Band 
Erster Theil.
Seite
296
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296 ii Hauptst. Algemeine Geschichte von der Sündsiut bis Abrahams Geburt.

seine Nachkommen gewesen, die sie doch für die Stifter der phönicisthen undsct-en Völker erkant haben? Wie kam es denn, da sie den versus oder Iapher vornCronus abgesondert, daß sie ihn nickt durch eben dieselbe Ehrenerklärung schadlos geh»''ten, als seinen Bruder, den Sydyc (.^), sondern ihn nur beiläufig zwey oder drey GsschlEter später hinsehen? War er ein Verstosner, der nicht einmal dem Cronus Geselschast I"'sten durste? Doch, in Ernst von der Sache zu reden, so kan man sich nicht vorstellen, daßThoth, der den Cabiris zu Aufzeichnung dieser Nachrichten Anleitung gegeben «), es voreine grössere Ehre solle gehalten haben, von einer Person in einer andern Linie abzustammen,die gar kein Aufsehen in den Geschichten macht; als vorn Cronus, der so berümt in der abten Welt ist: auch konte er nicht bey damaliger Bewandnis der Umstände die geringst*Hofnung aufs künftige haben, seine wahre Abkunft zu verbergen, wenn er es auch willensgewesen wäre: auch kan man von den Cabiris nicht annemen, daß sie so wenig Achtung g**gen sich selbst, oder ihren Vater, den Sydyc, sollen gehabt haben, wenn er Sem, und ablem Ansehen nach damals noch am Leben gewesen, daß sie sich selbst in die verhaste Lin>*Cains hätten sehen sollen. Die Versshung des Misor wird von einem Umstände bestribten, der notwendig zu erfordern scheint, daß er in eben die Geschlechtsfolge gehöre, wo er >»dieser Geschichte vorkamt. Denn da gesagt wird, Cronus habe sich, als er das manlich*Alter erreicht, des Raths des «Hermes oder Thoch bedienet, der sein geheimer Schreibe*gewesen: so scheint solches anzuzeigen, daß Thoth ein Man von mehrern Jahren uistgrösserer Erfarung gewesen, als Cronus selbst, folglich desselben Enkel nicht seyn könne»'Auch ist es unwarscheinlich, daß Sydpc, wenn er Sem gewesen, eine Tochter des C»0'nus oder Hain solte geheiratet haben: welches der Bischof von ihm geschehen zu seyn ver-meint, seine Ruhe und Sicherheit in Canaan zu befestigen, so auf der Mutmaßung berü-hrt, daß Sem Melchizedec gewesen: welche Meinung wir schon grundlos zu sey"oben gezeiget haben §), und unten weiter untersuchen werden.

§. Z2l.

Weitere er- Eben so wenig können wir einer andern Mutmaßung des Bischofs Beifal gebe»,wegung der-hie darin besteht, daß Jsiris mit dem Misor einerley seyn sol, weil von ihm gesagt wo*'^ he«, daß er der Bruder des Chna oder Canaan sey. Denn sie werden ganz unstrei-

tig als zwey verschiedne Personen bezeichnet, sowol dem Alter als andern Umstände»nach. Thoth war König in Egppten, als die Cabiri auf seinen Befel diese Nachricht*»verfertigten; dis zeigt an, daß sein Vater Misör, den der Bischof vor den Menes, denensten König in Egppten hält, und der nur zwey und sechzig Jahr regieret, bereits todt g*'wesen, wie der Bischof selbst gesteht ^): der Sohn Thabions aber, der die Geschichte >»Sinbilder verwandelte und mit Vorstellungen aus der Naturlehre vermischte, kam nach de»Cabiris, und überlieferte dieselben in der neuen Gestalt, die er ihr gegeben, denenjenigen,d>*den gotteödienstlichen Geheimnissen vorstunden, von welchen es weiter auf ihre Nachfolge*kam, und auf diejenigen, die nachgehends unter sie aufgenommen wurden; von welche»Istris einer gewesen. So daß Isrris nicht nur einige Geschlechtsfolgen später gelebt ?»

habe»

,) on 8anckc>n. p. 104. /) Icl. p. rvo. F) Siehe oben Hauptst. 2 Absch». 2. §. * 9 ''

vdl siipra p. ^5.

(D) Die ersten Verfasser dieser Geschlchtbücher den Ursprung der Cabirer» und der Schiffart an;»'scheinen bey den besondern Umständen, die ste von zeigen, undderphönicistben Stadt Lervrns eim'Sydyc und Nercus und ihren Nachkommen be- Ehre zu erzeigen, daß sie dieselbe zum erste» Sitz'»'richten, keine weitere Absicht gehabt zu haben, als rer Religion und ihres Handels gemacht.