Band 
Erster Theil.
Seite
225
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7 Abschritt. Von dem Zustande der Welt bor der Sündflut. 22Z

§. 241.

Gleichwie D. Burnet die Fruchtbarkeit und den paradljrsthen Zustand der er- Die verände-sten Erde einer beständigen Gleichheit der Tage und Nächte zuschreibet, die von der graden M durck d>oder parallelen Stellung gegen die Sonne hergerüret haben sol: also vermeinet er auch, die sündflut nachUnfruchtbarkeit der gegenwärtigen Erde, und die Schädlichkeit unserer Luft, sey der Un-Durnets mei-gleichheit der Jahreszeiten zuzuschreiben, welche durch die Sündflut entstanden, da die Erde, """ 2 'Nachdem sie zerbrochen und erschüttert worden, ihr Gleichgewicht verloren, und in die schrägeUrge gefallen, die sie nunmehr» hat"); woraus eine ungleiche Mischung der tust, heftigeAusdünstungen, Lufterscheinungen, Donner, Blitzen, Regen- Schnee, Hagel, Eis, Sturm-winde und dergleichen mehr entstanden, so der Erde vorher unbekant gewesen, und einenmerklichen Versal der Natur verursachen, auch nach und nach das menschliche Leben verkür- .ien *).

§' 242.

Herr liVhiston ist eben derselben Meinung in Absicht des verschiedenen Zustandesder Luft vor und nach der Sündflut, und der daher kürenden Wirkungen fowol in mensch- nung.iichei, Leibern , als den Früchten der Erde ; giebt aber von beidem sehr verschiedene Ursachenan. Er meinet, die Reinigkeit und Gleichheit der Luft vor der Sündflut seyen die natürli-che und ordentliche Eigenschaften einer ursprünglichen Erde gewesen, dergleichen man ver-nünftiger Weise bey einer Welt erwarten können, die frisch aus den Handen ihres Schö-pfers gekommen, und dergleichen überhaupt alle unsere Mitplaneken, sonderlich unserNachbar, der Mond, so weit wir bemerken können, allem Ansehen nach anfänglich gehabt,und bisher behalten. So daß alles, was man von ihm mit Recht verlangen kan, darin be-stehet, daß er die entgegenstehende Beschaffenheit der Erde, die wir gnugsam empfinden müs-sen, und durch was vor Mittel dieselbe vor der Sündflut veranlasset werden können, be-greiflich mache >). Und das suchet er nun zu bewerkstelligen, indem er vermeinet, i. daßder Csmct, der seiner Meinung nach die Ursache der Sündflut gewesen, bey dem Vorüber»gang der Erde durch sein Anziehen die järliche Bewegung derselben beschleuniget, und ihrevormals cirkelrunde Lausban in eine elliptische verwandelt habe *). 2. Daß die Erde

bey der Sündflut eine erstaunliche Last grober, höchst verschiedener und wüster Theile, damitdie einem Chaos änliche Dunstkugel des Tomeren angefüllet gewesen, mit sich weggefü-vet; davon ein Theil in unsere Lust aufgenommen worden, der andere Theil aber sich mitden Wassern, so von dem Comeren herkommen, vermischet, gesetzt, und die Oberfläche der Er-de mit einer neuen Rinde umgeben; welche durch den Koth und Sand, der mit dem unter-irdischen Wasser fortgefüret, auch von den Bergen abgespület worden, einigen Zusatz be-kommen «).

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§. 24z. ^

Diese zwey grosse Veränderungen in der Körperwelt haben notwendig sehr wichtige Fortsetzn««Folgen nach sich stehen müssen. Diejenige, so mit der Laufban der Erde vorgegangen, hat^tteiben.ausser der Veränderung der Beschaffenheit des Jahres (^), durch die grössere Entfernung

unserer

")Skehe vbeN§ 22O. x>3g. r6A. , , Ls-se-il'Keor/I'lb. 2. csx», s.z. I'lieory

r) ibiäsm p. S07. 6) ikulem p. 275. 417.

. (R) Das Jahr vor der Sündflut ist nach seiner he gleich gewesen, und über zehen Tage, oder nochMeinung dem völligen Abschnit der Zeit nach un- eigentlicher 10 Tage, i Stunde, rg Minuten und ei-in'n, gegenwärtigen, auch alten Mondenjahre, beina- ne halbe kürzer gewesen, als unser gegenwärtiges

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