Band 
Erster Theil.
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283
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r Mschnit. Geschichte Noah nach der Sündflut und seiner Nachkommen rc. 28Z

nicht geleugnet werden kan, weil von ihm ausdrücklich in der Schrift gesagt wird, er habe St-andern Göttern gedienet r). Die morgenländischen Schriftsteller bekräftigen einmütig,er sey ein Bildhauer oder Verfertiget von Götzenbildern gewesen; und er wird als der er-ste vorgestellet, 'der Bilder aus Thon verfertiget, da vor seiner Zeit nur allein Gemäldeüblich gewesen *); auch zuerst gelehret,^dieselben als Götter anzubeten'). Dagegen erzälen unsandre, seine Beschäftigung sey gar ansenlich, und er selbst ein grosser Man gewesen (D).er sey nemlich durch das ernstliche Zureden Abrahams (bekeret und vermögt wor-den, Ur zu verlassen. Iosephus sagt, er habe Lhaldaam verlassen, weil er nach demVerlust seines Sohnes Harnn den Anblick des Landes nicht mehr ertragen können *).

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und ein Sohn desTbarah gewesen (86); und D'Her-?"0t sagt, haß die Araber in ihren Geschlechtregi-sie allezeit als zwey verschied,«: Personen von ein-ander unterscheiden; weil aber Abraham, nach Mo-!>3 Bericht, ein Sehn des Tharah ist, so sey daherv°n enropäiftbcn Schriftstellern gemutmast worden,er sey einerley mir dem A;er der Araber (87). Wiewahr diese Anmerkung in Absicht auf einige Schrift-steller seyn mag, das können wir nicht sagen; dochstnd wir gewis versichert, daß sie nicht durchgängigwahr seyn kan: denn verschiedene arabische undwrkiscfte Verfasser machen ausdrücklich aus demAxer und Tharah eine und eben dicselbePerson (88).Arer war in alten Zeiten der Name des Planetenrsjars, und der Merzmvnat ist von den alleralte-stc» Persern so genant worden. Denn da bis Worturiprungüch Feuer bedeutete, wie es auch noch be-denket: so ward es daher von ihnen sowoi als vonden Thaldäern diesem Planeten zum Namen ge-geben >89); der, wie man annam, einer feurigen Na-tur war, und von den Lhaldaern und Assyrern>ur einen Gott oder eine planetische Gotheit gehal-ten wurde, die sie in alten Zeiten in der Gestalt ei-ner Seule verehrten: und daher ward A;er einName unter dem Adel, so es rümlich zu seyn erach-tete, die Namen ihrer Götter zu füren (90): wirdauch noch in der Zusammensetzung verschiedener ba-bylonischen Namen gefunden. Dieser Ursachenwegen nirm ein Zeichner Schriftsteller an, A;er seyder heidnische Name des Tharah, und der andre sey

ihm nach seiner Bekerung gegeben worden (91).

(D) Zn den morgenländischen Schriften wird ge-meldet, A)er sey ein grosser Herr, und bey dem wm-ros in grossem Ansehen, auch desselben Schwieger-sohn gewesen (92), weiter demselben seine Götzenbil-der verfertigte, in welcher Kunst er alle andre über-traf. Diese Verrichtung stund unter den Lhalda-rrn in grossen Ehren, weil man die Leute, so die-

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selbe trieben, als die Urheber der Götter ansähe:indem es eine tiefe Einsicht in die Sternkunde erfor-derte, den gehörigen Zeug zu dieser Arbeit auszusu-chen, und die bequeme Zeit dazu zu bestimmen; in-dem eine jede Art, von Holz sowol als Steinen undMetal, von den Lhaldaern ihrem besondern Pla-neren gewidmet war, dessen Einflus dieselben daherauch, wie man glaubte, vor allen andern genossen;und ein Götzenbild, welches dergestalt unter einerglücklichen Stellung des Himmels aus einer diesemoder jenem Planeten besonders gewidmeten Mate-rie gebildet worden, ward alsdenn für gehörig zube-reitet, und kunstmäßigverfertiget gehalten (9z). Ei-nige von den Rabbinen sagen, Tharah sey ein Prie,ster gewesen, und das Haupt derselben (94).

iC) Einige mohammedam'stbe Schriftstellererzälen, Abraham habe seinem Vater oft zugeredet,die Anbetung der Bilder faren zu lassen, und ihngefragt, wie er doch anbeten könne, was weder hö-re noch sehe, noch ihm das geringste Gutes thue (9;) ?welches den Tharah dergestalt aufgebracht, daß eroftmals im Begrif gewesen, von Worten zu Schlä-gen zu kommen; doch auf die Länge habe Abra-ham seines Vaters Halsstarrigkeit Übermacht: indemer sich geweigert vor ihn zu beten, bis er verspro-chen, ein Vekerter zu werden tü>6): denn so langeer ein Feind GOttes gewesen, sey er auch ein FeindAbrahams gewesen (97). Die Juden sagen, erhabe Busse gethan (98); und sowol dieser seiner Besse-rung, als dem Verdienst seines Sohnes Abrahamsglaubt man es zu danken zu haben, daß die bestän-dige Folge des mündlichen Gesetzes von Adam bisauf ihn, und von ihm auf den Abraham fortge-pflanzt worden (99). Man hat einigen Grund zuglauben, daß Tharah durch Abrahams Zuredensey bekeret worden, weit er mit ihm von Ur nach^aran Messet ist, j« der Absicht, nach Lanaair zugehen (l.00).

_ _art älnübum p. 12. (87)Iä. idlä. (88) LL»

LLot,»§L, ,!/«><» ere. iVt88. Siehe auchspug »78? ä- rel. vek.kers. P.L8- (89) /A'

!90) M. idU. p. 64. <9,) M. ibi-i p. 62. (92) bibl. orienr. -irr. -t-

orslttm. (yzjlli.idill.p.ü,. 94. (9;) ex tUcor-n» c. >».

Zoüxiuögo rcl. ver. kersp.kz. <94) ^icoran. e. 9. versi 116. (9;)/H>,/-v0>Uipr2.

(98i 94. (99) ltorriuAer. 'm Lincgn^ oricur, l. 1, r», 28V.