Band 
Erster Theil.
Seite
169
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4 Abschmt. Geschichte der Erzvater vor der Sürrdfluk. 169

erbauet worden, gestorben, und auf dem Berge Calvaria *) begraben worden, an eben I-d.U? §zodemselben Ort, worauf hernach Christus gekreuziget worden (^); welche Meinung ein wei -^'^^576^ Feld zur Uebung der Rednerkünste und Vergleichungen geöfnet >) (s^). Die Mu-vaminedaner aber verlegen das Grab Adams auf den Berg Abukabis, nahe bey Mec-die alten Perser hingegen setzen es nach Sererrdlb oder Ceylon, alwo dasselbe ihremVorgeben nach eine geraume Zeit lang sol seyn von Löwen bewachet worden ^).

^ Die Schrift meldet die Zeit des Todes Evä, der Mutter aller Lebendigen, nicht (2).

^"dessen giebt es einige, die so verwegen sind, uns zu etzälen, daß sie ihren Eheman zehen"lahr überlebet habe").

§. » 89 -

Nach dem Tode Adams sol sich, den morgenländischen Geschichtschreibern zu folge, Zustand der^erh und sein Geschlecht von dem ruchlosen Geschlecht des Cains abgesondert und auf das Sechs. ^Gebirge begeben haben, wo Adam begraben worden, welches sie zu ihrer Wonung er-wälet; Cain aber und sein Geschlecht in dem Thal geblieben seyn, wo Abel erschlagen wor-de>, aber diese nahe Nachbarschaft mit der heiligen Schrift zusammen gereimet wer-

be» könne, können wir nicht begreifen, als welche deutlich anzeiget, daß der Ort der Ver-

stossung

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Die morgenländischen Christen sehen noch hinzu,daß er uberdis seinen Nachkommen anbefolen habe,wenn sie selten genötiqet werden die Nachbarschaftdes Paradieses zu verlassen, alsdenn seinen Körpermit sich zu nemen, und ihn in die Mitte der Erde zu be-graben,weil von demselben Ort seine und seiner Nach-kommen Erlösung herkommen werde (40). WelchenWesel auch Lamech an seinen Sohn V 7 oah wieder-holet haben sol, mit dem Zusah, daß er nebst dem Kör-ner Gold, Weirauch und Mtrhen als ein Opfer le-gt», und einen seiner Söhne bestellen solle, des Leibes

zum und im neuen Grabe warznnemen.der gottes-mrchtig und unverheiratet seyn müsse, kein Blut ver-gossen, kein ander Opfer bringen, als nur Brod undWein, sich nur in Thierfelle kleiden, weder seine Hare"och Nägel beschneiden, und ein Priester GOltes ge-baut werden; wodurch er den Melchistöek ge-meiner (41Welchen Befel auch Noah und Mel-"stsedek ausgerichtet haben sollen.

( 4 ) Diese Meinung kan mit der vorhergehendenverglichen werden, wenn man anuimt, daß sein Leibbe», abgedachten Befel zu Folge nach Golgatha wäregebracht worden. Jacobus Edefseiius schrei-bt (42), daß vloab die Gebeine Adams mit sich>n den Kasten genommen, und nachdem eraus dem-selben herausgegangen, dieselben unter seine Söhne"ertheilet, und dem Sem den Hirnschädel gegebenhabe; welcher, da er in das indische Land gekom-men, denselben in das Grab Adams auf dem Der-be Calvaria geleget.

Ein gewisser Ausleger erzälet eine seltsame Histo-

rie, die ungereimt genug von einigen Jude» erson-nen worden; daß Seth aufBefel eines Engels demAdam, als er begraben worden, ein Samenkorn vondem Baum des Erkentnis des Guten und Bösen inden Mund geleqec, woraus nachmals ein Baum er-wachsen, von dessen Holz das Kreuz Christi gemachtworden (4z).

Zur Geselschaft dieser Geschichte wollen wir nochein par andere von gleichem Schlage beifügen, obsie wol so eigentlich an diesen Ort nicht gehören.Die eine ist, daß Eva einen Zweig von dem Baumder Erkentnis genommen, und daraus eine Geisselgemachet, mit welchem Zwangsmittel sie ihren Manvermocht von der verbotenen Frucht zu ehe» (44).Die andere aber, daß Seth einen Zweig vom Baumdes Lebens gepflanzet, der dem Adam entwederdurch einen Engel überbracht worden, oder vomGeth bey der Thür des Paradieses erbettelt wor-den; nachdem derselbe zu einem Baum geworden,habe Moses davon seinen Stab genommen, wo-mit er so viel Wunder gethan, desgleichen das Holz,damit er die bittern Wasser zu Marah süsse ge-macht, und endlich auch die Stange, an welcher erdie eherne Schlange bevestiget (4;).

(144. B ) Hievon kan verglichen werben Mich.Hoynovius äe locn lepulri ^äami und Ant. B/-naus äe morlc lotn Llrrilki I. z c.; §. r; toni. z

p. lg.

( 2 ) Daher sie ihre Benennung gehabt, die ei-gentlich -Hawroa geschrieben wird, und von demStamworr wn-Haya, loben, herkomt (46).

(40) Ibiliem. (41) p ;r. ( 4 -) spnö u- Nsr»-!iso p. l. r. >1.

in 6 -nes.y. der pineUam ansült. (4-») Siehe St-/./-»- orir rkeol. p. 607.

p. Ü08. .r/sUe scneo ser^eiur.

A.W.H. »Theil.

> Mos S, ro.

(4Z)

(.4!) U»S.