Band 
Erster Theil.
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283 II Hauptst. Algemeim Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.

mit Gewalt bemächtiget, und bey ihr gelegen, so oft es ihn gelüstet, hernach aber davon ge-gangen; ja er versuchte sogar die mit ihr erzeugten Kinder umzubringen. Doch ver-theidigte oder rächte sich (8e auch, indem sie fremde Macht zu ihrer Hülfe zusammenbrachte.

§. ZI2.

Begebenhek- Doch als Cronus das mänliche Älter erreichte, brauchte er den Hermes Trisnie/teil unterdem'gistus als seinen Rath und Beistand, denn derselbe war sein geheimer Schreiber, und rvie-Cron us- hersetzte sich seinem Vater Uranus, seine Mutter zu rächen; Cronus selbst aber hatte zu Kin-

dern die Perftphone oder Prostrpine, und Athmen oder Minerven. Die erste davonstarb als Jungfer; aber nach dem Anschlage der Athene» und des Hermes verfertigteCronus einen Säbel und ein Spies aus Eisen. Hermes sprach hierauf zu den Gehüb .fen des Cronus einige Zauberworte, und wirkte damit in ihnen eine feurige Begierde, wie-der den Uranus zu fechten, zum Behuf der Ge. Und so bekriegte Cronus den Uranus,trieb ihn aus seinem Reiche, und folgte ihm in der herschaftlichen Macht oder Würde nach-

In diesem Gefechte ward eine hochgeliebte Beischläferin des Uranus gefangen ge-nommen , die eben schwanger war. Cronus gab sie dem Dagon zum Weibe, und in des-selben Hause brachte sie das vom Uranus noch erzeugte Kind zur Welt, und hieö esmaroon.

Nach diesen Begebenheiten bauet Cronus einen Wal rings um sein Haus her, undgründet Bydlus, die erste Stadt in Phönicier» (^). Als Cronus nachher einen Ärg-won gegen seinen eignen Bruder, den Atlas, gefast hatte, stürzte er denselben, auf des Helftmes Anraten , in ein tiefes Loch der Erde, und begrub ihn daselbst.

Um dieselbe Zeit haben die Nachkommen der Dioscuren einige in Eil zubereitete,und andre stärkere Schiffe erbauet, mit welchen sie in See gegangen; als sie aber nahe asdem Gebirge Laßius gestrandet, haben sie daselbst einen Tempel geweihet (").

§. ziz.

terlehre gehalten; die Atlantier in Africa leiten ih-ren Ursprung von ihm her. Der Bischof hältdafür, die Ursach, daß er auf eine so grausame Artlebendig von seinem Bruder,nach SanchonimhonsErzäiling, vergraben worden, sey gewesen, diesemund dem Thorb die Herschaft über die abendlän-dischen Theile von Africa zu versichern, wo die At-lanrier gewonet; obgleich bis Vorhaben nicht eheals durch den -Hercules oder Accles, der auch As-sis helft, den Hirtenkönig von Egypten, unter derRegierung des Antäus, des Sohnes des Atlas,bewerkstelliget worden (40). Der Bischof entschlieftsich, den Atlas lieber vor einen Bruder, als vor ei-nen Sohn des Japetus zu halten, wie die Grie-chen ihn vorstellen, weil Ganchoniatho ihn vor ei-nen Bruder des Lronns ausgiebt, den auch dieGriechen durchgehends vor den Bruder des Jape-tus annemen.

(K) Man dringt auf diesen Einwurf gegen dieGlaubwürdigkeit dieses UeberbleibselS, daß Byblushier vor die erste Stadt in phänicien ausgegeben

4V) 8->ncKon. p. zr?. zsz. (4,1 Sl-He Hauptst. I. Abschn. 5 § l?s> (4!)

vrixin. xcnr. aimguiü. x> 174. vdi luxr» p Zt-8-

wird, nachdem oben, in der fünften Geschlechtsfolge,schon der Stadt Tyrus Meldung geschehen (4>>'doch aus dem, was daselbst gesagt worden, läst Mweiter nichts schliessen, als daß es ein bewonter OUgewesen, der vieleicht Einwoner gehabt, die in Zel-ten oder hin und her zerstreuten Hütten gelebt: denndie Art, Gebäude aus Backsteinen anfziifürcn, diean der Sonnen gedörret worden, ward nicht ehererfunden, als drey Geschlechtsfolgen später. Ausserdem, wenn es auch eine Stadt genant worden, stleidet solcher Ausdruck doch die Auslegung, daß e»ein vorläufiger Gebrauch einer künftigen Benennunggewesen. Bpblus scheint der herschaftliche Sitz de»Tronus gewesen zu seyn, wie es, nach des Bisch oftMeinung, dem Mizrgim gleichsals auf einige Z^rdazu gedienet (4»).

(L) D. Lumberland bemerkt, daß dis die ersteSchiffart sey, deren wir in der Geschichte nachSündflut gedacht finden (4Z): und vieleicht ist d>'auch der erste Tempel gewesen, den man erbauet hat'denn vorher bediente man sich beweglicher Tcmps'

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