,80 iHauptstück. Die algemeine Welthistorie bis auf die Sündfiut.
lo *), fern Ueberfetzer, protogonus und Aeon (b ) nennet: davon diese die Narung vonFrüchten der Bäume erfunden.
§. 198.
Zweites ge- Derselben Kinder haben Genus und Genen (^) geheißen, und in phöm'eien ge«schlecht, wonet. Als zu ihrer Zeit eine schreckliche Dürre eingefallen, haben sie ihre Hände gen Him-mel zur Sonne (^) aufgehoben, welche sie vor den einigen Gott und Herrn des Himmels
gehal-
st gut, sondern weit besser und scheinbarer, entwe-der mit Beibehaltung der Sundflut und Herlei-,ung derselben aus einer andern Ursach, oder mitVerfälschung der Nachrichten von den NachkommenGerhtl, oder wenigstens mit Beobachtung einerwehrern Uebereinstimmung mitMosis Erzälungenhätte erreicht werben können. Daher sehr z« besor-gen, daß, wir von andern Auslegern der heidnischenFabeln mehr Weisheit der Naturlehre und Geschicht-kunde darin gesucht und denselben angedichtet wor-den, als ihre Urheber sich einfallen lassen; also auchibeydisser Deutung Ganckum'achon oder philo vorarglistiger, witziger und belesener ausgegeben werden,als sie selbst zu seyn geglaubet haben. Andere Deu-tungen dieser Geschlechtstafel stehen in Jos Scali-gers Anhang zur emcnä. temporuin p. Z4 sg. der invielen hier vorkommenden Namen gar scheinbareMutmaßungen und Fe ler der griechischen Ueberse-tzuugen vorbringt, als, daß in dem ;ten Geschlecht U-fosEsäusey, um der Thierfelle willen; daß in demz»ten Geschlecht der Name GOttes Schaddai, mitSem Wort Savgh, Feld, verwechselt sey; so wie indem loten Dagohn, Fisch, mit Dagahn Getreide:ingleichen in Sam. Bochart« FeoZr. lacr. psrc rI. L c. 17 tom. r p. 77 l ist. eä opp. des Petr- de Vil-tamanvy. Vom Sanchuniathon selbst kan nochVerglichen werden, ausser den oben (r;) angefürtenSchriftstellern, Hrn. Jac. Druckers liittor. piülosi
rrit. tom. r >1. Lzc> tg.
(*-H ) Dieser ist nicht philo der Jude, son-dern-Herennius philo, aus B^blus gebürtig, wel-cher die Historie des Sanckuniarhon aus der phä-nicischen in die griechische Sprache übersehet; vonwelcher Uebersehung Eusebius einige Stücke aufge-hoben hat, die der Bischof zu Peterbourough, HerrLumberlanS.im Jahr 1720 mit grundgelehrtenAn-merkungen besonders herausgegeben.
(N Daß diese beiden Adam und Eva seyn,erhellet nicht nur daraus, weil sie die ersten Menschengewesen, sondern auch aus den ihnen beigelegten Na-men. Denn rix«7°>°>„,c, Pcotogonos, bedeutet denErstgebornenAionaber dasLeben,welchesdie Bedeutung desselbigen im Feuere soenniiino ist;indem der mäullche Beisatz rs- im Original ein Ver-sehen des Abschreibers ist. And dieser letztere Namehat sowvl dem Laut als der Bedeutung nach mit demNamen Eva viel Asnlichkeic. Was aber unser
Schriftsteller unmittelbar beifüget, daß das Weib Eerst Frucht von Bäumen gesamlet habe; scheinet sichauf den von Eva gemachten Anfang die Frucht desverbotenen Baums zu essen, z» beziehen css).
(A) Wenn die Endung vom Worte Genus weg-gelassen wird, so komt der Klang desselben dem N"-men Lain sehr nahe: der Bedeutung nach scheintdasselbe aber sehr bequem zu seyn, den ersten »achdem ordentlichen Lauf der Natur erzeugten Menschenanzuzeigen. Und das griechische Wörter«, vonwelchem das lateinische Feno abstamt, kcmr alleinAnsehen nach vom dem hebräischen Agnnhher, indem li und 6 Buchstaben von änlicher undstufenweise verschiedener Aussprache sind, die leichtmit einander verwechselt werden, welches daSStaM-wort von dem Namen Larn ist. Gene« aber scheintnur das Weib des Genus zu bedeuten; gleichwieLasa in den bürgerlichen Gesehen soviel heisset alsdes Casus Weib l i00).
Daß aber dieser Geschichtschreiber hinzusetzet, daßTarn rmd sein Weib in Phänicien gewonck, scheinetder Erzälung Mosis zu wiedersprechen, als welcherdas Land rssod gegen Morgen von Eden setzet.Doch möchte nicht undienlichsseyn, allster beizufügen,daß man bemerket, es habe indem LandeLanaan ei-ne Stadt gelegen, Namens Lain,innerhalb derGrän-zen des Stammes Juda t»)- In den richtigste»Landkarten lieget dieselbe nicht weit V0M Meer, aNeinem Borgebirge, in der Gegend, so die Philisterlange Zeit m Besitz gehabt. Nun ist nicht glaublich,daß jemand, so seinem Geständnis nach vom Sethabgestammet, eine Stadt erbauen und mit demverhaften Namen Lain belegen svlte. Allein, das istgar wol möglich, daß diese Stadt entweder von ei-nigen dieses Geschlechts vor der Sündflut erbauetworden, und hernach diesen Namen behalten, da ih-re Ueberblcibscl wieder aufgebauet worden; zumalda von Joppen, einer andern Stadt in derselbe»Nachbarschaft, gleichfals vorgegeben wird, daß sie äl-ter sey als die Sündflut!L); oder auch, daß sie vo»den ältesten Philistern vor Josuä Zeiten erbauetworden, die vom Mirraim abgestammet, und, cb-wol fälschlich, geglaubet, wie Sanckoniarhon be-richtet, daß ste von dem Geschlecht Lain-, gewesen;daher sie denn auch dieselbe mit diesem Namen be-nennet (z).
(D) Das scheinet die erste Einfürung der Abgötte-
rey
Siehe cle vek. keyß. Llirsii, in notir oä Ilb. I. H, i5>. on 5 snc!ivnlskkon pzs, 215. teqg'
sioo) loo. cir. p. r,A. . 57, c,) kill. vor. üb, 5. c.(z)
vbi suxra p. LS§-