z Abschritt. Volt Verwirrung der Sprachen» ziz
Fünfter Abschmt.
Von Verwirrung der Sprachen.
I n. d S 401
V.L.G. L 5 V 7 .
Inhalt.
I Es werd«» vorläufig folgende Fragen untersucht: bräische Sprache die älteste se» ? 144; 1,45. Z.L.
1) Ob der Ursprung der Sprache» uninittcldar von ;) Öd alle andere Sprachen von der hcdraitchen ab-GOtt herrüre? ;z4-z;8. -l Ob vor der Eündflut geleitet werden können r.7. Hieraufmehrere Sprachen gewesen? z;9> O Welches die ll. wird die Verwirrung der Sprachen betrachtet, undallererste Sprache sey Diese Ehre eignen sich zwar >) wie eS dabey »»gegangen rgg-zec». r) wa-vicle Völker»u ?4>- Die syrische Sprache wird von für Sprachen daher entstanden z;>. z;r»vielen für die älteste angesehen. Z4«. 4) Ob die he-
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wir in diesem Abschmt an dem sind, einige Nachricht von dev Verwirrung der .Sprachen zu geben: so kan man billig von uns einige Betrachtungen erwarten spräche. ^über den Ursprung der Sprache, so eines von den grösten UnterscheidungsstückenZwischen uns und den thierischen Geschöpfen ist, das grosse Band, so die Geselschaft zusam-men hält, und das gemeine Ueberlieferungsmittel, durch welches die Entdeckungen der Er-kemnis von einem Menschen und von einer Geschlechtsfolge auf die andre fortgepflanztwerden.
§. ZZ5.
Wenn das Zeugnis Mosis gültig ist, so scheknts unleugbar zu seyn, daß die Sprache 2b ^ vondem ersten Menschen als ein unmittelbares Geschenk von GOtt mitgetheilt worden. Nicht Gott herkom-als wenn wir davor hielten, GOtt habe demselben wirklich eine lautliche oder ursprüngliche me?Sprache eingegeben; sondern daß er demselben das Vermögen, deutliche Veränderungendes Schals hervorzubringen (^), womit er versehen gewesen, merklich gemacht, nebst demGebrauch derselben zu Zeichen seiner Gedanken, und darauf die wilkürliche Bestimmungderselben dem Adam überlassen (^); welches dadurch angezeiget wird, daß GOtt die Thie-re
(A) Wir können uns nicht einbilden, daß jemalsUndeutliche Arten des Schals von irgend einemVvlkeseyn gebraucht worden, sich ihre Gedancken untereinander mitzutheilen; noch daß einige Beispiele da-von können gefunden werden, was auch einige Reisen-de in diesem Stück von manchen entfernten Völkernberichtet baben.Man erzält uns,daß dieSamoyeden,so die Küsten von Siberien und des Eismeers bewo-nen, nichts menschliches, bis auf die äussere Gestalt,ansich haben sollen; und daß der ungewisse Schal, densie von sich geben, keine grössere Ähnlichkeit mit einerSprache habe, als das Geschrey der Äffen (1): daßdie Grönländer sich eines so ungeschlachten Schalsals Thiere bedienen, daß sogar kein Däne oder -Hol-länder denselben jemals nachzumachen im Standegewesen (2.): und daß die Sprache der Hottentoten°ern Kollern der türkischen Häne weit näher kom-We, als einer Menschenstimme, ob sie gleich unterchnen vieleicht verständlich seyn mag <z). Doch esm die Frage noch, ob diese Schriftsteller in demselben»alle tauglicheNichter abgegeben, indem sie derSpra-
che dieser Völker nicht kundig gewesen. Und bis umso viel mehr, da wir auf genauere Nachfrage glaub-würdig benachrichtigt worden, daß die Sprache die-ser letztem, ob man sie gleich gemeiniglich unter al-len andern für die allerundeutlichste gehalten hak, garnicht eben zu verachten sey; und daß die daselbst beydemVorgebirge der guten Hofnung angesessene Hol-länder dieselbe verstehen, und ganz erträglich redenkönnen.
(B> Mohammed nimt in seinem Loran an,Adam sey auf die Namen der Dinge nicht andersals durch eine Offenbarung gekommen. DiesesBuchqiebtvor, die Engel hätten bey der Schöpfungdes Menschen einige Geringschätzung desselben bli-cken lassen, worauf GOtt den Adam die Namender Dinge geleret, und aisdenn die Engel befragt,wie diese Dinae heissen; wovon dieselben gestanden,daß es über ihre Erkentnis sey: da denn GOtt demAdambefolen, ihnen dieselben zn nennen, welcheser auch gethan; worauf die Engel auf gütlichen Be-fel dem Adam als ihrem Obern gehuldigt (4).
(r) 7 -i.KLz,,, x.844. (;) (4)/Ucottn.c.L.v.zo.elc.
A.W.H.I Theil. Rr