Band 
Erster Theil.
Seite
316
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zi6 ii Hauptst. Algenieine Gesthichte von der Sündfiut bis Abrahams Geburt.

I n d,S.4->-- daher auch diejenigen, denen Mosis Schriften nicht bekant gewesen, sich eingebildet haben,

».L G. -;v 7 . seyn im Anfange nicht besser dran gewesen, als das stumme Vieh, bis sie aus

die Länge aus der gemerkten Bequemlichkeit den Gebrauch der Sprache gelernet ( >Verschiedne von den Alten sind der Meinung gewesen, die Menschen hätten im Anfang derWelt ihre Gedanken durch stumme Zeichen, oder durch blosse Geberden, oder auch durchundeutliche Arten des Schals'ohne Bedeutung, ausgedruckt; und sich nachgehends ersteiner Sprache beflissen, durch Bezeichnung der Dinge mit deutlichen Namen, dienicht anders als nach langer verstrichener Zeit zu einiger erträglichen Beständigkeit ge-diehen -r)

§. ZZ8.

Enge gren- Wenn wir den ursprünglichen Zustand Adams, und die wenigen Ding« bedenken/zen der ersten die er zu nennen Gelegenheit gehabt: so kan man sich nicht vorstellen, daß die Sprache desspräche. selben im Anfang von grossem Umfange solte gewesen seyn. Denn wenn wir in unsern Wör-terbüchern einmal alle die Worte aussireichen wollen, die durch die almälige Erfindung derzur Bequemlichkeit des Lebens dienlichen Künste, durch genauere Unterscheidungen der ver-sihiednen Acten von Geschöpfen, oder durch ineraphpsrsshe Betrachtungen über die Wi^kungen der Sele, sind eingefürt worden; so würden wir finden, daß, was alsdenn übrig ge-blieben, einen gar kleinen Bezirk ausmache; so daß es notwendig verschiedne Menschenaltckmus gewäret haben, ehe eine Sprache nur einigen Grad der Beständigkeit, in Verglel-chung unsrer heutigen Sprache, erlangen können. Gcaliger theilt dies e Meinung zufolgedie Sprache in drey Gattungen oder Stufen ein, als nemlich erfunden, entweder zur Not-wendigkeit, oder zum Nutzen, oder zum Vergnügen. Die erste ist die unvolkomne Spra-che, oder vielmehr nur Versuch zur Sprache, so oben gemeldet worden, und nur zuniMittel der notwendigen Unterhandlung zwischen den Menschen dient. Die zweite war etlwas gereinigter und ausgearbeiteter, indem sie zum Gebrauch und zur Bequemlichkeit ein-gerichtet und geschicktgemacht, und gewisse Verhältnisse, Fugen und Züge in den erstengroben Entwurf gebracht; woraus eine gewisse Regel im Sprechen entstanden. Die drite

te

5ic, üb. I. p. 8. viö. 6- vero culm üb. 10 .

(E) Diese Gedanken hat -Horatz in folgendenZeilen ausgedruckt:

Huum proreplerunk primis animslis terris,kvlutum sc ttirpe pecur, - - -Ocmee vertzs, guibus vnces lenlusgue notsrent^ominsgue inuenere (ir).

Als sich vom ersten Staub die Thierwelt losge-wunden,

Wars stum und schnödes Vieh - - -Bis sie die Worte drauf, dem Sin zu Zeichen,funden,

Und jedes Ding benamt. - - -Und Lucren von eben dieser Sache:

7tt varios linßuse lonitus naturs lulregitkcklttere, et vtilitss expreilit Nomina rereim (lz).Zum Laut hat die Natur den ersten Mund gerärt,Und Namen in die Welt der Nutzen eingefürt.Dieser letztere macht sich auch Aber diejenigen lustig,

welche die Sprache für die Erfindung eines einige"Menschen halten (.14).

(217. B.) Von der ursprünglichen Sprache han-deln ausfürlich Gteph. Morrnus exerc. 1 öe im-Aus primaeus, Thom. -^äj/ne ciiT cie UnAuanuNcoZnatione et liarmonia in Thom. Crenii anale'6tis pkilol.crit. l,ik. p. i.L,alwo auch -Heinr. Rip-prngs exercit. cie lingua primseua p. zu leg. iN-gleichen pekr. ^Zolms cie lcriptura et lcriptionap. 87 leg. und äe?ermone >1.486 befindlich ist, Aug'Pfeifer äilp (le linA. protoplaliorum im fssc. iiiu.plnl. ck 6 und in der melhorm'fchen Samlu»STb. a pag. rz4 rc^alwo auch p 240 ein AusMausErn. Christ. Scbrövcers ciiip cie iinZus psllM3 angetroffen wird, ingleichen Aug- Calmer M»-lur la xremiere lsnßue im comment. litt. tow. ^k.i5-

Hio) L>, ae. serm. lid, I. tat, z. v«r. 9-. «tc. (y) c!e rerum äst. Üb. 5, ver, 1027, etc.

ver, »4«, etc,

(14)