Band 
Erster Theil.
Seite
236
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FabelnArmenier'demselben-

sz6 i Hauptstück. Die algememe ÄZelthistorie bis auf die Sündflut.

sen, die sonst eine lange Kette ausmachen *). Er bestehet aus zwey Höhen >), davon dieniedrigste scharfer und spitzer ist -); die grössere aber, auf welcher sich der Kasten nieder-gelassen, lieget derselben nordwestwärts"), und raget über alle benachbarte Berge weithervor ^). Er läst so hoch und gros, daß er bey Hellem Wetter nicht mehr als zwey Mei-len von Erwart entfernet zu seyn scheinet °); daher gar ein gewisser Schriftsteller, so durchdas Augenmaß betrogen worden, desselben Entfernung davon nur auf eine Meile gerechnet^)',ja es kan derselbe vier bis fünf Tagereisen weit gesehen werden -). Indessen sind dieReisende darin überemstimmig, daß die Höhe desselben nicht so gar außerordentlich sey -0-Einer vermeinet, einen Theil vorn Caucasus überstiegen zuhaben, so weit höher gewesenEin anderer versichert, daß er nicht über zweimal so hoch sey, als der valerianische B-rgbey Paris *). Daß er demnach so weit gesehen werde, leiten sie daher, daß derselbeganz allein in einer sehr grossen Ebene'), und zwar auf der erhabensten Gegend des Lan-des liege, ohne von einigen andern Bergen umgeben zu seyn, die seine weite Aussicht hin-dern sollen /-). Was aber den Schnee betrift, womit er, aller Bericht nach, beständig vonder Mitte an bis oben hinauf bedecket ist 0/ gleichwie er auch zwey bis drey Monate hin-durch oft mit Wolken umgeben seyn sol: so sagt man, daß solches gar keine Regel seyvon der Höhe zu urtheilen, weil die niedrigen Berge dieser Länder "), die so leicht überstiegenwerden als Ebenen, mit Schnee bedecket sind, der im heißesten Sommer auf den kleinstenHügeln in Armenien lieget °); wie dergleichen sogar bey den niedrigen Hügeln stat findet,die den Ararar umgeben ?).

§. 256.

r Die armenischen Mönche erzälen tausend lere Historien von der Arche, und gebenn yor, daß dieselbe noch ganz ?), oder doch ein Theil derselben -) auf dem Gipfel desselben ge-sehen werde, weil allezeit daselbst etwas schwarz aussehet; wovon sie sich einbilden, daß esdie Arche sey 0, ob sie gleich dabey behaupten, daß niemals jemand dazu gekommen nochkommen könne Ö: indem diejenigen, welche es versucht die Höhe zu besteigen, entweder ausEifer, oder sonst aus andern Absichten, gestraft, oder wenigstens des Nachts durch Engelwieder an denjenigen Ort gebracht worden, wo sie des Tages ausgegangen, ihre Heran-näherung zu diesem Schis zu verhüten «). Welches, wie sie sagen, einem Mönchs von Ej-miadzin, nachmaligen Bischofzu VTisibin, Namens Jacob, begegnet seyn sol: ob GOTTgleich sich in so weit zu seinem Verlangen herabgelassen, daß er ihm einen Engel mit einemStück von der Arche gesandt, der ihm zugleich befolen, sich mit vergeblichen Versuchen desErsteigens dieses Berges nicht zu bemühen, weil GOTT den Zugang zu desselben Gipfelverboten habe, und nicht leiden wolle *), daß ein Fahrzeug in Stücken zerschlagen werde,

welches

-*) vbiluprs. )»)Lo«//epps§«IZl. vbiluprs« 2) vbi 5upra-

a) in kurcbg§ p. 2. pag. 1417. ö) vbi lupra. psx. Z2.

e) vbi iluprs. 1 cit. e) Icjem p. rzo« vbi jupri.

f"" vbi üipra. vbi lupra. !oc. citgt. vbi Luprs.

^ vbi lupra. vbi fuprs. /) vbi fu^rs.

m)vbi Luprs. vbi luprs. 0) Tii^ve/s/'/vbi

vdi lupra. vbi iuprrr. vl,i iuprs. §) cke rares'

rir. bb. I. c. y. ^ vbi siiprs. v >i

prs. c. ^/ZZ/^vo/. i.2.

(* -H.) (plearius erzälet, daß diefer Berg weit auf seiner Reife gesehen: so daß er wol noch i; Wei-ther sey, als der Laucafus, ja der höchste, den er je len von der caspischen See gesehen werden könne(8;>

( 85 ) Siebe Olear-iiReisebeschreibimg wc.cir.