294 n Hüüptst. Atgemeine Geschichte vsti der Sündflut bis Abrahams Geburt.
ri, die sieben Söhne Gydyes, und ihr achter Bruder Ascleprus, auf Befel des Gott^Taaurus zu allererst in Denkbücher.
Alle diese Dinge hat Thabion,, so der erste Hierophant oder Vorsteher dergen Gebräuche unter den Phöniciern gewesen, in Sinbilder verwandest; und nachd^er die Begebenheiten mit den Erscheinungen in der Natur und Körperwelt vermischt, diesesben denenjenigen überliefert, welche die Argia gefeiert, und denselben Propheten, webche den Geheimnissen vorstunden, und allezeit darauf gesonnen, ihre Fabeln auözuschwwken, auch auf solche Art dis alles weiter auf ihre Nachfolger fortgepflanzt haben, und a«ldiejenigen, die nachher unter dieselben aufgenommen worden. Einer von denselben warIsiris (A), der Erfinder dreier Buchstaben, der Bruder des Ehna, des ersten Phönicierswie er nachher ist genant worden e).
§. Z19.
Beurtheilung So haben wir den Leser mit den wenigen Ueberbleibseln beschenkt, die von bestdieser nach- phönicijchen Altertümern noch sind aufbehalten und vom Sanchoniarhon gesaniletrichten. „worden; worin ein freies und offenherziges Bekentm's von dem Ursprung des Götzen'dimsts abgelegt, und aufrichtig gestanden wird, daß ihre Götter einmal sterbliche Menschengewesen. Eine Sache, deren sich die Griechen geschämt, und daher lieber alle Geschichteder Götter in Sinbilder und physikalische Abhandlungen verkert haben ^). Ein geirrterPrälat neuerer Zeiten (^), der sich bemühet bis Ueberbleibsel zu erleutern, und es mit derSchrift einstimmig zu machen, hat zu dem Ende mancherley Aenderungen und Ausbeffe«rungen in demselben vorgenommen: indem er voraussetzt, die Nachrichten, aus welchenSanchoniathon seine Geschichte ausgezogen, seyn in diesen Stellen durch die Cabiren,die ersten Verfasser derselben, verfälscht worden, die insonderheit alle Meldung der Sünd-flut
c) apuö p. 40. 41. -t) orig. lacr. 1,1. c. I. §. 7.
(A) Weil Isirls hier der Bruder des Lhna oderLanaans genant wird, so folgert der Bischof dar-aus, daß es Misor oder Mizraim, der Bruder desThors sey (89). Er bemerkt auch, daß -Hellanicus,ein noch älterer Schriftsteller als -Herodotus, dieegyptl sehen Priester oft den Namen Gsiris, -Hy-siris habe aussprechen gehört (90); und sagt, San-chomathon stelle den Isiris oder Mi;ralm undThorb als Phönicier vor, seinem Lande Ehre zu ma-chen. Und die Ursach, warum unser Schriftsteller eineund eben dieselbe Person an diesem Orte Isicis, undvorherMisor nenne, sey, weil er im vorhergehendenTheile scinesWerkes diesenNsmen geschrieben,wie erihn gefunden, in der Meinung,es sey nicht erlaubt,vonden Urkunden abzugehen; hier aber denselben ge-schrieben, wie er zu feiner Zeit ausgesprochen wor-den, in der Meinung, er müsse sich nach dem gewön-lichen Gebrauch richten "91). Aufden Einwurf, daßIsiris nicht füglich Mizraim seyn könne, weil esnicht warscheinlich sey, daß er die gottesdienstlichenLehren in Sinbilder solle verwandelt, sein SohnThoth dieselben aber auf eine verschiednehistorische
Weise aufgezeichnet haben; wird geantwortet:Thoth habe vieleicht, ehe er die Regierung in Lgs-pten angetreten, die Cabrren diese historische Nach-richt oder Erklärung aufzuschreiben veranlafl, un>seinem Gedächtnis zu statten zu kommen, oder auchden Lgyptiern zu zeigen, daß die phönicrfthe Artdes Gottesdienstes alter sey als ihre fabelhafte Vor-stellungen; welches demnach nicht zur Abschaffung,sondern zur Erklärung der von seinem Vater einae-fürten Religion geschehen. Endlich kan auch dieserganze stnbildliche Schauplatz der egyplisihen Feier-lichkeiten, den Plutarch vorstellet, nicht so alt alsMi^raims Verfassung seyn; indem sich vieles da-von auf seinen Tod beziehet, und vieles, nachplu-rarchs (92) eignem Geständnis, vom Isis (9z) istbeigefügt worden.
. (D) Bischof Tumberland. dessen Anmerkung?»über diesen Schriftsteller wir bisher, nur mit gar we-nigen Zusähen voll dem unsrigen begleitet, mitge-theilt haben, weil wir unsre Anmerkungen bis hieher»ersparet haben.
(89) on 8 z»clion. p. yy. sg. (90) öe Illse c- Olirlcie y.
vbi lvgrZ x. 101, los, ;yr) Vvl tuxra, (9)) Ibiü, p. ic,z, leg.