Zis ii Hauptst. Algetneim Geschichte vonder Sündflut bis Abrahams Geburt.
I tt.d S 421 .dem Flusse liegt. Und hieher müssen auch die Steinhaufen gesetzt werden, die ein neuererV.L.G.2Z97 jn diesen Gegenden gereifter Schriftsteller beschrieben hat (2h. Wir haben Auszüge au^
„ner Pyramide von vier Seiten in die Höhe, die„nach den 4 Himmelsgegenden des Lompasses ge-dichtet sind; doch scheint die Seite von Milter-„nacht gegen Mittag länger zu seyn, als die von,„Morgen gegen Abend; und macht, so weit ich es„nach meinen Schritten beurtheilen konte, eine star-ke Viertelmeile aus. Seine Lage und Gestalt'„kamt mit der Pyramide gar wol überein, die„Srrabo den Thurm des Belus nent, und die al-,,ler Warscheinlichkeit nach der Thurm Nimrovs„in Babylon oder Babel ist, wie der Ort noch ge-„nennet wird. Schon zu dieses Schriftstellers Zeit,,hatte derselbe nichts mehr von den Stiegen und„andern Zieraten übrig, deren Herodotus ge-schenkt: indem der gröste Theil davon durch den„Zkerxes zerstöret worden, und vom Alexander, der„sich vorgesetzt hatte, ihm seinen vormaligen Glanz„wieder herzustellen, worin ihm doch der Tod zu-vorgekommen Ausser dem Bezirk dieses hohen„Klumpens sieht man keine Merkmale von zerfalle-nem Manerwerk, die einen überfüren könten, daß„hier jemals eine so grosse Stadt, als Babylon, sol-„te gestanden haben; denn alles, was man innerhalb„;o oder 60 Schrie herum entdecket, find einige hier..und da zerstreute Neberbleibsel von Grundlagen zu„Gebäuden, und die Gegend rund umher ist so flach„und schnureben, daß man stchs kaum einbilden„kan, daß dieselbe zur Lage einer so grossen und be-,.rümten Stadt, als Babylon, solle seyn ausgesucht„worden,oder auf derselben jemals einige merkwurdi-„geGebaude gestandet» haben. Doch,ich meinesTheils„wundre mich vielmehr, daß noch soviel davon ge-„sehen wird, als noch wirklich da ist, wenn ich be--„denke, daß es wenigstens 4000 Jahr her sind, seit„dem diese Stadt erbauet worden, und Diovorus„aus Sicilien uns berichtet, daß dieselbe schon zu„seiner Zeit ganz von Grund aus zerstöret gewesen.„Die Höhe dieses Berges von Trümmern ist nicht„auf allen Seiten gleich, übersteigt aber doch den„höchsten Pallast in Neapel- Es ist ein unförmli-„cher Klumpen, ohne den geringsten Schein einiger„Ordnung; a» einigen Orten läuft er in Spitzen„zusammen, ist steil und unzugänglich, an andern ist„er flacher und von leichterem Zugänge: von der„Spitze bis aus den Boden herunter flehet man ver-„schiedene von den gewaltigen Regengüssen verur-sachte Risse, und beides von innen und aussen cin-„zele Stücke, einige höher, andere niedriger. Es„läst sich nicht entdecken, ob jemals einige Staffeln„hinanzusteigen, oder Thore hineinzugehen, vorhan-den gewesen; daher sich leicht urtheilen läst, daß„die Stiegen, so Wendelweise an der Außenseite um-„her gelaufen und die wenigste Festigkeit gehabt,,,zeitiger zerstöret worden; so daß jetzo nicht
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«die geringste Spur von denselben mehr g^'„wird. Inwendig findet man einige Grotten, ao,„so verwüstet, daß man nichts draus machen ka»'
„und es ist zweifelhaft in Betrachtung einiger den- ,
„ben, ob sie zu gleicher Zeit mit dem übrigens„erbauet, oder nachher nur von den Landleuten s>„Verbergung gemacht worden, welches letztes„mntmaslichstezu seyn scheint. Die Mohamm»„Vaner glauben, diese Hälen seyn von GOttzu^'.„hältnissen der Strafe vor zwey Engel, Harun»„Marut, bestimt worden; die, wie sie vorgeben,„Himmel gesandt worden, die Verbrechen der„schen zu richten, ihrer Obliegenheit aber nicht na«„gekommen. Es ist aus diesen Steinhaufen klan„daß der Thurm Nimrod» aus grossen und dickn„Backsteinen erbaut gewesen, wie ich sorgfältig„merkt habe, da ich an verschicdnen Orten in d>E„Absicht Hölen graben lassen; doch scheinen diese»„ben nicht gebrant, sondern an der Sonne getrost»^„zu seyn, die in diesen Gegenden ganz entsetzlich he«„ist. Bey Einlegung dieser Steine hat man n>e'„der Leim noch Sand gebraucht, sondern nur E„mischte und versteinte Erde; und an den Orten, s'„die Lager ausmachen selten, ist mit dieser Erde, d»„stat des Leimes gedient, gestoßen Rohr oder solch„hartes Stroh gemengt worden, daraus man grob„se Matten verfertiget, um den Bau desto mehr j»„befestigen. Nächstdem bemerkt man auch an man-„chen Orten in gewisser Weite von einander, und„zwar insonderheit da, wo es am festesten schließe»„müssen, verschiedn« andre Steine von eben der Gröb„se, aber fester und im Ofen gebrant, die mit guter»„Leimen oder Harz eingesetzt sind; doch besteht die„gröste Anzal aus solchen, die nur an der Sonne ge-„dörret sind. Ich zweifle nicht,daß dieser Steinhau-fen das alte Babel und der Thurm Nimrov»„sey, denn ausser dem Zeugnis der Lage wird c»„noch von dem Volk des Landes dafür erkant, und„von den Arabern gemeiniglichBabel genant (?;).-
Dieses ist die Nachricht dieses aufmerksamen Rei-senden, dessen Maler nach seiner Anweisung de»Grundris und verschicdne Aussichten dieses Stein-haufens gezeichnet hat, die wir aber in keiner Ausgabeseiner Werke antreffen; nur Ri'rckcr hat in seine»Schrift, Tnrris Babel, zwey Stück davon mitge-theilet. Doch mit dem allen scheint es nur ein so")riencrs Gebäude zu seyn, als oben gemeldet worden,welches von den Arabern zu emcmWachtthurm aul-gefürt worden.
(N) Dieser Herr (76) hat nach seiner Schärfst»-nigkeit aus diesen wüsten Klumpen doch was zu wa-chen gewust, und eine gxxsse Ähnlichkeit zwischen den-selben und dem Thurm des Belus gefunden, wie ih»-HeroSotus beschreibt, obgleich die Ansmessunaeir
nicht
(?6) bis i-pulciire- okrks lari-arr?. Z5-