Band 
Erster Theil.
Seite
218
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2i8 I Hauptstück, Die algememe Welthistorie bis auf die Sündfiut.

J d ^ strecket habe. Allein, die Rechtgläubigen unter ihnen gestehen diese algemeine UeberschnM«

r>. L. <s.rs97. mu^g jy welcher das ganze menschliche Geschlecht untergegangen, nur eine geringe An-zal ausgenommen, die durch götliche Vorsehung erhalten worden, und daß dieselbe vonGOtt geschickt worden, die Sünden der Menschen zu strafen, unter welchen einer, mit Na-men Malens, ein rechtes Ungeheur der Bosheit und Gotlosigkeit gewesen. Sie erzälendabey den seltsamen Umstand, daß die erstem Gewässer der Sündfiut aus dem Ofen !eines alten Weibes, welche Zala Cufa geheissen'), hervorgequollen *).

Eben dieser Schriftsteller wil uns versichern, daß die Indianer von keiner Sünd/flut etwas wissen wollen. Welches doch nicht von allen durchgängig verstanden werdenmus; denn die Brammen geben vor, daß die vier Stämme, aus welchen das erstemenschliche Geschlecht bestanden, von ihrer anfänglichen Unschuld abgelassen und aus der Artgeschlagen wären: indem die Priester den Gottesdienst versäumet, die Kriegsleute ausge-lassen und gewaltthätig worden, die Kaufleute im Handel Betrug verübet und falsch Ge-wicht gebraucht, die Künstler aber den Verdienst ihrer Arbeit in Schwelgcrey und Ueppig-keit durchgebracht, ja jedermans Gotlosigkeit und Bosheit so hoch gestiegen, daß GOtteSgerechter Zorn entbrant , und er eine Flut gesandt, so alle Völker ohne Ausname vertilget.Worauf GOTT, das menschliche Geschlecht zu erneuern, drey Personen erschaffen, vongrösserer Volkommenheit als die vorhergehenden gewesen. Einem derselben, NamensBremaw, habe er die Macht ertheilet, Menschen und Thiere zu erschaffen, so er auch der-gestalt bewerkstelliget, daß das erste Par Menschen, einer aus si'iner rechten Seite, derandere aber aus der linken hervorgekommen. Der Man sey Manow, das Weib aberCeceroupa genant worden, und durch dieselben sey die Erde wieder bevölkert wor-den H. Doch mus hierbey angemerket werden, daß diese Völker verschiedene wechfflsweisegeschehene Zerstörungen und Erneurungen des menschlichen Geschlechts glauben; ja, daßeinige unter ihnen vorgeben, es seyn wenigstens drey Zerstörungen durch Wasser vorgegangen,und daß noch eine andere durch eben diö Element bevorstehe /).

Sieben-

-) <ie religlons veter. p-rs-rum c. lv. sacl sccount vf rke r-IIxion of rbe p-rler p. y.

VUcourle of rke ki>nl.in reii^on c. 6. 7. /) kropag. okrke in rke ezü xart. 1. 1-rr.Siehe auch

die Einleitung § 7Sig. 9.72.1g.

(N) Mohammed hat diesen Umstand daher ent-lener, und denselben seinem Roran einverleibet (.4?)-Die Ausleger sagen, daß solches das Zeichen gewe-sen, woran V 7 oah den Einbruch der Sündfiut er-füllt habe (44) Ja, einige geben vor. daß es ebenderselbe Ofen gewesen sey, dessen sich Eva bedient, ihrDrod zu backen, und der von anderer Gestalt gewe-sen, als heut zu -rage unsere Backöfen find , indemer seine Oefnung oben gehabt; und dieser Ofen sey

von einem Erzvater auf den andern gekommen, bisendlich zum Nloah (4;).

Das Wort Tannur, welches hier durchGfen übersetzet worden, bedeutet auch so viel alsden Erdboden, oder einen Platz, in welchem sich dasWasser samlet, und daraus wieder ablaust. DaherMemen einige, daß mir diesem Wort allein auf die-jenige Oefnuug gefielet werde, aus welcher zur Zeitder Sündfiut dasWasser zuerst herausgebrochen <46).

(4z) Licorsn. c. II- v. 40, c. SZ. v rg. (44) Ssthk in ^Icorin 9. Z40. (gx) O'LttLr/er bibl.

vrienr. srt. dlvsk. Siehe in 9. 178.