4- Abjchnit. Geschichte der Erzvater vor der Smidflut. i?Z
ien, und vor der Mischung dieser beiden Häuser geboren worden (^); sich auchihrer über-I^genen Gewalt- und Stärke bedienet, die schwächer» zu berauben und zu überwältigen.Welche Lebensart von dem neuen gemischten Geschlecht fortgesetzt worden, so sich durch Rciu-den und Gewaltthätigkeit hervorgethan, und gewaltige Leute geworden, die vordemderumte Männer gewesen (^°).
Da
-) »Mos. 6,4.
Erden gewesen, nemlich den Sckamhaxak und
Allein das Stamwort bedeutet auch an-salle», mit Gewaltsamkeit überfallen. Nachsicher Bedeutung Ssurimachus das Wort Ne-pyllim überseht und AguilaAe andern Uebersetzungen geben es gemeiniglichdiesen.
Einige vermeinen, baß diese Nephilim Leuteve» gewöuücher Grosse gewesen, und nur so genantworden ihrer ungeheurigen Gotlosigkeit, Raubereyund Gewaltthätigkeit Wesen (71). Welches IostphrMeinung gewesen zu seyn scheinet (72). 'Andere aberhalten mit mchrerm Grunde dafür, daß sie auchvon ausserordentlicher Grösse und Starke gewe-sen (7z); indem das Wort Nephilim in der Schriftoffenbar gebraucht werde, Leute zu bezeichnen, dieeine migewonliche Grösse haben (74). Wiewol esApostaten (7-) kb" abfallen, abtrünnige
esabcr in diesen ältesten Zeiten solche Men-lchen gegeben habe, die von riesenmäßiger Grösse undStarke gewesen, ist sehr glaublich, sowolaus späternKrempeln beides in den gütlichen und menschlichen^sjchichtbüchern, als auch aus der neusten Erfarungunserer Zeiten (76). Woraus wir doch aber nicht'Messen dürfen, als ob die Menschen überhaupt in denersten Zeiten viel grösser gewesen, als sie qegenwär-k'g sind (77); indem der Niesen unstreitig allemal alseiner Seltenheit und eines Wunders ihrer Zeiten ge-dacht wird, obwol ihre Anzal gleich vor der Sünd-nut grösser gewesen zu seyn scheinet.
Die Meinung I. Bolvuc (78), eines Lapuci-"erg, jsi ^ seltsam, als daß sie Übergängen wer-den dürfte. Er meinet nemlich, daß die verschiede-nen Namen, wodurch Riese» in der heiligen Schriftangezeiget zu werden scheinen, als: Vssephilim, Rephaim, Zuzim, Gibborim, Enakim, Zam,^»mmim, Elimu.s.f. gar nicht, oder doch mehren-lheils nicht eine außerordentliche Grösse bedeuten,wndern die Starke und Vortreflichkeit der Gotselig-keit und Redlichkeit bey den Erzvatern, als erstenssort-psianzernbes menschlichen Geschlechts und des Got-kesdienstes. Die Nephilim insonderheit sollen sei-ner Einbildung «^diejenigen gewesen seyn, die sich
darin von andern unterschieden, daß sie GOtt durchniederfallen angebetet, und sich auf die Erde gewor-fen; auf die Art, wie die Priester des Ordens Fran-cisti von Aßisi thun, welche deshalb merkwürdigsind, daß sie in solcher Stellung die -Hostie anbetenund die Erde küssen (79).
Einige Schriftsteller haben die eigentliche Ursachdieser ungeheuren Grösse der Riesen untersucht.St-Lyrillus schreibet dieselbe einem götlichen Gerichtüber die Lust ihrer Eltern zu (82). Diejenigen aber, sodieselben vor ein von den abgefallenen Engeln gezeug-tes Gesthlechtanschen, geben vor, daß solches von der.lel.en künstlichen Reizung und Erwerbung grosserGeilheit und Lüsternheit beyden Weibernhergerürt,mit welchen sie zu thun gehabt (81). Andere leitensolches von der Lebhaftigkeit der Kinder Sechsher (8r): ha noch andere vermeinen, daß desselbenNachkommen überhaupt von sehr grosser Gestaltgewesen, Lains aber im Gegentheil von kleinerer-
(Q.) Das scheinen die Worte Mosis anzuzeigen,da er schreibt: Es waren Riesen auf Erden indenselben Tage», und auch nachher, da dieGähne GGttes ;u den Töchtern der Menscheneingingen, und dieselbe ihnen Rinder gebaren.Woraus erhellet, daß es zwey verschiedene Geschlech-te der Nephilim gegeben: davon eins gar zeitig inder Welt entstände!! und zu den Nachkommen Lainsgehöret; das andere aber erst.einige Jahrhundertenachher aufkommen, und eine Frucht der Vermi-schung der Söhne Sechs mit den Töchtern Lainsgewesen. Beide aber haben mutmaslich gedaurekbis zur Sündflut (8Z).
(i;o.B.) Die Wirklichkeit der Niesen ist in zweyAbhandlungen untersucht worden, deren Auszüge inder iulloire cie 1 'scsäemie ÜLS inlcriptions et Kollosletires stehen. In der ersten ton,. Ip. I;8- l 6; vornAbt Tilladet wird dieselbe vertheidiget; in der an-dern aber tom. r p. 262-269 vom Hrn. Mahudekbestritten. In des Herrn Abt Lalmets comment.littersl. wird in der rken lliit'ertst. vordem istenB.Mosis p. 2r-z; die erste Meinung weitläufig bestä-tiget. Äusser diesen Schriften handeln von den Rie-sen Theod. Ryckius cliL lle gigontibus, so Beca-num wiederlegt; welches auch vom Joh. Laßiano
oder
ü« xigsntlbur. l-o-op. in gixsntomickisTempvrsnur. (72.) LNtignik. iib. I.'
csy. z. (7;) cinirai-l: Oci Iib I; cÄn. 4. in k. I, in qua-U. 48.
IN 6en-5. 6'-/. (74) 4 tNos. IZ, zz. ?4- (7k) r Lön. L5, !I. Ier. ;7,
zz , 19. ( 76) Ub^n.n-Ibsui. Iib ;. <-gp. 4. cormoiogis sgci-. Iib. I. csy 5, §. 25.
(77) //o«--»-, (78) in lr.'.ü.äs occlck-inr-legen,. 7 7^7 iib.;. in 6 -netln.
s8n^ A»-. 4- ürcr. pbilokvp!,. c--p 8 . (81) //--ikt-'Kr«-'-- I,it1ur-.krlriilcck. roin. I. psg. ror»
(8r) in k. I. (8)) S. c. t. x. igj.