Band 
Erster Theil.
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4 Abschmt. Vom Aufbruch nach Smear und Erbauung Babels. ZO9

Fclujia (^), etwa z6 Meilen südwestlich von Bagdad, gefunden zu haben. Lindauoella Valle ward durch eine andere alte Sage veranlast, dieselben ohngefar zwey Tage- ^^>sen tiefer herunter zu suchen, nahe b.y einer alten Stadt, Hella genant, die an eben

dem

Semeinen Meinung des dortigen Landes, die Nach- „henden kleinen Thürmen; davon einige verfallenNchr der Araber vor warscheinlicher, welche sagen, „und in Steinhaufen dalagen, andre aber noch ganzes sey Derselbe von einem ihrer Fürsten als eine Warte „verständig, fest, und mit künstlicher Arbeit ausge-«ngefurt worden, seine Unterthanen zu Krieges- „zieret waren, so eine genauere Besichtigung wolmten zusammen zu ziehen (6s); und diS scheinet auch „verdient hatte. Der Thurm Daniels steht noch>» dieser Sache die Warheit zu seyn. «ganz da, ist von schwarzen Steinen erbauet, und

lP) Rauwolf, ein teutscher Arzt, der im Jahr „wird »och bewont. Er hat, was die Höhe und'-74 den Euphrar hinunter nach Baghdad gerei- „Bauart berrist, eine Aenlichkeu mit dem ThurmA nachdem er an ein Dorf gekommen, welches er „auf der Kirche zum heil. Rrenz oder St. MoritzT^ugo, andere aber richtiger Felugia nennen, so „in Augspurg; man kan von demselben alle Stein-et Landungsplatz nach dieser Stadt zugewesen; „Haufen des alten babylonischen Thurms, denMeidet davon also: „Der Flecken Elugo liegt da, „Schloshugcl, nebst den prächtigen Gebäuden, und»wo vordem Babylon gestanden; doch jetzo ist nicht „die ganze Lage dieser alten Stadt, gar genau über-i,ein Haus da zu sehen, wo ein Reisender ein Ob- ,,sehen. Wir ruheten nach einer Reise von zwöls«dach finde» könte. Die Gegend ist so dürre und „Stunden bey zwey Anhöhen, eine hinter der an---UNfruchtbar, daß sie nicht kan gebauet werden: „dren, die gleich zween Parallelwällcn fortliefen,

»und so öde, daß ich gar sehr würde gezweifelt haben, „mit Oefmmgen an einigen Orten, welche ich vor»ob jemals diese mächtige Stadt hier gestanden, die „die vormaligen Thore der alten Stadt halte (71) ;„vordem die prächtigste und berümteste in der Welt „und dis zwar um soviel mehr, weil ich an einigen»gewesen, und in dem anmutigen und fruchtbaren „Stellen unter dem Sande, womit die beiden Hö-,>La»de Sinear gelegen, wenn ichs nicht aus der „hen meist ganz bedeckt waren, die alte Mauer gar„Lage und manchen trcflichen Altertümern abge- „merklich hervorblicken sahe. „ Unser Schtistsiel-„nommen hä"e, die „och jetzo, wiewvl in grosser lcr sahe nachher noch verschiedne andre Altertümer;„Verwüstung, daselbst angetroffen werden: als vors doch weil die Nacht einfiel, in welcher er seinen Weg„erste, aus der alten Brücke über den Euphrar, nach Baghdad sortstolpern muste, so verlor er sie„von welcher noch einige Stücke und Bogen, ein aus den Augen (72); und unter denselben, aller War-«wmig hoher über dem Ort, wo ich landete, übrig ge- scheinlichkeit nach, auch den Thurm Niimrods, so„»lieben, die aus Backsteinen gebaut, und von be- in der vorhergehenden Anmerkung beschrieben wor-»wundernswürdiger Festigkeit sind. Es ist auch den, der auf dieser Strasse liegt. Ein neuerer--erstaunlich, wie man hier eine Brücke hak bauen Schriftsteller hat auch einige Nachricht von diesen»können, wo der Strom so kies, und zum wenig- Steinhaufen gegeben, irret aber gar sehr in der La-- ste» eine halbe Meile breit ist; da wir doch auf ge derselben, wie es in der Erdbeschreibung durchge-->dem ganzen Wege von Bir bey Alepps, wo der hends sein Gebrauch ist (7z).

«Flus weit schmäler ist, keine Brücke angetroffen- (Q.1 Dclla Valle, der im Jahr 1616. in Bagh-„Nahe bey dieser Brücke liegen Haufen von baby- dav gewesen, reisete über fünf Tage zwischen dieser'-wuischeüi Peche, die Schiffe damit auszupichen; Stadtund den Steinhaufen Babels, welche zu be---und djchw vor dem Flecken liegt der Hügel, wo sehenerden Wegauf der Flusseite genommen durch„vordem die Burg gestanden, in einer Ebne, wo man Rus-Manr'a, einen Flecken, so zu Thevenors Zeit„Noch einige Ueberbleibsel von der Festung sehen kan, der Landungsplatz nach Baghdad war (74), an stat->d>e gänzlich verwüstet und unbewont ist. Nicht des nicht weit davon liegenden Lelugra; bey seiner«weit davon hinter derselben steht der Thurm von Nückker aber nam er den kürzesten Weg durch die»Babel, der jekt noch zu sehen ist, und im Durch Ebne, und kam in zwey Tagen zu Baghdad an,»'Mit eine halbe Meile hat; er ist aber so gänzlich von welcher Stadt diese Steinhaufen südwcliwerts«ierstßret, ruedrig, und mit giftigen Thieren, die sich oder mehr gegen Mittag liegen. «Inder Mitten»Holen in demselben gemacht haben, angefült, daß „einer weiten und gleichen Ebne, sagt dieser vorkref-»wans nicht wagen darf, sich eine halbe Meile her- „liche Reisebeschreiber, ohngefär eine Viertelmeile»um demselben zu nähern, zwey Monate im Jahr „vom Euphrar der hier gegen Abend fliest, er-«ausgenommen, in welchen diese Thiere nicht her- «scheint, gleich einem hohen Berge, ein Hausen zer---vvrkvmmen (70). „stärker Gebäude, deren Baustücke so unter einander

«Auf dem Wege nach Bagdad war die Straffe „geworfen daliegen, daß man nicht weiß, was man»anfänglich sehr rauh, und »ol von geräumigen und „daraus machen sol. Die Gestalt davon ist ein»prächtigen Gebäuden, Bogen, und im Sande ste- „Viereck, und steiget nach Art eines Thurms, oder ei-

O.q z „ner

(§-') ^«„«/„vki üiprg. (70) Siehe seine Reisen c. 2 c-7. §->64. (71) Ibi-I p.166 (7-)ib!<!.p.>67.

(?Z) Mic. 6>,x«,2,Mkisleputc>>rer ofcbe snrlenis x. 48. Traucis xart. 2 v. I.c.y.y.go.