Von der Sundflut.
Sechster Abschnit.
Von -er Sün-slut.
^schreibung der Söndflutnach der Erzainng Moste «i;.
Algeinciiihcit derselben sind viele Zeugnissevey den Profanscribenttn zu finden 216.
Dieselbe wird mit verschiedenen Gründen erwiesen -17.< 0 >e Frage: Woher so viel Wasser gekommen, als rueiner solchen Uebcrschmemimmg nötig gewesen, hatallerdings ihre Schwierigkeit ->8.
^"/„Auflösung dieser Frage sind die alten und neuenMlehrlen aus mancherlei) Meinungen geraten, wel-^ che h>er angefuret werdcii 219.
Insbesondere wird die Minung des Burner vorgetra-gen 220.geprufet aal.
und als ungegröiibct befunden 222.
Daraus wird rvhistons Meinung -r-.'
Inhalt.
samt den dagegen gemachten Einwürfen vorgetra-Dagegen gezeigek, daß die Sündflut ein ansservrdent-liches Werk GOttes gewesen, welches sich nach phs-sicalischen und mechanischen Regeln nicht beurthei-len lasse 225.
Es wird darauf der Kasten Noah in Betrachtung ge-zogen, und zwar sowol nach seiner Grösse und Fi-gur 226.
nach den dazu gebrauchten Materialien 227.
als auch dem Orte, wo ? 22g.
und der Zeit, wenn er gcbauet worden 219.
Eingang des Nväh in diese» Kasten n;o.und nach Mrflicssung einiger Monate verlast ee
IHN 2ZI.
Schluss,imcrkmig von den Nachrichten der Perser undIndianer von der Sundflut -r-.
§. 2IZ.
irekzehnhundert und einige Jahre, nachdem die Erde erschaffen und bewonk worden, Kurze nach.ward sie von einer Wasserflut überschwemmet und verwüstet. Es war bis keine der
Ueberschwemmung, die nur ein einzeles Volk betraf, oder sich blos über eine beson- "dere Gegend erstreckte; sondern sie überzog die Fläche des gesamten Erdbodens, von einemPol zum andern, und vom Morgen zum Abend, und zwar in einer so ungemeinen Höhe,baß die Gipfel der höchsten Gebirge von den Fluten überflössen wurden: indem der Regenganz ungewönlich stark Herabsiel, und die Quellen der grossen Tiefe geöffnet wurden, so daßeine algemeine Zerstörung und Verwüstung über die Erde und waöausderselbenwar, Men-schen und andre lebendige Geschöpfe, ergieng; den einigen Noah und sein Geschlecht aus-genommen, so durch eine besondre götliche Vorsehung in einem gewissen Kasten oder Schifferhalten wurde, nebst den Gattungen lebendiger Geschöpfe, die er indessen zu sich genom-men. Als diese Gewässer eine Zeitlang über dem Erdboden gestürmt hatten; fiengen siean zu sinken und sich zu verlieren: so daß, nachdem die grossen Stürme und heftigen Bewe-gungen dieser Tiefe, oder dieses Abgrundes, almälich stille wurden, die Gemäßer sich wiederin ihre unterirdische Gänge und Holen zurück zogen; hingegen die Berge und Felder ficht«bar zu werden anfingen, und die ganze wonbare Erde irr die Gestalt und Verfassung kam,worin wir sie jetzt sehen. Da entstand die Welt von neuem, und von dem kleinen Ueber«reff in dem Kasten erhalten worden, ward das gegenwärtige Geschlecht der Menschesund Thiere in den bekanten Theilen der Erde fortgepflanzt. So gieng die alte Welt zugründe, und aus ihren Trümmern und Ueberbleibseln entsprung die gegenwärtige ?). DiSist die kurzgefaste Geschichte der grösten Begebenheit, die sich je in der Welt zugetragen,der grösten Umkerung, und der grösten Veränderung in der Natur: welche daher mit Rechtune genauere Betrachtung nach allen ihren Umständen verdienet.
Bb 2
§. 2l6.
L'keory 8.1. «l>. »-