8 Abschmt. Eine Untersuchung von der Lage des Gebirges Ararat rc. 2 zz
Fest begangen, wo sie geglaubet, daß der Kasten geruhet habe. Allein, im Jahr Christi??6 wurde dieses Kloster samt der Kirche und einer zalreichen darin befindlichen Versam-«ung vom Donner zerstöret *). Seit welcher Zeit vermutlich das Ansehen dieser Ueberlie-strung abgenommen, und einer andern Platz gemacht, die jetzo die Oberhand hat.
§. 252.
Die andere Meinung demnach setzet den Berg Ararat gegen die Mitte von Arme- Zweite"ien, nahe bey dem FlusAraxes, oder Aras, über 280 Meilen von dem Gebirge Al Iudi,"""^nordostwärts.
Hieronymus scheinet der erste gewesen zu seyn, der dieser Ueberlieferung gedenket.Atarar, schreibet dieser Kirchenvater, ist ein flaches Land von unglaublicher Fruchtbarkeit,durch welches der Araxes stießet, unten an dem Gebirge Taurus, welches sich bis so weiterstrecket. Daher sind durch die Berge Ararat, worauf die Arche geruhet, nicht die ar-menischen Berge überhaupt zu verstehen, sondern die höchsten Berge des Taurus, vonwelchen man die Gefilde Ararar übersehen kan ?). Dieses sind mutmaßlich die oben ge-meldete Ebenen, von welchen das ganze Land seinen Namen bekommen. Ein gewisserSchriftsteller der.miclern Zeit bemerket, daß nahe bey der Stadt LTlaruan , oder V 7 akl),chirvan, die Berge seyn, aufweichen die Arche geruhet, an deren Fus der Araxes flies-se -); und seit derselben Zeit reden alle Reisende dieser Gegend von keinem andern Gebir-ge Ararat, als von diesem.
Diese Ueberlieferung würde mit der vorhergehenden gleiches Altertum haben,wenn wir versichert seyn könten, daß es der hohe Berg Baris ( 3 ), in der ProvinzMinpas(^) in Armenien gewesen, zu welchem, vermöge einer alten Ueberlieferung,die Nicolaus von Damast» ") berichtet, viel Leute zur Zeit der Sündflut ihre Zu-flucht genommen, als zu einem Heiligtum, und auf dessen Gipfel ein gewisser Man mitseinem Schiffe gestrandet. Gleichwie es nun nichts neues ist, daß man einerley alte Ueber-bleibsel an zwey verschiedenen Orten zu gleicher Zeit antrift: so versichert auch dieser Schrift-steller,
2) Siehe cliron L>-o»H/)p2krii>rcIi. Ircolilt. npuö Hff-Mgnmim in bibllorli. orient. kom. 2. p. IfZ. 7)in leC. Z 7 - 2) IHtaris c.qjj- ») spuü »nricj.NK. l. c. 4.
, (Z) Bochart (66) ist der Meinung, daß das Wort pels Baris, und der Berge (69) Imbar und Ni-Baris in der armenischen Sprache so viel beben, bar in derselben Gegend, obgleich ihre eigentlichete als der -Herabgang oder Ausgang, Lage sehr ungewis ist, darauf gezielet sey, sowol als
wie dieses Volk den Ort sol genant haben, wvNo- mit dem Namen Lubar beim Epiphanio (7»).ah aus dem Kasten gegangen (67); hat auch ein ara-bisches Wort gefunden, von eben derselben Beden- ( 7 t), Es wollen einige behaupten, daß man an stak
tung, welches beinahe einerley Lauthat. Wir zwei- Msnias schreiben müsse Mplias (71); das ersterefein aber gar sehr, daß er ein armenische« würde ha- scheinet aber die rechte Leseart zu seyn, weil in derben finden können. Bardsr bedeutet in dieser heiligen Schrift Minni mit Ararat verbundenSpräche hoch, und kan diesem Berge seiner ausser- wird (72)- Hr. Isaac Newton machet aus A<ordentlichen Höhe wegen seyn beigeleget worden; rarat Minni einen Namen. Und vieleicht ist Ar,welches doch nur eine Mutmassung ist. Andere menia nur zusammen gezogen, ober zusammen ge,ober geben vor, daß Baris in der egyptischen Spra- setzt aus -Har und Minni, so den Berg oder dasHe so viel als ein Schis bedeute (.68), und meinen bergige Lang Minni bedeutet (7z >. Ob wol die Ar-cher, daß sich dieser Name auf die Arche Noah menier selbst diesen Namen vom Aram, einem ih-orziehe, ja daß auch in der Benennung des Tem- rer Könige, herleiten (74).
in pkglkA lik. I. c. z. (67) loc. cik. cle Io.lL ljebr. r» lnteryrekLklone klierons-
m>. (68) Lucerp. (69) >ip 7Y^. er 8-);. (70) S-
mikceU. s l. I. c. 4. (71) ,-l^uä 8-rks>. in 8repk. voce (7») Jerew. > 7 .
(7z) LUronol. pgg. Z2Z. (74) .'lTloT?/ Kilt, armen. p. 4^,
A.W.H.I Theil Gg