Band 
Erster Theil.
Seite
235
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8 Abschirrt. Eine Ilutersuchurrg vott der Lage des Gebirges Ararat rc. 2 z;

bcht auf seine Gestalt ( 2 ) «) *). Es liegtderselbe ohngefär zwölf Meilen ostwärts, oder viel-mehr stldostwärtS von Erivan °), und zwey kurze Tagereisen von Ejmiadzm, oder den dreyKirchen; vom Aras aber vier Meilen -), und von ^Jakhchuvan zehrn Meilen nord-westwärts l?) (^). Hier müssen wir einen Feler der neuern sowol als alten Erdbeschreiber be-merken, die diesen Berg verschiedene Grad weiter nach Abend gesetzt, als er wirklich stehet.

Dieser Feler derselben hat manche Geschichtschreiber verleitet, das Gebirge Ararat an*deröwo zu suchen, weil sie denjenigen Ort, so die Landkarten demselben anweisen, mit der hei-len Schrift nicht zusammen reimen können. Der Herr Walter Raleigh ist hierin unsernkägländistHen Geschichtschreibern vorgegangen, indem er den Kasten nicht auf die arme-nischen Berge setzt, sondern auf einen derjenigen Berge, die zwischen persren, der Tarta-lep und Indien liegen, und also die Berge Ararat in einer viel weitläufigern Bedeu-tung nimt, als weder die alten Ueberlieferungen noch die Schrift verstatten. Da er dennjum Behuf dieser seiner Meinung annimt, daß das Gebirge Caucasus, gegen Bactrienund Scythien, ein Theil des Gebirges Taurus sey, welches auf seinem Wege durch A-sien Armenien durchschneide '); so doch durch die Anmerkungen der Reisenden in dieseLänder im geringsten nicht bestätiget wird. Indessen sind doch einige von unsern neustenSchriftstellern') seiner Meinung gefolget, ohne vieleicht zu erwegen, daß gedachter HerrWalter diesen Begrif vom Goropis Becano entlenet, der einer der »»gegründete-sten und mit Einbildungen angefültesten Schriftsteller ist, die jemals geschrieben haben,und daß dieser letztere durch den oben gedachten Feler der GeoZraphsrum dazu verleitetworden

Der Berg Wasts ist mit verschiedenen kleinen Hügeln umgeben, auf deren Höhen ^^^un-Man verschiedene Ueberbleibsel antrift, die vor gewesene Gebäude der ersten Menschen gehal-Masis.ten werden, welche sich eine Zeitlang gefürchtet, sich in die Ebene zu begeben *). Er ft hetssanz alleine, in der Gestalt eines Huts Zucker, mitten auf einer der grösten Ebenen, die ir-gendwo gesehen werden "), und von den übrigen armenischen Bergen gleichsam abgeris-

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. (C) Vieleicht halber angesäete Schriftsteller die-len Berg mit einem andern von den Türken soge-"anten Berge verwechselt, der nahe bey dem ca-wischen Meere stehet, zwischen Lliasabad und'Zbamakhi, und diese Benennung mehr zu verdie-nen scheinet (8o>.

^ -H ) Die Persianer nennen ihn Agrr, und dieTraber Suberlohe (81).

. (D) Man gibt vor, daß das Andenken der Nie-derlassung der Arche an diesem Orte in dem Namenn>eier Stadt beibehalten worden, indem das.Wortssak im armenischen ein Schis, Shivan aberniedergelassen oder geruhet bedeute (zr.) 2ll-'k>n, es scheinet diese Abstammung nicht gegründeter»u teun als die oben anqefürte; indem die Perservorgeben, daß dieselben Nakkash jehan genant wor-ven, der vielen Maler wegen, die sich darin niederge-t.8'->)E Vlearii Reisebeschrcibung Ub. 1 c. 5.

(8z)a Mos-1>, r. (84) Frca»«- in Ingo-Lc^iIuL 9.47z.

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lassen. Denn die Perser nennen einen solchenKunst-verwandten mit einem arabischen Wort H 7 akkasy;und im armenischen Heister ein Maler gleichfalSHIaksherar, undNakshel, malen.

(E) Unter andern ausschweifenden Vorstellun-gen hält dieser Schriftsteller den Berg Parapani-sus oder Paropamisus, so ein Theil vom Taurus,nicht aber vom Laucasus ist, vor den Berg Ara-rar Ferner bildet er sich ein, daß das Land, wel-ches zuerst nach der Sündflut bewonet worden,Margiana, eine Provinz in Persien, gewesen sey,woher die Völker mit Nimrod gekommen, so La-bet erbauet; wovon er zum Grunde anfüret, weilsie von Morgen in die Ebene Shinaar gekom-men^;), dadoch Armenien, wieersagt, etwasge,gen Abend dieser Gegend lieget (84)-(8l) S- -biä-m r. 1.9.498. (82) 7-»«---»-«»- vblsuyrz.