4 Abschmt. Vorn Aufbruch »räch Siuear u>rd Erbauung Babels, zoz
Ausfünmg seiner Absichten zu hindern oder zu verzögern, nach welchen das menschliche Ge-A-^vS-A.lchlecht nicht immer an einem Orte beisammen wonen solte: so nötigte er sie, ihr Vorhaben,sie dasselbe zu Staude gebracht, aufzugeben (^), indem er ihre Sprache verwirrete, sokeiner verstand, was der andere sagte; von welcher Begebenheit die Stadt den NamenSäbel bekam 0, welches Verwirrung bedeutet: worauf denn die Zerstreuung und Stif-tung der Völker erfolgte.
^ Diese grosse Begebenheit trug sich kurz vor der Geburt pelegs zu, im goisten^)Uhre der Sündflut, als an dem Werke nach einiger Meinung zwey und zwanzig *), nachandrer aber 40 Jahr») war gearbeitet worden; so daß der Grund dazu zehrn, oder aufsNächste nur 23 Jahr nach Vloäh Tode müste seyn gelegt worden
§. M.
Viele, so die Verwirrung der Sprachen und die darauf erfolgte Zerstreuung des Ob dieser bauAnschliche,, Geschlechts als ein gütliches Gericht angesehen, haben daher den Bau von Änlich 2"ve-Subel vor ein böses Unternemen gehalten (^): und da sie vor die Ehre Sems und seinesGeschlechts sehr sorgfältig sind; so wollen sie nicht zugeben, daß dasselbe mit dabey gewesen,sondern behaupten, dieses Unternemen sey ganz allein nur von dem ungläubigen Theil desAnschlichen Geschlechts *) veranstaltet worden, in welcher Bedeutung sie die Wortevorstehen: die Fvinder der Menschen >). Andere im Gegentheil behaupten, daß nichtvur Sem , sondern auch Noah und Abraham, welche nach der einen Art der hebräi-schen Zeitrechnung zugleich gelebt, zur Auffürung dieses Gebäudes behülflich gewesen »).r rm"^ttelst andre sagen, HTimrod, der sonst durchgehends vor den Hauptbeförderer die-Werks angesehen wird»), habe sich nach Assyrien begeben, weil er darin nicht willigen
Daß die Erbauung Babels eine an sich selbst gleichgültige Sache, und keines-iveges sündlich gewesen, scheint aus dem Stilschweigen der Schrift zu erhellen, welche die-ses
^ > Mas. 17 , 7-8 9- ^ >//«§, etc. 6kronugr. p. go. rm-
p. exercir. linx. c. 8 . l>> 47 . liili. kcr. p. 48. eic. ckron. csnon. icc.
> 7 - P, 4 ? 8 - 77 -« ///>^ epkemer.pküol. Nilc.; tM»-. clirvnol. kcrL psrr. 1. 5. p- 26. Kilt, vniuer-
l?.y. p. y;. Lsc<>s>'/.pt!s>e§. 1.1-c- 10. lie ciuir. vei 1.17. c. 5. z<) I Mof-l>, 5. 2)
It- >» b. a) 2ntic,u. 1 .1.c. 5- /Ä»vbi tuyra.
cle cillic. Oei 1.17. c, 4. t-oannal. p, 14. t) Siehe oben §. 284.
Einige geben vor, der Thurm sey durchSturm-un^ven Bauleuten über den Kopf niedergeworfen,kss ous den Steinhaufen desselben die Stadt Ba-^ochgehends erbaüet worden (r).
z. ^ ) Die Bestimmung der Zeit dieses Thurm-
kan zu keiner völligen Gewisheit gebrachtN) °on. Die von den Verfassern angenommenedax'nuttg gründet sich theils auf dem Vornrtheil,».L^'bse Zerstreuung im Jahre der Geburt Pelegs^>Mhen (ror!, theils auf der angenommenen sa-„.^"gnifcken Zeitrechnung: hat aber, ausser dery^rwcir erweislichen Unrichtigkeit dieser letztem,kleine, Schwierigkeit, sonderlich wenn die allstersx» gsals behauptete Meinung von dem Beisammcn-Vvrt E ganzen menschlichen Geschlechts bey diesemMben damit verbunden wird, daß es unbegreif-
lich wird, sowol wie bey der schnellen Verviefältt-gung der Menschen in den ältesten Zeiten alle Men-schen bis-ins fünfte Jahrhundert beisammen bleibe»mögen; als auch, wie alsdenn die Pflanzung beson-derer Völker in den entferntesten Mittheilen durchdie Söhne und Enkel lssoäi) geschehen können, sodoch aus ihren Benennungen und Ueberlieferungen,verglichen mit i Mos. 12 unleugbar zu seyn scheint.
(K) C>" grosser Gottesgelehrter unter unsern Lands«leuken ist dieser Meinung, und nimt an, dieserThurm, dessen pyramidalische Gestalt, wie er sagt.dem Feuer oder der kegelförmigen Gestalt der Flam-me desselben gleiche, sey ein Denkmal gewesen, soder Sonnen, als der warscheinlichsten Ursach deraufgetrockneten Sündflut (g), zu Ehren aufge-richtet worden. Doch davon findet sich nicht die ge-ringste Spur in der Schrift,
li) sp!,(l Luleb. ilc prilep. euan^el, 1 .9, c. 14. et »xuä Ivsexb. LNklg. l. I, c, 4
(z) okiäolrn/.