7 Abjchmt. Von dem Zustande der Welt vor der Sündflut ;c. 219
Siebenter Abschnit.
Von dem Zustande der Welt vor der Sündfiut, und den da-durch verursachten Veränderungen auf der Erde.
Es ist der Zustand der ersten Welt einer Untersuchungwürdig und zwar ^ ^ ^
>) Der Religion der Menschen vor der Sundflut
§. rz;.
Der Künste und Wissenschaften §. 2;S.
1 ) Der Poltcey §-«z7- . . .
4 ) Der natürlichen Beschaffenheit des Erdbodensund dessen Fruchtbarkeit §. rzs.
Inhalt.
r) Des hohen menschliche» Alters §. rzy- Mb derUrsachen desselben r. -40. nebst beigefügterPrüfung der Meinungen Burners §. 24 . undwhistons §. »4-. -4i. -44 und Frage:
>) Ob vor der Sündflut ein Regenbogen betankgewesen? §.,45.
s) Ob die Leute vor der Sündflut Fleisch geges-sen §244.
^«Air können die Geschichte der ersten Welt nicht verlassen, ohne im Vorbeigehen auf Der Zustand» den Zustand der Menschen vor der Sündflut, und auf die Veränderungen, so durch ^ svsten Welt? diese Überschwemmung in der Natur vorgegangen, einen Blick zu thun. Der^ch"«« "wär!Gottesdienst, das gemeine Wesen, die Künste und Wissenschaften dieser ersten Menschen big.würden eine reizende Abhandlung ausmachen, wenn nicht der gröste Theil alles dessen,was sich davon sagen läst, auf einige wenige Mutmaßungen hinaus liefe.
. . §. 2Z5.
Das einige, was wir von den gotteödienstlichen Gebräuchen derselben wissen, ist, Religion derdaß sie, und zwar gar zeitig, Opfer dargebracht, beides von Früchten der Erden und von AchdA" vorThieren; ob aber das Blut und Fleisch der Thiere, oder nur ihre Milch und Wolle geopfert '
Worden, ist ein Streit, den wir an einem andern Ort untersuchen wollen. Es habeneinige zu erweisen gesucht, daß alle Erzväter vom Adam an bestimte Oerter und gesetztejärliche und wöchentliche Zeiten des öffentlichen Gottesdienstes gehabt, wie auch einen aus-gesetzten Unterhalt der Priester. Welche sonderbare Umstände insgesamt wahr seyn mö-gen, ob sie gleich aus der Schrift nicht ausgemacht werden können. Was aber nochseltsamer ist, so behaupten sie den eigentlichen Tag der Woche zu wissen, an welchem derRuhetag vor der Sündflut begangen worden, daß solches der christliche Ruhetag oderSontag gewesen sey Wie grundlos aber und wilkürlich diese Vorstellung sey, wollen wirbey bequemer Gelegenheit zeigen (^).
§. 2g6.
Von den Künsten und Wissenschaften dieser Leute haben wir nicht viel mehr zu mel- . Derselbenden. Sie scheinen ihre Zeit mehr mit Ueppigkeit und Schwelgerey hingebracht zu haben,
Ee 2 dazu
7 //) öoÄrme ob tlre obLu§lanä eoncerrnnZ rlie T.orZ§ 63/. bcripture Oironol. p. 6»
(17L. B-) Wie aus i Mas r, r.z. „nd 2 Mos monatliche und järliche Feste begangen, oder die Neu-rs, rz. r,;. Lc>, 8 :c. sehr warscheinlich ist, daß die Monden und den Anfang des Jahres gefeiert habe.Svttesdienstliche Feier eines Tages in der Wochen, Von dem Gottesdienst der ersten Erzvater ist aus-Und zwar des ?ten, schon vor der Sundflut üblich ge- ser den oben bereits angefürren Schriften § 164.Wesen, weiches selbst die aus i Mos. 8, ro. ,2 er- Anm. >2.4 und §.i8i Anm. iz8, und den volständi-weisliche Gewonheir der Wochen zu bestätigen schei- gen Kirchenhjst alt. Testam. zu vergleichen Balrk».Net: so wird theils aus der ebenfals unleugbaren Bebelii ecclests snteäiinmsns vera ct tUls,Eincheilung der Jahre in Monate iMos 8,4 lz Fried. Ad. Lampen« Gnadenbunv rter Tl».verglichen mit 1 Mos >, 14, theils aus i Mos 4, z 2rstes -Hauprst. p. 766. sqq. und Wilh Momma'Ucht unwarscheinlich geniutmasset, daß man damals occon. Patriarch, ct tek. vet. ac noui lib. l c. 4. z.