Band 
Erster Theil.
Seite
278
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278 ii Hauptst. Algememe Geschichte von der Sundsiut bis Abrahams Geburt.

v'"<L^r5S7 war beleidigt worden; so verwirke er ihre Sprache, und zerstreuete sie hin und wie-

der, die Erde zu bevölkern und anzubauen. Doch welche besondere Sprache eigentlich dieerste gewesen, die Art wie sie verwirret worden, nebst der Erörterung diese ganzen Bege-benheit, in Absicht auf die Erbauung Babels, und die Zerstreuung des menschlichen Ge-schlechtö, bis alles sol weiter unten der Inhalt einiger besondren Abschnitte werden.

§. Zvi.

Ursprung der Der Ursprung des Gößendienstes durch Bilderverehrung wird von vielen den

abgstterey ten Ebers zugeschrieben (s), obgleich die meisten der Kirchenvater denselben nicht höhethinauf sehen, als in die Zeit Serugs. Und diö scheint auch die warscheinlichere Meinungzu seyn, wenn man erweget, daß vor den ersten hundert und vier und dreißig Jahren desLebens Ebers das ganze menschliche Geschlecht in einer einigen Geselschast bey einander gt'wonek, in welcher Zeit man vernünftiger Weise nicht annemen kan, daß die Abgöttereyunter ihnen solte eingeriffen seyn. Hernach muö man noch einige Zeit nach der Zerstreuungdiesen verschiednen Völkern, die im Anfang gar klein waren, vorher einräumen, sich auszu>breiten und fest zu sehen; daher wenn die Äbgötterey zu Ebers Zeiten eingefüret worden/ft mus es gegen das Ende seines Lebens geschehen syn; auch kau dieselbe nicht wol so abgemein überhand genommen haben, und von solcher Hartnäckigkeit gewesen seyn, als einigtSchriftsteller sich einbilden. Doch haben die Araber eine Ueberlieferung, daß Hudden man gemeiniglich mit dem Eber vor eine Person hält, zum Predigen sey ausgesimdtworden an einen ihrer alten Stämme, Ad genant, der sich durch den Bilderdienst verder-bet, und nachher, als er demselben kein Gehör gegeben *), gänzlich sey ausgerottet wor-den. Sie sagen weiter, er habe sein Leben in der Provinz Hadramaut beschlossen, wofein Grab, wie sie behaupten, nahe bey Merbar, zwey Meilen von Hafte, einem Ha-fen au der indischen See, noch zu sehen seyn sol: es ist eine kleine Stadt bey demselben er-bauet, die man jeho Aadr Hud, oder das Grab Huds nennet >).

§. Z22.

Beschluß Es meinen verschiedene, daß Eber Hebron in Canaan, und Tanis in Eghpten

erbauet habe: so doch «»gegründete Einbildungen sind *). Einige sehen das güldne Welt-alter in seine und seines Sohns peleA Zeit«): und in der That, wenn man glauben darf, daßes einmal diffeitS der Sündflut einen so friedlichen und unschuldigen Zustand gegeben habe,so muö derselbe der gröften Warscheinlichkeit nach in die Tage des b^oah und seiner dreySöhne fallen , das ist, in diejenige Zeit, da ihre Nachkommen in ihren ersten Wonungen

geblie-

S- lpeclm. big. /trab. p. z6,O'77» bibl. or'ienr. art. ttouck. 7) »b!6. arr. Labar Itouö,

S- Kilt. xzkc. r. s. p. >>. iz. <r) S. Llironic. >. ,i. c.S. t) S. kkalez. 1.1. c. l.

(O) D. Hyde hält dafür, man könne mit vielen andren Benennung dieses Volks, nemlich der Iu-

Gründcn beweisen, der Anfang der Abgötterei) sey den, welches sie Hud und Afthud aussprechen, auch^hoch hinauf zu sehen, als die Zeiten des Eber und diesem Propheten den Namen-HuS ertheilt.Salab.die ihren Landsleuten, den abgöttischen arabr- Gchickard mutmaß, Hud seyLainan (46),und d>»scven Stämmen, Ad und Thamud gepredigt (4;): zwar auf zweier Schriftsteller Aussage, davon der eineM wir haben schon bemerkt, daß der Apostel der ein Araber ist, der den Hud zwischen den SalabTbamuSrren weit später gelebt, als der Erzvater und Eber seht; der andre aber ein Türk, der ikMGalab; unddieAbsendung Ebers ist kein Grund, seine Stelle zwischen dem Arphacbsad und Elsskauf den man bauen darf. anweiset. Doch dis streitet gegen das algemeiy^

(P) Es scheint, M wenn die Araber einige Zeugnis der mohammedanischen Schriftsteller, ^Vorstellung gehabt haben, daß die Hebräer ihren ihn zum Sohn des Galah machen (47), und mit demNamen vorn Eber bekommen; und daher von der Eber für einerley halten (48).

( 45 ) iel vet. kerli p. 58 . (46) §ck«ka»'6t1'ar'iltk rexum perllae. (47) l'arilrb iVIonialibab sg^

D'Uerbelvr bibl. orienr, arr. ttoua. S- l>, 14. snaal. p. 46.