z7)

> 4 , -5. (Z8) kt. kick- 1. c, ^>. !v6. (Z9) ll L/ierk»- vdi iuxrs. ?- 5.