Band 
Erster Theil.
Seite
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Lr6 i Hauptstück. Die algemeiste AZelchistone bis auf die Sündstut.

unserer Erde von der Sonne, eine merkliche Verminderung der Wärme von diesem licht ver-ursachen müssen, welche, seiner Rechnung nach, vor der Sündstut 2zmal stärker gewesen sey"mus, als nach derselben ^). Der ursprüngliche Boden hat unter diesem neuen Sah oberEntstandenen Rinde begraben werden müssen , welche Schale er auf io; Fus dick zu sey"ausrechnet *), und darin der fruchtbare Schleim viel dünner gestreuet gewesen, als vor derSündstut. Aus Erwegung dieser Umstände, wie auch der grossen Dämpfung des Einflus-ses der innern Eemralhitze, sowol durch die Wasser der Sündstut als durch die Befestigung-es neuentstandenen Satzes, folget ganz natürlich, daß unsere gegenwärtige Erde bey wei-ten nicht so fruchtbar und ergiebig seyn kau in ihren Früchten, als die vor der Sündstut ge-wesen -i). Diese Meinung, daß die Erde durch die Sündstut eine neue Rinde erhalten, kaubeiläufig auch die vorhin gemeldete Erfarungen erklären von den Geribben, Zähnen und Mu-scheln der Fische, auch andern Geschöpfen des Wassers und Gewächsen, welche so häufig aus-gegraben werden, selbst auf Bergen, und an Orten, die vom Meer weit entlegen sindDie aus höchst verschiedenen und fremden Theilen gemischte Zusammensetzung unserer gegen-wärtigen groben Dunstkugel, die gleichfalö von dem Cometen hergerüret, hat notwendiggrosse Unordnungen und Verschlimmerungen in der Mischung und Beschaffenheit der Luftverursachen müssen. Denn da der Unterschied des Climarie nicht blos auf der Wärme derSonnen oder der Beschaffenheit der Lust, sondern zum theil auf diesen hitzenden und kälten-den Mischungen beruhet, so sich darin ziemlich unstat befinden; unsere Luft auch in den Hess-sen Gegenden mit schwefeligen und salzigen, in den kalten aber mit salpetrigen und frostigenAusdünstungen angefüllet ist, die durch das Wehen der Winde aus einer Gegend in die an-dere gefüret werden können: so lassen sich die schnellen Veränderungen der Lust und Abwech-selungen der Hitze und Kälte, die uns so empfindlich sind, daraus sehr leicht erklären. Undeben diese Mischungen salpetriger, schweflicher und andrer fremden Ausdünstungen, könnengleichfalö diese Entzündungen, Lufterscheinungen, Donner, Blitz, Wolken, Regen, Wind,Sturm veranlassen, die bey uns so gemein sind, von welchen und ihren schädlichen Wirkun-gen die reine und gleichförmige Luft vor der Sündstut volkommen frey gewesen /).

§. 244.

Abwesenheit Da nun von diesen beiden Theoristen behauptet wird, daß es damals, wenigstensdes regens in den bewonten Theilen der ersten Erde, keinen Regen gegeben: so wird billig gefraget,meMunar?" was sie vor Mittel erfunden, dieselbe mit Wasser zu versehen. Herr whiston, welcher zu-giebt, daß es damals Flüsse, Teiche und Seen, obgleich kein grosses Weltmeer, gegeben, be-werkstelliget solches mit geringer Schwierigkeit. Indem er vermeinet, daß die Dünste, wel-che die Sonne des Tages über aufgezogen, zwar der reinen und dünnen Beschaffenheit derLuft wegen nicht verdicket werden und in Regen herabfallen können, indessen doch die Nachthindurch durch ordentliche und gelinde Nebel wieder auf die Erde gefallen §). Allein,D. Burnec, in dessen anfänglichen Erde es weder Berge noch Meere (^) gegeben, hin-gegen

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Sonnenjahr; doch hat es Z§o Tage enthalten, dieaber nur ZZ5 Tagen, 4 Stunden und ohngefär 20Minuten unserer gegenwärtigen Tage gleich gewe-sen : indem die tägliche Bewegung der Erden lang-samer worden, folglich unsere Tage in gleichem Ver-

hältnis verlängert worden, theils durch die Mengefremder Materie, so bey der Sündstut von demLometen herkommen, theils aber von einer andernUrsach.

(S) Vor diese Beschaffenheit der anfänglichen Er-de