2Z4 I Hauptst. Die algememe Welthistone bis auf die Sundflut. !
steller, daß man auf dem Berge Baris verschiedene Trümmer von diesem Schiffe geraumeZeit nachher gesehen habe, nachdem es dasiibst gestrandet ^). Allein, eben dieser Umstandkan als ein Einwurf dagegen eingewandt werden, daß Baris der lehtgemeldete Berg sey,als welcher ganz unzugänglich gewesen seyn sol. Indessen zeiget man an dem Fus dessel-ben gleichfals eine Stadt, mit Namen Leinain, so dem Wort Shemonah ziemlich na- j
he komt, welches achte bedeutet, als die Zahl der Menschen, welche aus dem Kasten ge-kommen, und diese Stadt, nach dem Bericht der Armenier, erbauet haben -h.
§. 2ZZ.
Einwurfda- Es ist zwar in der That in einer neuern Reisebeschreibung ein Einwurf gemacht wor- 'Segen. den, dadurch beide Ueberlieferungen verwerflich gemacht werden tönten; indem derselben Ver-fasser meld t, er könne nicht finden, woher die Taube ein Oelblat habe bekommen können, wennman anneme, daß die Arche stck auf einem der armenischen Berge niedergelassen, weil inderselben ganzen Gegend kein Oelbaum anzutreffen sey -), auch nicht, wie er meldet, irgend-wo in ganz Assen, jenseit Aieppo; einen einigen Ort, nahe bey Casbin in persscn, ausge-nommen -l). Allein, diese Sache scheinet sich ehemals ganz anders verhalten zu haben, in-dem die heilige Schrift Assyrien als ein Land von Oelbäumen beschreibet §); auch berichtetwird, daß Oelbaume in Gogarena, einer Provinz von Armenien, gewachsen Einanderer aber hat bemerket, daß dieser Berg oben so spitzig zugehe, daß es schwer zu begrei-fen sty, wie die Wasser der Sündflut sich geschwind genug verlaufen können, als der Kastenoben über demselben gestanden, ihn darauf zu lassen
§. 254.
DieArmenier Die Armenier aber sind durch keine Gründe zu überzeugen, daß dieses nicht der ei-U"g"AA"gentliche Berg seyn solte, auf welchem die Arche geruhet. Sie nennen denselben Ma-sse^), und leiten d.iese Benennung her von Amassa dem dritten Nachfolger voMHaikh 0, dem Stifter ihres Volks. Die Türken nennen ihn Agri dagh, das ist, denstarken oder grossen Bergdesgleichen auch parrnak daghi, den Fingerberg, in Ab-sicht
/') /«/?/,-, anrign. Ilb. I. c. 4. c) I. c. 7 -,»,vo/SZ« lercre 7.
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nvkir r>6 äik-rsx p. -Z7. 7) -r/s/" l>. 47- -») Haveln p zz. vo^gxe
eilperle rein. 1. p. 157. Tsnene/ve/ vdi tu^ra.
(D) Diese Abstammung des Worts wiederlegetCkardin» armenische Herleitung desselben vornMas oder Mesheck, Japbcrs Sohn, den diesesVolt, seinem Bericht nach, vor ihren Stifter haltensol: ungleichen desselben persische Hcrleitung vonAnr, so ein arabisch Wort ist, welches theuer undgeliebt bedeutet <7;). Doch kan dis letztere ein Bei-name dieses Berges gewesen seyn, indem er in einerReisebeschreibung Ass Mast» genant wird (76). sovieleicht ein Feier ist an stgr Ari) Mast». In an-dern Reisebestbreibungm wird derselbe Berg Messt»
Gaur (77! undMasesnsar (78) qenantmnd vorgege-ben, es bedeute solches den Berg üer Arche, Doch
(75) vvysge en kerlervin I. Pag. ,57, voxago r. 2. c. 2. <76) I-, pnr.bas?. 2. n 1417-
i77) vbi supra. vuyaxes lib. l. e. 4. 178) <7e?«e//. V07-A« r. 2. j! c!>!>l>, --
(7>-1 k7--//s^»geoLrsyk, anr-gu. vol. 2. lib. z cap, n.p 2;».
solches ist ebenfals ein Feler: denn obgleich dieArmenier einen Berg Gar nennen: so heist Ma-st» noch nicht eine Arche. Es hätte daher Mast»Gar sollen geschrieben werden, welches nichts wei-ter bedeutet als der Berg Mast», Doch derglei-chen Feler sind in Reisebeschreibungen unzälig, in-dem Reisende selten der Sprache der Länder kundigsind, die sie besuchen.
Aus Mast» ist ohne Zweifel der Alten mon»b-lotnis entstanden, wovon sie die Lage mit eben sovieler Ungewisheit bestimmen, als von den neuerngeschiehet (79).