Band 
Erster Theil.
Seite
265
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2 Abschmt. Geschichte Noch nach der Slmdflttt und seiner Nachkommen rc. 26;

Die Jagd mus in den Zeiten, die zunächst auf die Zerstreuung der Menschen gefolgt v.L G^-64^sind, eine von den allernüHlichsten Beschäftigungen gewesen seyn, da alle Länder mit wildenThieren angefült gewesen, von welchen sie notwendig gereiniget werden müssen, um sie be-wonbar zu machen. Daher scheint in diesem Weltalker nichts geschickter gewesen zu seyn, ei-nem Man Achtung und Ehre zu erwerben, als Erfarenheit im Jagen, dergleichen LTÜm-rod, allein Ansehen nach, besessen hat. Durch diese Uebung, erzält man uns, haben die altenPerser ihre Könige zum Kriegen und Herschen geschickt gemacht; und bis auf den heuti-gen Tag wird in manchen Ländern die Jagd als der eine Theil einer königlichen Erziehungangesehen.

§. 284.

. Man findet nichts in der kurzgefasten Geschichte des VAmrods, welches den ge- FortsetzungÄngste,, Schein eines Vorwurfs gegen ihn haben solle, ausser seinem Namen, der einen Auf- derselben,eurer bedeutet (^). Und dis ist der Umstand, der Gelegenheit zu den ungünstigen Meinungengegeben zu haben scheint, die man von ihm zu allen Zeiten gehegt hat. Denn da die Aus-leger durchgehends mit dem Vorurtheil eingenommen gewesen, daß der Fluch lJoäl) aufdie ganze Nachkommenschaft Hams gefallen, und daraufdiesenPrinzen durch seinen Namen,so zu reden, gebrandmarkt gefunden: so haben sie alle Stellen von ihm zu seinem Nachtheilgedeutet. Sie stellen ihn als einen Rebellen gegen GOtt vor, der die Nachkommen LTloähüberredet, dem götlichen Befel, von Zerstreuung der Menschen, ungehorsam zu seyn, und dersie aufgebracht, den Thurm zu Babel zu erbauen, mit einem gotlosen Vorhaben den Himmelzu ersteigen (, ). Sie bezeichnen ihn aufs schimpflichste als einen ehrgeizigen Bezwinger

/) (Kopses. llb. i.

von Vermerung der Vorstellung gebraucht zu seyn.

Doch, da sie gleichwol auch oft in der Schrift vor-kvMt, wo von bösen Handlungen die Rede istr sowilAugustin, daß man es, an stak vor dem -HErrn,geben solle gegen den-HErrn (64); worin er auchverschiedene Nachfolger gehabt hat (6;). Der Tar-gum von Jerusalem sowol, alsdesBen Uzziels,nenien beide diese Bezeichnung Nrmrods in bösemVerstände.

(K) Insgemein leitet man diesen Namen von''''»,

Marad her, sich empören. Doch, wenn man ei-ne Zusammensetzung annemen wil, so könte maneine vortheilhaftere Abstammung vorbringen, diesich zu der Beschäftigung Nimrods besser schickenwürde, von nw,Namer, einem Leoparden, wel-ches durch eine Metonymie alle wilde Thiere über-haupt bedeuten könte, und radas, fällen, oderniederschlagen, oder nii, ravah, unterwerfen,oder fangen. Die Araber machen daraus Nem-

rud, wovon die mehrere Zahl Nemaredah ist, und

witMared, einem Aufrurer, übereinkamt. Dochein gewisser persischer Schriftsteller, der Nimrodwir Lqy Laus vor einerley halt, einem Könige ausver zweiten Dynastie von Persien, giebt diesem Na-Weii eine persische Abstammung, als wenn er Ne-

A w. H.i Theil.

Mttrd hiesse, das ist, unsterblich: welche Benen-nung , wie er sagt, demselben seiner langen Regie-rung halber beigelegt worden, die sich über 150 Jahrbelaufen (66).. Wenn die erste von den drey Bedeu-tungen ihre Richtigkeit hat, so mus der Name ihmvon seinen Feinden, und nicht von seinen Untertha-nen.seyn gegeben worden (67). Die Griechen schrei-ben diesen Namen Nembrod und Nembrodes.

(L) Ein arabischer Schriftsteller sagt, wmrovhabe diesen Thurm erbaut, damit er den Himmelersteigen, und Abrahams GOtt sehen möchte, derdenselben aus dem feurigen Ofen erlöset, in welchendieser Tyran denselben geworfen habe. Sie arbei-teten an diesem Bau drey Jahr, und als wmrovauf die Spitze desselben gestiegen, wunderte er sich,den Himmel noch eben so entfernt von sich zusehen,als er vorher gewesen; doch sein Erstaunen wuchs,als dieser Thurm, und noch ein andrer, den er ineben dieser Absicht erbauet hatte, nach einander ein-fielen. Dem ohnerachtet aber blieb er auf seinemVorhaben, und wölke sich in einem Kasten, der von4 ungeheuren Vögeln getragen wurde, gen Himmelbringen lassen: nachdem er aber einige Zeit durch dieLuft gefaren, fiel er mit einer solchen Gewalt aufeinen Berg nieder, daß derselbe davon erschütterte.

(64) Del l. 16. c.4. (6; ) kollerst. 1.1. p. 1;. et l. F. p.ssy. AKr.

ktu>ru8 V. tlk.;. esp. s. h >6. (66) 1 °ke smkvr. a/ 0 /«m»pug t)blblivtk.

oriem.srr. d>-mroii. (67) S. 6 H 4 « üe relix. vet. kecksr. p. zx.