194 l Hauptstück. Die algemeine Welthrstorie bis auf die Süudflut.
kain zeitiger geboren worden, als höchstens nach 4vo Jahr der Welt/nach der sämarit^Nischen, oder zoo nach der hebräischen Zeitrechnung.
§. 212 .
Fortsetzung Durch diese Götter hat Manerhon, wie er sich selbst an andern Orten erkläret hak,
derselben. nichts anders als solche sterbliche Menschen verstanden, die ihrer Weisheit und Gütigkeikwegen nach einander zur königlichen Würde erhöhet, hernach aber unsterblich gemacht wot'den t). Ihre besondere Erfindungen und kluge Anordnungen, welche ihnen beim Vondiese doppelte Ehre zuwege gebracht, werden wir füglicher betrachten, wenn wir aufdieegf«prische Geschichte kommen werden. Denn außer dem, daß solches würde müssen unter«brachen werden, wenn wir es an diesem Ort versuchen wolten: so gibt es so viel Verschieden«heit der Erzalungen, in Absicht dieser sämtlichen Götter «), daß es eine vergebliche Bsrnü«hung seyn würde, die vorhergehende Tafel mit den Nachrichten der Griechen zusammenzu reimen, als welche dieselben mehr in die Zeiten nach der Sündfluk zu sehen scheinen.Denn die griechischen Schriftsteller sind sehr freigebig gewesen mit den Namen ihrerGötter, mit oder ohne Grund. Daher sie oft verschiedenen Personen einen und eben den«selbigen Namen beigelegt; welches eine grosse Verwirrung verursachet hat, die gar leichthätte können vermieden werden, wenn sie uns die eigentlichen egyptischen Namen über-liefert hätten, an stat dieselben zu übersehen. Es ist solches aber nicht der einige Fehl, inwelchem diese Schriftsteller, und sonderlich die spätern griechischen Geschichtschreiber, dieNachrichten des Manechon verderbet und verwirret haben; wie solches im folgenden be-merkt worden.
§. 2IZ.
Algemeine Da wir oben der alten Chronik der Egypter gedacht haben, so wird nicht undien-anmerkung- sich seyn, dem Leser zu berichten, daß dieser Nachricht zu folge Vrrlcamis keine ihm be«stimte Zeit habe, weil er beides Nacht und Tag erscheine (^°); die Sonne aber, Vul-kan: Sohn, dreißig tausend Jahr regieret habe; und nach demselben Sarurnus und dieandern zwölf Götter dreitausend, neunhundert, vier und achtzig Jahre. Darauf die achtHalbgötter zweihundert und siebzehn Jahre; nach welchen die dreißig Dynastien ge-folget *).
§. 214.
Vesihlus. Auf die Art haben wir denn die erheblichsten Stücke der Geschichte zusammen getra«
gen, so in heidnischen Schriftstellern von den Zeiten vor der Sündstut angetroffen wer-den. Ob nun gleich einige derselben ziemliche Merkmale der Glaubwürdigkeit haben: stglauben wir doch, daß der gröste Theil davon wenig Beifal zu verdienen scheinen wird. Daindessen doch alles, was den geringsten Anspruch auf ein so grosses Altertum machen kau,notwendig reizend und merkwürdig seyn muS: so hoffen wir, unsere Arbeit der Samlungderselben werde nicht für ganz unnüh gehalten werden.
Sechster
,) -pva Luk-d. 4 « pmepswt. Lu. Ilb. >. csp. 1. pzz. 45. Äk. Iii>.p. 8 > «) ibidem k>. «"
-r) tmioincvn Vclur Lpud Lyncel. p. 5l- errkrem. ßraüc. p. 6 .
<,60. A) Von der Zeitrechnung dieser alten egp- wird, Mus Nur von einem gründeten, wenigstens»tischen Lhromk und derselben Vergleichung mit alten Anspruch auf ein hohes Altertum verstände»rNanerhone ist Hrn des vignoles chronol. III,. ü und darauf eingeschränkt werden: sonst tönten A»'rk. 4 sonderlich §.3. 4 L p Sz; feg. 659 leg. nii und anderer änliche Erdichtungen gleiche A»bnachzusehen. Was im folgenden alhier gemeldet merksanikeit erwarten.