Band 
Erster Theil.
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262
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262 n HaupLjr. Atgemeine Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.

-berkünste unvermögend gemacht (b); noch andere, er habe mit seines Vaters Eheweibe'Blutschande getrieben (.A); da indessen der vierte Haufen ihn aller Arten von Unreinigkeltbeschuldigt (B). Diese Beschaffenheit desselben stimt übrigens sehr gut mit demjenigenüberein, was wir bey den Alten von Erons lesen, vor welchen unter einigen andern ()auch gehalten wird

§. 280.

demnach eines Tages die Gelegenheit, als der guteAlte das seinige vomWein zu sich genommen, undverschickt denselben ohne Barmherzigkeit (ZL). Wirüberlassen des Lesers Urtheil, welche Vorstellungder Schrift am gemäßsten, oder der Ernsthaftigkeiteines Auslegers am anständigsten sey, jene von denInven, oder diese vvm Grasen Gabalis vorgetra-gene.

(Z) Diese Einbildung ist aus dem »»ächten Be-xosus hergenommen Dieser sagt nemiich, weilNc>ad das lasterhafte Betragen des Hains nichtdulden können, der sich insonderheit sehr aufdie Zau-berey gelegt, so sey er diesem Sohne verhaft worden,und das um so viel eher, da er mehr Zärtlichkeit ge-gen seine andren Söhne blicken lassen, welche jüngergewesen- Ham habe daher, als er eine bequemeGelegenheit zur Rache gefunden, dieselbe nicht ent-wischen lassen; er habe die Geschlechtsglieder seinesVaters ergriffen, und einige Zauberworte dabey her-gemuriyxlt, die ihn auf immer unvermögend ge-macht.

(A) Dis ist die Meinung des Hn. von der Hardt,Lehrers der morgenländischen Sprache auf der hohenSchule zu HelmsWt- Er glaubt, das Unrecht, wel-ches dieser Erzvater vom Hain erlitten, bestehen! derschändlichen Verwegenheit, welche dieser viehischeSohn verübet, entweder seine eigene Mutter, oderwenigstens seine Stiefmutter zubeschlafen. Er be-weiset diese Auslegung mit verschiedenen Schriftstel-len, wo die Redensart, Sie Scham eines Weibesaufdecken, den Beischlaf mit derselben bedeutet.In eben diesen Schriftstellen wird gesagt, daß dieBlösse oder Scham des Weibes, die Blösse oderScham ihres Mannes sey; folglich sey dieser Artdes Ausdrucks nach, die Blösse des iToäh gesehenzu haben, nichts anders, .als eine bescheidne Redens-art, die fleischliche Vermischung mit Noäh Weibeauszudrucken, Dieser Schriftsteller nimt an Dbaß Ham die Zeit, sein Vorhaben zu bewerkstelligen,obgeiauret, als VLoah nach einer Unmäßigkeit ein-geschlafen ; r) daß jemand, der diesen Handel ent-- .Eingegangen, und den beiden andern SöhnenNachricht davon gegeben habe; z) daß die-jelben voller Zorn über der entsetzlichen Beleidigungdes Erzvaters, sich sg geschwind als möglich an denOrt hinbegeben, und als sie ihren Bruder auf derThat betroffen, ihre Kleider über ihn und seine Mit-

schuldige geworfen; 4) daß sie von allem, was sie gest'hen, ihrem Vater Nachricht gegeben; ;) daß L^oavvor Zorn embrant, in seinem lehren Willen verordnet,daßLanaan, die Frucht dieser Blutschande, von al-lem Erbtheil solle ausgeschlossen seyn (54). D>estyngenommmeMeinungemjagr HerrBaylegelerr und witzig; aber wenn es einmal verstattetwerden solle, anzunemen, daß Most» ErzälungcNso verkleidet seyn, so ist zu fürchten, daß man sich glei-che Freiheit bey der Geschichte der Versuchung unddes FalS Aoam» herausneme, wie schon einige zuthun sich unterstanden haben.

(B) Die Ursach, warum L-Ioab den Ham ver-stoßen, scheint nicht sowol in den persönlichen Belei-digungen zu suchen zu seyn, die er von ihm erlitten,als vielmehr in der übrigen Ruchlosigkeit desselben.Dieser Unglückselige, sagt man, lehrete nicht nur, daßdie Menschen leben sollen, wie vor der Sündflut,und alle Art von Blutschande, ja noch gar etwasschlimyiers treiben; sondern brachte selbst diese ab-scheuliche Lehre in die Uebung. Wir wollen solch?Vorstellung mit den eigenen Worten ihres Urhebersausdrucken: Ac vero cum publice cc>rr»wpcretmortale scnus, ssserens et re ipka erkeguens, con-greciienaum esse vt ante inuncistjonem, cum ma-lrllrus, kororchus, klisbus, msssiiiis, briuis, et guo-uis alio gcnere, ab lloc eieclus a lsno püssunv,et csüimvnir stque yuäieitiL retertiillmo (;6).

(C) Die Geschichte des Lronus aus dem Satt-chonrarhon, dessen Nachricht von demselben dievol«ständigste ist, sol im nächsten Abschnitte mitgetheiltwerden. Marsham Meint, Ham sey in der welt-lichen Geschichte unter den Namen des Hammott,Thamus, Thammux, Avonis, Msicis, Baal,Belus, Jupiter und Sarurnus des zweiten, an-zutreffen (;?), Eben diescrVerfasser sagt, diehebral-scl)e Zeitrechnung erfordere, daß Ham mit Menes,dem ersten Könige Egyptens, einerley gewesen sey.;aus welchem doch alle andere Schriftsteller den;raiiy, Hams zweiten Sohn, machen (58).

(l§;.B ) In die Versuchung, aus des VillarsGeistererdichtüngen die oben angefürte Stelle alhieteinzuschalten, sind die Verfasser durch den ArtikelCl-am in Baylcs Wörterbuch gesetzt worden, des-sen Neizungen sie überhaupt selten wiedersieht"können, in Absicht der angebrachten Fabeln und

llatrerlens kur les sciencss ie^rercs x>. soö. (5z) S. lib.0- 80. s Siehe s-lU

Buchung öek ÄUsschnst k^^keinericiurn k^!loIo§icrrum romus in den lÄPjiger kruäit. vomOctobr. 169z. 93L. 466. (55) OiÄ. kkü. arric. ei'sm. rem. k'. (56) Ub. z. 30.

(;?) S. Llwon. cliwn. p. -z. zv.(;8) idlll. l>.