Band 
Erster Theil.
Seite
257
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2 Abschnit. Geschichte Noch nach der Sündftut und jeiner Nachkonrmelt rc,

in den Zelten.Sems wonen solce, scheint sich sowol aufdieUmstürzungdes assyrischen A mReichs durch die Meder und mit ihnen verbündnen Babyloniee zu beziehen, als aufdie Eroberungen der Griechen und Römer in Asien; wohin auch Balaam nachgehcndsin seiner Weissagung gezielet hat I: Schiffe sollen von den Rüsten Chirrims kom-men, und Assur ängstigen, auch Eber ängstigen; das ist, sse sollen die Assyrer demü-tigen, und diejenigen, so jenseit des Euphrars wonen (^). Und eben damit, daß sie der-gestalt in den Zelten Sems gewonet, haben sie sich die Nachkommenschaft Hams zu Knech.ten gemacht, indem sie die Babylonier, Canaaniten und Egyprer, nebst andern vondieser Linie abstammenden Völkern bezwungen; wodurch der letzte Theil der Weissagung^!oäh erfüllet worden.

Diese Weissagung scheint auch auf den Zustand der wahren Religion ihr Absehenöu haben, indem sie dieselbe auf einen gewissen Zeitlauf, der sich vieleicht mit der ZukunftNfeßias schlieft'"), auf Sems Nachkommen einschränkt; denn seit LhrijAZeit hatsich die Erkentnis des wahren GOttes merklich weiter unter den Nachkommen Japhersausgebreitet, als vorher unter den Abkömlingen Sems geschehen; wo sie bis dahin meistgänzlich auf das Volk der Juden eingeschränkt gewesen obgleich die Mohamme-daner den Japhec selbst unter die Propheten rechnen ").

Die Dolmetscher, denen Eusebius und andre folgen °), gedenken noch einesachten Sohns Japbers, Elisa genant, der aber weder im hebräischen noch chaldäi-

schen zünden ist (M).

Weit

4 Mos 24, 24. m) Siehe unten. ») Siehe bidllorli. vrlent. »rt. Ispber. «) L«/--.

cnrontc. 1. r. 8. clrrontc. fVlexsnär.

(L) Die gemeine Meinung ist, daß durch Eberan dieser Stelle die Hebräer oder Juden zu ver-stehen seyn; doch ein geirrter Schriftsteller hakGründe beigebracht, die das Gegentheil zu beweisenscheinen. Er bemerkt, daß die Annemung desWorts in dieser Bedeutung, der Absicht solcher Stel-le zuwider laufe, indem alsdenn Bileam die Kin-der Israel in einem Athem segnen, und durch Vor-herverkündigung ihres Untergangs verfluchen müs-sen (2,7): daher behauptet er, daß Eber sich nicht aufPersonen, sondern auf eine Gegend beziehe, undlensen des Stroms bedeute (2,8); in welchem Verstän-de das Wort oft in der Schrift gebraucht wird.Bey dieser Gelegenheit thut eben der Schriftstellerden Vorschlag, unsere Uebersehung gedachter Stel-le (29) zu verbessern und so zu lesen: Und sie wer-den ausgehen von den Rüsten Lhittim, undwerden Assur beängstigen, und werden dieandre Geile des Stroms ängstigen, das ist, dieGegenden jenseit des Euphrars. Da scheint esdicht nötig zu seyn, daß man anneme, das letzte undmüsse verbindungswcise verstanden, oder die drauffolgenden Worte als eine Wiederholung und Erklä-rung der erstem angesehen werden, wie derselbe Ver-fasser meint; denn Assur, genau zu reden, liegt jen-

A. w. H.l Theil.

seit des Tigris; und zu Bileams Zeiten hat sichdas assyrische Reich westwärts nicht bis an denEuphrak erstreckt: und zur Zeit der bestimten Er-füllung dieser Weissagung war Assur wieder in sei-ne ursprünglichen Grenzen gebracht, und Elam oderden Persern unterwürfig; dergleichen Schicksal auchdie Babylonier und die Einwoner von Aram oderMesopotamien betroffen, die, wie wir glauben,durch Eber, oder die andere Seite des Stroms, dasist, des Euphrars, zu verstehen sind.

(192. B.) Von dem Segen V?oah und dessel-ben Erfüllung am Japhet, kan verglichen werdenFranc. Fabricii sie propdetis Koacki. Dav.Lun-Oii lspdct in rsdcrnsculis 8eini kiLÜitsns, Abr.Lalovii äe dsditatione Ispketi in rädern. 8emi,Joh. Heinr -Heideggers kick. pstriercki. tom. lexerc 20, und Joh. Jac. Rambachs Rirchenhist.des alt. Test. pag >98 rc.

1M) Die persischen Geschichtschreiber geben demJaphet n Söne, nemlich i. Jin, Lbin oderGin, r. Seklah, z. Manshus, 4. Gomark,

Turk, von welchen» dieser Erzvater den BeinamenAbul Turk, oder Turks Vater bekommen, s.Rha-las, 7- Rhozar, 8 Rus, 9 Gusian, 10. Ghatz, undir.Taras zo). Die tarrarischen Schriftsteller nen-K k nen

(27) Siehe Se rel. vcr. keck p. ;6. t 28 ) Vlö eunäein, Ibi 4 , x. 50. ig. (29) M»- Lb«»- er

Siehe O' dibliorll. orievr. Llt. lsxyerll.