284 n Hauprst. Algemeine Geschichte von der Sundflut bis Abrahams Geburt.
A " wollen, er sey nicht eher ein Abgötter worden, als nach seiner Niederlassung in
" ^ ran «), welches ungereimt ist *); andre sagen, er sey nie bekeret worden »), so wenig als
sein Sohn Nahor, der nachher Ur verlassen, um bey seinem Vater in Haran °) zunen; welches, wie es scheint, von ihm die Stadt Nahors genant worden"). Doch es wwarscheinlicher, daß beides Nahor und Haran sind bekeret worden, wenn man bedenkt,das Lor in der wahren Religion erzogen gewesen, und Abraham dem Isaac ein DMaus dem Hause Lahors gewält hat, weil er ihn nicht an eine von den abgöttischen Töä>'kern Canaans verheiraten wollen ^). Daher ein gelerter Schriftsteller annimt, Nahst'und Haran seyen die Namen, welche diesen beiden Brüdern zur Zeit ihrer Bekerung beige-legt worden«).
Indessen faste dieser Tharah gegen das Ende seines Lebens den Entschluß, ausChaldaa in das Land Canaan zuziehen; nam daher seinen Sohn Abram, und Sarahseine Schwiegertochter, nebst seinem Enkel, dem Lor, und kam, nachdem er Ur verlasse",zu Haran, einer Stadt in den nordwestlichen Theilen von Mesopotamien, an, und alser daselbst einige Zeit gewont hatte, starb er auch daselbst im aozten Jahre seines Al-ters ('").
§. 307.
Beschlus. So haben wir auf die beste Art, die uns möglich gewesen, was wir merkwürdiges
von den Erzvätern nach der Sundflut angetroffen, aus den Schriftstellern verschiedner ZcUken, Religionen und Länder, zusammen getragen. Im nächstfolgenden Abschnitte werdenwir weiter gehen, und von den Ueberbleibseln eines heidnischen Schriftstellers Nachricht er-theilen, dessen Geschichte sich, wie man glaubt, auf die ältesten Zeiten dieses Abschnits be>ziehen sollen.
Dritter Abschliff-
Die Geschichte Sanchoniathons nach der Sündflut.
Inhalt.
l. Beschaffenheit der Nachrichten Sanchoniathons. t> von der > -teil Geschlcchtsfvlge zio.
1. Algemeine Vorstellung derselben z" 8 - c. von der izten Gcschlechtsfolge zn-,,s.
r. Besondere Anzeigen il. Beurtheilung derselbe» und der cumbcrlandischcn
s. von der Uten Geschlechtsfolge zoy. Mutmassungen darüber z>9-z-z.
Nachricht
Sanchonia-
thons.
§. Z80..
ia wir in eiyem der vorhergehenden Abschnitte die phönicische Geschichte Sancho-niathons bis auf die zehnte Geschlechtsfolge herunter gefürt haben, die aller War-scheinlichkeic nach in der Sündflut umkommen ist, ob er selbst gleich dieser grosslen Begebenheit nicht gedenkt; so wollen wir hier die unterbrochne Folge seiner Erzälung
wieder
«,) apucl pererium in 6 cnef. c. II. Siehe -HD. art. Lbrakgm rem. 6 .
Nc>m -)^-,F»Fr».sec!ulr Oei lid^ i^.c. IZ. a) Vergleiche l Mas, rg, lv. »I>t
»Mos 27,U„dr8,lv. s>rMos.r4,Z e)/H-^- 4 erel. Vet ters.
(207. B-) Von Abrahams Umständen wird im in Lhaldäa auf götlichen Befel geschehen, erhelletfolgenden fuglicher gehandelt werden. Von Ur ist ausApg.7,r. 1 Mos«,zi. Daß-Haran in Me-zu vergleichen Christian lwagners stille«, ste Vr soporamien von dem verstorbenen Bruder Abra-Liralstaeoruw, in tlret. tbeol. pliil. tom. l p. 17Z I9g. hams benant worden, ob er gleich zu Ur gestorben,Die Abgötterey des Hauses Abrahams ist erweis- ist nicht unwarscheinlich.lich ausIos 24,r. Daß der erste Ausgang aus Ur