Band 
Erster Theil.
Seite
170
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I7O I Hauptstück. Die algememe Welthistorie bis aufdie Sündflut.

. stoffung Cains von dem Aufenthalt Adams, und seiner Nachkommen vom Sech, ziemlich' entfernet gewesen. Man müste denn vorgeben, daß Cain oder seine Nachkommen ihrenanfänglichen Aufenthalt verlassen, den Sech und sein Geschlecht zu vertreiben; oder auch/daß sich ihre beiderseitige Nachkommen so stark vermeret, daß sie nach einer stufenweise gf'schehenen Ausbreitung ihre Gränzen von beiden Seiten erweitert, und endlich mit der A"zusammen gestoßen und sich einander verdrenget. Dem sey aber wie ihm wolle, so me!^diese morgenländische Ueberlieferung, daß Sechs Geschlecht auf diesem Gebirge in Heilig'keit und Reinigkeit der Sitten gelebet (§). Ihr beständiges Geschäfte sey gewesenzu loben, worin sie durch wenige oder gar keine Abhaltung gestöret worden; indem ihre einigtSpeise aus den Früchten der Bäume dieses Gebirges bestanden, daher sie keine Gelege"'heil zum beschwerlichen Ackerbau und der Mühe des Säens und Erntens gehabt. Neid/Ungerechtigkeit und Betrug seyen ihnen völlig unbekant gewesen. Ihr einiger Eid seywesen beydemBlmeAbels. Sie seyn alle Tage aufden Gipfel dieses Gebirges gestiege",GOtt anzubeten, und den Leichnam Adams zu besuchen, so sie vor ein Mittel zur Erla"'gung götlichen Segens gehalten ^).

Wenigstens scheinen sie alle ihre übrige Zeit, die sie in so glücklichen Umständen h"'ben können, zur Ausbesserung des Gemüts und höhern Betrachtungen angewandt zu haben!da indessen die Kinder Carno, so nichts weiter als gegenwärtige Bequemlichkeit und Erg"'Hung gesucht, sich blos mit Treibung des Ackerbaues, Erfindung mechanischer Künste und m"'sikalischer Instrumenten zu thun gemacht. Denn von den Nachkommen Sechs wird be^richtet, daß sie durch fleißige Betrachtung der Himmelskörper den ersten Grund zur W>1'senschaft der Astronomie gelegt. Damit aber ihre Erfindungen nicht vergessen werde"oder verloren gehen möchten, ehe sie öffentlich bekant worden; da sie aus einer Weissagungdes Adams gewust, daß eine algememe Zerstörung bevorstehe, einmal durch die Wut desFeuers, und einmal durch die Heftigkeit und Menge des Wassers: so haben sie zwey Se"'len gemacht, eine von Thon, die andere von Stein, und ihre Erfindungen in jede derselbe"eingegraben; damit, wann die Seule von Thon durch eine Flut weggeschwemt werden solte,die steinerne übrig bleiben möchte. Welche nach Josephs Bericht, noch zu seiner Zeitstriadischen Lande zu sehen gewesen ("')

§.190.

r) p. so. p- 6. amlgu. llb, i, c, L.

(K) Unsere Schriftsteller, wo man ihnen trauendarf, berichten uns, das Paradies sey so wenig hö-her gewesen als der Berg, daß die Kinder Sechsdie Stimmen der Engel, die GOtt gelobet, hörenkönnen, und sich mit ihnen in solchem Gottesdienstvereinigen (47).

. (' 47 - B ) Von diesen Senken handeln ausser denhier angefürten Schriften -Henr. Dodrvel i» /rpp.sä älss. c^prisn. P.LY. Joh. Heinr. Urslnusexercit. kirr. p. Ll; ; Rich. Simon bibl. crik. vol. rp. Z 4 vol. -! p. 247. Biln der Verschiedenheit der Le-seact aber Sigeb. Haverkamp sä lotexku,» vol. ix. n ir.

(E) Wo das Land Siriad gelegen, ist ein grosserStreit. Der Name wird in den Handschriften ver-

schieden geschrieben: >-«-« r,„nd r«'in andern (48), und beim Eusrach!^welches letzte die richtigste Lcsean zu sty"scheint. Einige setzen dasselbe in Sprien; andere (4?^haben mit nicht viel mehrerer Warscheinlichkeit be-hauptet , daß es das Seirarh sey, dessen in dekSchrift Meldung geschiehet ;o) , und gemeinct, daßdie vH'va pesilim, so die englische UebersehuNßSteinbrüche gegeben, nahe bey Gilgal im Stai"Ephraim, die Ueberbleibsel von dieser Seule Gctbkgewesen. Doch verstehen andere (;i) durch dielePesilim, oder geschnitzte Bilder, wie ck

die 70 Dolmetscher gegeben, gewisse Götzenbilder, ditkurz vorher vom Eglon dahin gesetzet worden.

Die gewisseste Mutmassung aber scheinet z"

sey"

(47l <8> P. 6. p. zg. SHlesr, -t vekui inkerprs5. (49)

S-I.xx. üikerpr. P-L7!. « ck- - >. — .» ->.—-— ' -

<ie t,XX. lacerpr. p, 271. -c äe munäi cajz. 10, Lianon cdroaicur p.

z, 19. ,6. (?l) sie.

(;o) Rreist'