Band 
Erster Theil.
Seite
249
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i Abichmr. Zeitrechlmng von der Süttdflut bis zum SlusgaM Abrahams. 249

i 28 ste Jahr des Tharah, bis zwey Jahre vor Abrahams Geburt gelebt haben; daß Ar-phachsad den peleg, Regn, Serug, Nahor und Tharah solte überlebt haben aufein fünfGeschlechter, so in grader Linie von ihm herkommen; ja, was noch seltsamer ist, daß Semden Arphachsad solte überlebt, acht Geschlechtsfolgen nach ihm aufeinander sterben gesehen,und bis in das ;oste Jahr Isaacs, folglich bis IZ Jahre vor Abrahams Tode gelebt haben;und endlich, daß Eber den Abraham selbst solte überlebet haben, den siebenten in der Ge-schlechtsfolge nach ibm, obgleich Abraham in einem hohen Alter und als ein betagterMan gestorben ^). * Auf solche Art starben die ältesten Vorfaren, welche dem Lauf der Na-tur nach zuerst sterben selten, zuleßt; indem man das Ziel des menschlichen Lebens gar zu sehrverkürzt um der Kürze des Zeitraums willen, so man von der Sündflut bis auf die GeburtAbrahams gelassen. Und hiedmch ist unter andern ungereimten Folgen dieser Zeitrech-nung, zu der jüdischen Meinung Anlas gegeben worden, der noch manche heutige Schrift-steller zugethan sind, daß Melchisedek Sem gewesen (? ). - .

Zweiter

-r) ,Mos.- 5 ,s-

Abrabams Geburt in basjzoste Jahr des Tharah den, ist lächerlich, und Josephs ausdrücklich entge-ht, folglich so Jahr früher, in das r§rste Jahr nach gen. Zur Zelt der Sprachenverwirrung, erzält mandes Sündflut: wodurch einige Verschiedenheit zwi- uns, daß MlZrglM, Lanaan, Srdon, Elam,schon „nsern'Zfusrechnungen erwachsen, wenn man die War, Aram, u. s. w, Landern Namen gegeben, dieTodesjahre der Erzvater mit einander vergleicht: doch vor dem Peleg gestorben seyn sollen. Sem,und da wir weder den Jakeran mit seinen Söhnen, ArpbacksäO, Salah, Eber u. s. w. lebten nach dernoch den Peleg in die Zeit der ersten Zerstreuung hebräischen Rechnung noch, als GOtt die Be-aesehcr, so haben wir den dritten Grund, womit der schneidung einsetzte; und doch bekam keiner von ih-Docror die hebräische Rechnung bestreiket, wegge- nen Befel, sich beschneiden zu lassen, welches damalslassen. Doch dem Leser zu gefallen, wollen wir sie das Zeichen der Bundesgenossen GOttes gewesen,beide als eine Anmerkung hier beifügen mit seinen ^ ^ , . . . ^ ,

eigenen Worten. 086 . B.) Diese Grunde des D. Lvills, sowol

Zweitens, spricht gedachter Schriftsteller, ists nicht rviesie von den Verfassern geändert, als von ihmwarscheinlich, daß Aoah, der schon Jahr vor selbst vorgetragen worden, sind von keiner grAsemder Sündflut aeiebt. noch solle zehn auf einander Erheblichkeit, als der vorhergehende Einwurf. Den«folgende Geschlechter nach der Sündflut gesehen, P geht das spätere Kmderzeugen erst mit Abrahamund bis auf das zgZahr Abrahams gelebet haben: an, indem Tarab im -zosten Jahre denselben zwardaß Sem neun Geschlechter nach sich solte haben gezeuget, doch nicht als seine Erstgeburt (>8z> Beim«ach einander aussterben sehen, und noch einige Jahre Abraham aber wurde weder dieser Verzug eineNach dem Tode Abrahams geleber haben, so der solchePrufungdes GlaubeiiS, noch auch die Geburtneunte von seinen Nachkommen in grader Linie ge- Istracs eine Wirkung gotlicher Vecheissung gewe-wesen, und doch in einem hohen Alter als ein betag- im seyn, wenn dergleichen ordentlicher Weise zurter Man gestorben ist; daß Salah den Peleg, damaligen 3e>t geschehen. Bey den r, foigendmRegn. Lameck G), Nahor, Tharah und Abra- Erzvätern ist solches aus den spätern Verheirattin-ham solte überlebet haben, an die sechs Geschlechtsfvl- gen derselben hergeruret, da ihre Bruder, Ismaelgen, so in grader Linie von ihm abgestamt, und un- und Esäu, längst Kinder gehabt: welcher Aufschubter welchen der letzte ein hohes Alter erreicht hat; der Heiraten eme WirÜing der gottesdienstlichen Ab-und daß Eber den Peleg, Regn, Lamech (?> sond-rung des Geschlechts der nähern Bundesgenvs-ttahor, Tharah, Abraham »nd Mac, uudalso st» GOttes gewesen; bey den Söhnen Jacobssieben auf einander folgende Geschlechter seiner Nach- aber wieder aufgehört, deren manche, sowol als ihrekommen solte überlebet haben, und doch beides A nächsten Nachkommen, zeitig genug Kinder gezeuget;brabam und Isaac alte Leute geworden seyn (8°bs gleich immer ei» und andere seltnere Fälle spätererDrittens, ist nicht möglich, daß Jaketan solte drei- Heiraten gegeben, die mit aus der Gewvnheit, in derrchci» Söhne aehabt haben, als Peleg zur Zeit der Verwandschast zu heiraten, hergeruret. r) Das langeSprachsuverwNnina geboren worden, wenn Pe- ?ilcer eimger Erzväter, die manche Glieder ihrerNach-keg in dem a^steii Jahr Ebers geboren worden, wie kommmschast überlebet, ist gar nicht unwarschem-es j,n hebräischen lautet; sich aber einzubilden, sich ' wdem nicht nur die Verkürzung des menW-Peleg fty erst z>>r Zeit seines Todes so genant wor- lichen Alters nach der Smidfiut stufenweise gesche-

A. W.H. i Theil.

(6) ist ein Druckftlcr an stak Serug.

(8) i Mos. - 9 .

hm;

(7- Serug-