264. ii Hauptst. Algemeine Geschichte von der Slmdfiut bis Abrahams Geburt.
^ und sey auch daselbst gestorben (^); alwo man vorzeiten sein 25 Fus langes Grab noch
^ ^ ' gezeigek, in einer Hole des Leopardenberges, nicht weit von Jerusalem »).
Canaan scheinet den alten Heiden nicht unbskant gewesen zu seyn. Sanchom'a«tho sagt ausdrücklich, Chna sey der erste Phönicier gewesen, oder der erste, den maneinen Phönicier genant habe -). Die Schrift meldet von keinem seiner Söhne den Zo-rnigsten vesondern Umstand, die Begebenheiten aber, so zwischen ihren Nachkommen undden Istaeliren vorgefallen, machen einen grossen Theil der jüdischen Geschichte aus, undsollen an gehörigem Orte vorkommen»
§. 282.
Vom Nim- Nnnrod' war der sechste Sohn Chus , und allem Ansehen nach weit jünger als
rod. irgend einer von seinen Brüdern; denn Moses gedenkt der Söhne des ^aema, seines
vierten Bruders, ehe er von ihm redet. Was der heilige Geschichtschreiber von ihm sagt,ist wenig, und doch sagt er mehr von ihm, als sonst von einem einigen aus der Nachkommen-schaft Noäh, bis er auf den Abraham komt. Er erzalt uns, daß Niinrod angefan-gen ein mächtiger Man auf Erden zu seyn; daß er ein mächtiger Jäger vor demHErrn gewesen, bis zum Sprüchwort; und daß der Anfang seines Königreich?Babel gewesen, und Erech, und Acad, und Lhalne im Lande Sinear §).
H. 28z.
Weitere ab- Aus dieser Nachricht hat man sich einen grossen Begrif von seiner Stärke und Tapset-Mem ^ den Eeit gemacht. Einige stellen ihn als einen Riesen vor H (^ ), alle aber halten ihn vor ei-nen grossen Krieger. Man glaubt insgemein, unter den Worten, ein mächtiger Jäger,sey zu verstehen, daß er ein grosser Tyran gewesen; doch einige Rabbinen H legen dieWorte Vortheilhaft vor ihn aus, und sagen, Nimrod habe eine ganz besondere Geschicklich-keit und Stärke zur Jagd gehabt, und das Wildpret, so er bekommen, GOTT geopfert.Auch von neuern Schriftstellern sind verschiedene der Meinung, daß diese Worte nicht vontyrannischen Unterdrückungen oder vom Jagen der Menschen, sondern der Thiere zu verste-hen seyn °) (s ). Man muS gestehen, daß der Ausdruck, vor dem HErrn, in einem vor-rhcilhasten Verstände genommen, und als eine Anpreisung jemandes guter Eigenschaften atiegesehen werden könne ; doch an diesem Orte versteht ihn der grosse Haufen der Ausleger auseine andre Art (2).
2) Siebe illA'ivn, äs la Libls art. H Siehe praep. k.iisng, üb. I. csp. 10. prg.zy'
L) l Mos. >0,8 y. >2. c-L»och-mnzl.p.6z. a) Siehe auch
-> pIial-L. Ud. 4. c. ir. ^,»2«». onZ. K-,6. csp.,2. p. 2Z0.
(E) Die Mohammedaner find in ihrer Dw-nunq vom Lanaan mit einander nicht einig. Ei-nige kommen mit der Nachricht überein, so dieSchrift von ihm ertheilt, und andere behaupten, ersey vor der Sündflut geboren worden, aber nicht mitin den Kasten gegangen, sondern in der Flut ersof-fen, wie oben schon ist bemerket worden (6c>).
(F) Einige mohammevanische Schriftstellerverwirren die .Geschlechtsfolgen der Söhne Nsabauf eine gar seltsame Weise. Einer unter ihnengiebt vor, Nimrod sey der Sohn Lanaans, undBruder des Lhus gewesen, dem die Perser den
Beinamen F,'l Sendam, das ist ElephantenzahU,geben (6,).
(G) Das hebräische Wort 12s. Gibbon, welchesunsre Uebersehung einen Mächtigen oder Gewaltgen giebt, wird von den 72 Dolmetschern durchRiese überseht ^).
(H) Ein Schriftsteller von grossem Ansehe» in deuMorgenländern, hat die sonderbare Meinung, jIiM-rod habe mit seiner Jagd den Bauleuten am ba-bylonischen Thurm Narung verschaft (6z
(I) Die Redensart, vor Sem Herrn, schein-an sich volkommen gleichgültig, und nur ais eine Art
von
(6o) S. oben Hauptst. I-Msch. 6.Z. :ZI. P.L14. Am». (6i)S. l'licrutkorokt.obkgl'I'zvgrilckgpiisS'/t-^-'/o-blbllor, oriem. srr, dlsmroaj,. 668, ^6r) >Mos. > 0 ,8. (6z) ltiilor, «i/aatl, l>,