2 Abschltit. Geschichte Noahnach der Sükldflut und seiner Rachkomnren rc. 279
geblieben, ehe sie nach Sittear aufgebrochen, und einige Zeit nach der Zerstreuung, die den-^selben vermutlich auf eine kurze Zeit unterbrochen.
§. zoz.
Eber hatte zwey Söhne, den peleg und Jakotan; peleg ward kurz nach derZerstreuung geboren, und bekam bey solcher Gelegenheit diesen Namen (^). Der ehrwürdi-ge Beda versichert, daß in desselben Tagen zuerst Tempel seyn erbauet, und verschiedne vonden Häuptern der Völker als Götter verehrt worden. Nach dem Tode dieses Erzvaters,Mit man uns, seyen Mishettigkeiten zwischen seinen Söhnen und den Söhnen seinesPuders Iakerans entstanden, worauf die Menschen angefangen Schlösser zu ihrer Ver-teidigung zu erbauen ^).
Die Schrift meldet nur einen Sohn des pelegs, ausser welchem die Morgenlän-der ihm noch einen andern beigelegt haben, dessen zwar in der Schrift auch gedacht wird,ober nicht als eines Sohns des peteg, nemlich den Melchistdek ^). Sie sagen, er habedenselben zweihundert und neun Jahr nach der Geburt seines Bruders erzeugt-); wel-ches eine vernünftigere, obgleich in der That vieleicht nicht gegründetere Meinung ist, alsder Juden Vorgeben, die ihn mit dem Sem vor einerley halten. Wir haben von dieserPerson schon einige Umstände erzält, und werden mehr von ihm zu sagen unten Gelegenheithaben (^).
§. Z24)
e) p. ir. ^ N» p. rz. snnal. p. 48. e) W». /!v»-r. ib'xl.
. (Q.) Der Name peleg 2^0, oder phaleg, bedeutetNue Theilung. Die Theilung der Erde und dieZerstreuung des menschlichen Geschlechts ist ohneZweifel eine und eben dieselbe Begebenheit gewesen,obgleich manche Schriftsteller, und insonderheit die-jenigen, welche der hebräischen Zeitrechnung fol-gen, zwey daraus machen; wie wir unten bemerkenwerde».
, (ror, B.) Das Vorurtheik der Juden sowol alseiniger Kirchenväter, von Einschränkung des wahrenGottesdienstes und geistlicher Begnadigungen an dasGeschlecht Sems, hat die häufigen und zum theilhöchst unwarscheinlichen Mutmassungen vom Mel-chisedek, und der Bestimmung desselben in dieser Ge-schlechtsfolge, verursachet; wovon im folgenden füg-licher wird können gehandelt werden. Die alhiersooft wiederholte Schwierigkeiten der hebräischenZeitrechnung, in Absicht dieses Pelegs, lassen sich*wf eine dreifache Weise heben, i) Daß man an-^eine, es werde i Mos 10,2; nicht von einer bür-gerlichen Zertbeilung der Welt und ihrer Einwoner'» mehrere Völker und gemeine Wesen, sondern^on einer natürlichen Absonderung grosser Welttheile°°n einander geredet: indem wol unleugbar ist, daß^gleichen Veränderung der Oberfläche des Erdbo-°°ns und Abreissung mancher Stucke des festen Lan-sos theils zu verschiedenen Zeiten vorgegangen, theils''' den nächstenJahrhunderken nach derSundflut star-. 0, und ait mehrern Orten geschehen müssen,als nach-: r) daß man mehrere Zerstreuungen der Völker
von einander unterscheide; denn da die Verfasser imfolgenden selbst verschiedene Zerstreuungen annemen,die nach der zu Babel geschehenen e.n ,8 vorgegangen;so kan selbst vor dieser grossen und gänzlichen Zerstreu-ung ein Anfang einiger Entfernung der Völker vor-hergegangen seyn, woraus die erfolgte grosse Zerstreu-ung gemütmaffet und besorget werden können, derman zuvorkommen wollen, c- n, 4- Zn welchemFal die Geburt Pelegs zur Zeit einer Zerstreuungder Völker geschehen seyn könte, ohne daß sie not-wendig mit dem Thurmbau zu Babel verknüpftwerden müste : s) daß die bey Lebzeiten pelegsvorgegangene Zerstreuung der Völker als eme Er-füllung seines Namens von Most angefüret werde;es mag nun die Errheilung desselben vom Eber weis-sagungsweise in Absicht auf dieselbe geschehen seyn,oder ohne eigentliche Weissagung durch eine blosseVeranstaltung gütlicher Vorsehung, daß die Bedeu-tung seines aus andern Ursachen ihm ertheilten Na-mens durch diese bey seinem Leben vorgegangene Be-gebenheit erfüllet worden, durch solchen zufällig schei-nenden Umstand das Andenken derselben besser fort-zupflanzen : welche beide Arten der Erfüllung vonNamen gewisser Personen durch anderweitige Bei-spiele der heiligen Schrift bestätiget werden könten.Die alte Ueberlieferung, daß Pekeg die Stadt Phak-ga am Euphrar, wo der Lhaboras in denselbenfält, gebanet haben soi, die Ptolomäus Pharg»nent, scheint von den Verfassern vergessen zu seyn,da sie in des Bischof Patricks Auslegung und vonmehmm gligefürt worden.
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Vom Peleg-