Band 
Erster Theil.
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173
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4 Abschmt. Geschichte der Erzvater vor der Sundflut. I7Z

zu bedürfen, indem dieselbe den Begriffen schlechterdings zuwiderlauft, die wir von diesen 2geistlichen Wesen haben, welche weder freien noch sich freien lassen ?): ob es gleich hart ist,"'diejenigen, so in diesen Jrtum verfallen, wie einige gethan haben, einer Keherey und Gottes-lästerung zu beschuldigen ^). Doch haben andere, und insonderheit verschiedene jüdischeSchriftsteller, durch die Söhne GOttes die gefallenen Engel (^) verstanden; welche, da sie

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VUatth. 22 , zo. Lue.ro, Z4- Z5. >.) aöll. liier. csp. l08> komll. 22 . in

Len.r..

Mt zu treiben angefangen, welches sie bis zurTunbflut fortgesetzt. Von dielen Weibern aber seynun ein dreifaches Geschlecht entstanden. Das erstesey» die Riesen gewesen, von welchen die Nephi-«m, und von denselben wieder die Eliuv erzeugetworden; welche so zalreich geworden, als ihre Ge-llalt gros gewesen, und sich untereinander, auch ihrenWeibern Zauberkünste und Beschwörungen gelehret.Ihr zehenter Fürst, A;al;el, habe sie unterrichtet,Tchwerter, Harnische und andere .Kriegsgcräte zuverfertiqen; ingleichcn in Metal, sonderlich Goldund Silber zu arbeiten, und allerley Weiberschmuckzuzubereiten; endlich auch die Kunst zu schminken,köstliche Steine zu schleifen und zu färben gelehret.Daher die Söhne der Menschen sich solche Dingeangeschast vor sich und ihre Töchter, und dadurchgleichfals gesundiget, ja diejenigen verfürek, welcheunter ihnen noch tugendhaft gewesen, so daß die Got-losigkeit sehr nberhand genommen auf Erden. Se-mia;as, das Oberhaupt dieser Engel, habe die Kräftegiftiger Wurzeln und Kräuter gelehret; pharma-rus, der eilfte unter ihnen, die Zauberey; Laleiel,der neunte, die Astroscopie; Lbobabiel, der vierte,die Astrologie; Zaeiel, der achte, die Aerostopie;Araciel. der dritte, dieZeichen der Erde; Gampsich,der siebente, die Zeichen der Sonne; Sariel, derzwanzigste, die Zeichen des Mondes. Und so habeein jeder seinem Weibe und Kindern gewisse Geheim-nisse offenbaret. Nachher haben die Riesen ange-sungen Menschenfleisch zu fressen, daß dadurch dieAnzal der Menschen täglich abgenommen, und dieübrigen über derselben Grausamkeit gen Himmel ge-schrieen, und gebeten, ihrer eingedenk zu seyn. Da»un die vier Erzengel solches gehöret, auf die Erdeherab gesehen, auch gewar worden, daß viel Blutauf derselben vergossen worden, ja alle Arten derRatlosigkeit und Unordnung uberhand genommen:haben sie GOtt davon Bericht erstattet, und auf des-selben Befel die Fürsten dieser Uebelthäter gebunden,und in den Abgrund geworfen, daß sie daselbst bisKUM Tage des Gerichts behalten werden (6i). In-sonderheit sey Uriel zum L 7 oah, dem Sohn La-jweckrg, gesandt worden, ihn zu benachrichtigen, daß°er ganze Erdboden durch eine Sundfim solle zerstö-rt werden; ihn aber auch zu unterrichten, durch wasMittel er derselben entgehen könne. Der Engel^.aphael habe Befel bekommen, dem Azael (Azal-Hände und Füsse zu binden, ihn in die Wüste

Dudael zu bringen, auf spitzige Steine zu werfen,undmit Finsternis zu bedecken, alwo er verbleiben sollebis zur Strafe des Feuers am Tage des Gerichts.Die folgenden Worte, darin ihm anbefolen wird, dieErde zu heilen von den Wunden, so die Egregoridurch ihre geoffenbarte Geheimnisse verursacht, sindziemlich dunkel abgefasset, und der Mühe einer ge-nauen Erklärung nicht wert. Gabriels Volmachtsey gewesen, die Niesen auszurotten, so die Egre-gori gezeuget, durch Erregung eines gegenseitigeninnern Krieges unter ihnen, daß einer durch des an-dern Hand umkommen möchte. Michael habeBefel gehabt, den Semiazgs und seine übrige Ge-hülfen zu binden, und dieselben, nachdem sie die Ab-schlachtung ihrer geliebten Kinder erst mit abgesehen»an die äussersten Ende der Erde zu verflossen, alwosie eine Zeit von 70 Geschlechten der Menschen, bisauf die Vollendung aller Dinge und den Tag desGerichts bleiben, lind sodann in den Feuerpfül ge-worfen werden sollen. Die Riesen, so eine Mi-schung von Geist und Fleisch gewesen, seyn verdam-met worden böse Geister zu werden, Unfug auf Er-den zu stiften, als Gespenster zu erscheinen, und keineSpeise zu gemessen; sollen aber doch mit den Men-schen einmal an der aigememen Auferstehung An-theil haben. Daher von dem Tage der Niederlageder Niesen an, die VIeschilim, die mächtigen Leuteder Erde, und die Männer von Ansehen, das ist,ihre Geister, so von ihren Selen ausgegangen, alsvon Fleisch, ihre schädliche Verrichtungen fortsetzenwürden bis an den jüngsten Tag. Es sey auch be-schlossen worden, daß der Berg -Hermcm, alwo sichdiese Engel mit einem Eide verbunden, nie ohneSchnee und Eis seyn solle bis auf den Tag des Ge-richts da er wie Wachs zerschmelzen werde: demmenschlichen Geschlecht sey dabey auch einealgemei-ne Ausrottung angedrohet worden, und daß ihr Lebennur iLoZahredauren solle (62. >

Das ist der Hauptinhalt dieser Ueberbleibsei, wor-in verschiedene Stellen so gar verstell aussehen, daßes sehr hart hält einen Verstand heraus zu bringen.Zu allem Glück aber ist der Verlust nicht gros.

(N) Zwey derselben sind die oben gedachten A;Nund A 5 »eU 6 z)gewesen. Gckamhozai, dessen Na-me dem Namen Gcmiazas sehr nahe komt, istauch einer derselben gewesen. Er war der Geferdedes 2 t 5 <rel, und zeugete mit einem Weibe den -Hi-yah und Hhiyah, die wieder den Schon und VgV Z gezeu-

(61) likry primo L»ocL,', spiul 8/nceIIlim p. ll IZ. 2 Peer 2,4- (üe) Lx eollsm »biyein p. 24 - r6.

<6z) Siehe oben in der Anmerkung.

b. 1v yzoL. G. zz?6