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Erster Theil.
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6 Abschmt. Von der Sündsiut. 20z

Sündflut verschaffen können, die Hauptursach derselben doch kn der Veränderung destelpunktö der Erde bestanden babe. Daß derselbe näher gegen die Mitte oder den Mittel-punkt unsers festen Landes gesetzt worden, worauf das atlantische und sogenante friedfer,tige oder stille Meer notwendig gegen den unterirdischen Äbgrund drücken, und dadurchdie Gewässer in die Höhe treiben, und nötigen müssen, aus den weiten Schlünden und Off.nungen hervorzuquellen, welche von der Almacht verursachet worden durch Aufbrechung derQuellen der grossen Tiefe. Nachdem sich diese Wasser dergestalt aus den Öffnungen derBrunnen auf Erden ergossen, konten sie nicht wieder in die See abstießen, weil die abhän-gige Beschaffenheit der Erde, durch Verrückung ihres Mittelpunkts, verändert worden, son-dern musten notwendig über der Erden stehen bleiben, und sie überschwemmen; nachher a-ber, als die Erde ihren vorigen Mittelpunkt wiederbekommen, in ihre vorigen Behältnisse zu«rück keren. Diese angenomne Meinung ertheilt eine gute und leichte Auflösung aller Um-stände bey der Sündflut, bis auf die Algemeinheit derselben; indem sie dadurch in eine be-sondere Gegend und auf unser festes Land eingeschränket wird. Daher ein sehr scharfsinni-ger Naturkündiger, der diese Meinung sonst billiget, einen sechsten Weg vorschlägt, dieselbeZU erklären so darin bestehet, daß man annimt: die gütliche Macht habe damals durch Ver-mittelung einer uns anjetzo unbekanten natürlichen wirkenden Ursach die Oberfläche desWeltmers dergestalt gedrückt, daß die Gewässer des Abgrundes durch die obgedachten Ca-»rale und Öffnungen hervor getrieben, und also zu einem Theil der Mittelursachen der Sünd-flut gemacht worden. So viel ist durch Erfanmgen klar, daß es nach dem Lauf der Naturzuweilen dergleichen außerordentlichen Druck der Oberfläche des Weltmers (*) giebt, wo-durch das Wasser gezwungen wird, bis zu einer ziemlichen Höhe über seine Ufer auszutre-ten «) *). Doch dis, fürchten wir, ist eine zu verborgene Ursach, als daß sie der Untersu-chung eines Welrweisen ein sonderliches Gnügen thun solle (^).

Ec s §. 220.

st L-rzu öilcou» x>. 1)7. ly,

(L> Wir hatten auf unsern Küsten vernicht garJahren eine außerordentliche Flut, in welcherAs Wasser so hoch stieg, es alle Seegestade über-

iHwemniete, eine Menge Vieh ersäufte, und die un-«ren Zimmer von den Häusern mancher nahe anver See gelegenen Dörfer anfullete, so daß die Ein-?°ner sich zu retten in die obern Zimmer und Bö-^ stiehen müssen. Wie solches aber habe können^bewerkstelligetwerden, ohne durch einen ungewönli-MN Druck auf die Oberfläche des Meers, kan flchunser Verfasser (?s) nicht wol vorstellen.

(* -H.) Daß durch Erdbeben Wasserfluten ent-stehen können, das haben die Indianer zuweilen er-kren. Ant. -^errera redet von einem in Lnbaentstandenen Erdbeben, wodurch die See vier FadenVvch, und von noch einem andern, wodurch sie vier-ten Faden über ihren gewönlichen Stand gettie-een worden.

, düz.B.) Mehrere Mutmassunqen und Ver-lache, die innere Erweislichkeit der Sündflut darzu-chfln, durch vorgestelte Begreiflichkeit und Möglich-st derselben, können nachgesehen werden in Iae.Turins äilcvure tiritorigues lur tes evencweu«

t 74 )K-!/-l.c.csx. 2. p. 1^4.

öu vienx st äu nouvesn kell. tom. i'älkc. 8 undPatr. Delany Unters, der Gffenb. Abband!, ic,bis i r. Lehterer fleht die Sündflut als ein Mittelan,den Fluch GOttes vom Erdboden zu nemen: erste-rer aber als eine Wirkung und völlige Bewerkstelli-gunq des nach dem Sündenfal über den Erdbodenausgesprochenen Fluchs. Eine der scheinbarste»Mutmaßungen, ausser den alhier angefürten, ist diesckeümzeristbe, so darin besteht, daß bey einemschnellen Stilstand derEcden in ihrer Drehung, diemit, auf und in derselben bewegtet» Wasser sich not-wendig nicht nur noch eine geraume Zeit lang fort-bewegen, sondern auch übertreten und aus ihrenstilstehenden Behältnissen austteten müssen. Al-lein es hat dieselbe mit den übrigen den doppelten Fe-ier gemein, daß dabey theils eiiiWunderwerk scharfsin-nigen und der Naturiehre, auch Bewegungsgefthe»kundigen Forschern begreiflich zu machen, ein ande-res, wo nicht noch mehr, doch wenigstens eben so un-begreifliches Wunderwerk, mit Aufhebung der Be-wegungögesehe, angenommen wird: theils, dem obn-eracbtet, der mosaischen ErMn- dadurch keinGnügen geschiehet.