Band 
Erster Theil.
Seite
318
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zi8 ii Hauptst. Algemeine Geschichtevonder Sündflutbis Abrahams Geburt.

I-nd.S^o>. H. z^.i.

- Ausser den verwandten Sprachen, die wir gemeiniglich die morgenländischen nenne»,

verschiedener haben noch die armenische, celrische, coprifthe, griechische, teutsche und chinesiftu^sprachen. Sprache in diesem Stück den Vorzug zu behaupten getrachtet. Die armenische, celnsepe

und coprifthe haben wenig Beweise vor sich anzufüren, ausser dem Altertum ihrer Völkerobgleich die erste derselben darauf dringet, daß, wie die Arche in ihrer Gegend stehen b!ie-den, und Noah mit seinen Kindern eine Zeitlang daselbst habe wonen müssen, ehe dieniedrige und morastige Gegend von Chaldaa sie aufzunemen im Stande gewesen: es da-her auch vernünftig zu glauben sey, daß dieselben ihre Sprache hier zurück gelassen. D>e. griechische haben einige Schriftsteller darum für die allerälteste ausgegeben, weil sie vonso grossem Umfange und Reichtum ist <?). Die teutsche Sprache, oder vielmehr die Mund«art derselben, welche in den Niederlanden und Bradane gesprochen wird, hat einen sehreifrigen Verfechter gefunden ^), der sich sogar bemühet, das hebräische aus derselbe»Sprache herzuleiten. Und die Ansprüche der chinesischen zu unterstützen'), hat man sichnicht nur auf das hohe Altertum dieses Volks, auf ihre frühe Kentnis der Künste undWissenschaften, und auf ihre Bewarung vor aller erheblichen Mischung und Unterhand«lung mit andern Völkern, so viele Zeiten hindurch, berufen: sondern auch auf die Natukund sonderbare Beschaffenheit der Sprache selbst, die in wenigen, und durchgehends einsybbigen Worten besteht, sehr einfältig in ihren Wortfügungen ist; indem sie keine Mannig«falcigkeit der Declinationen und Conjugationen, oder Regeln der Sprachlehre hat; undüberdem so bescheiden ist, daß man von ihr sagt, sie habe keine Worte die Glieder zu be«zeichnen, die man sorgfältig zu verbergen pflegt welches alles man vor starke Merkma«le gehalten, daß sie die erste Sprache der Menschen sey; der schon oben gedachten Meinungnicht zu gedenken, daß Nvssh der Stifter des chinesischen Volks sey (^).

§. Z4^'

§) L//-F-L. Lnnrl. p. ;o. ty in nrixin. ^Mrvorp. H S. N-U- rovvLnIs rlie pr'iiniriue

I^nZuiixe. ä'-MeFo rel. c!e IsLkinn parke I.c.il, e) Siehe obeN§.S7Z. p. S5z.

Volk seyn müsse, -Herodotus bemerkt, daß dieGriechen unter andern lächerlichen Dingen erzälttN/diese Kinder seyn von Weibern aufgezogen worde«-denen man zu diesem Vorhaben auf königlichenfel die Zungen ausgeschnitten (i;). Der Auslegtdes Aristophanes (16) erzält uns eben diese Ge<schicht von einem ändert« Könige in Egypten,mens Sesönchosis.

(riA. B.) Von den Ansprüchen verschiedenstSprachen aufdas Vorrecht der Ursprünglichkeit,ausser den pbenangefürten Schriften (L17) zu ver-gleichen Hr. D. Larpzov in der crit. kscr. park. l

csp. ; !eä. r, «vo zugleich mehrere Schriftsteller all«

gefürt worden. Denen noch beizufügen Joh. Joacv.-Scbrödersciiill äe primseiiolingehrLics und cl>"'cle nsturo linß.ebr. BrauO^enr.GebhnrSi r äu?>äe primseuitste ling. edrscae und Gotlfr. Epht:GerlaGs lle ehr. iing. antiguitste contra cricicxuiusstsw cstleherr. lententism, so gegen ClerieUwgerichtet ist. Die griechische Sprache hat an demHrn. von Sey -HarSt einen eifrigen Verfechters

funden/

Despsammetichus Absicht dabey war, ausfindigzumachen, was vor ein Wort die Kinder zuerst her-vorbringen würden, wenn sie einen deutlichen Schalzu bestimmen anfangen selten; indem er sich ein-bildete, wie aridre nach ihm gethan haben, sie wür-den natürlicher Weise die ursprüngliche Sprache re-den, wenn sie keine andre gelernt hätten. NachVerlauf zweier Zahre, als der Hirte eines Tagesin die Hütte trat, hatte er kaum die Thür eröfnet,als die Kinder auf ihn zuliefen, die Hände ausstreck-ten, und Beccos schrieen. Der Schäfer merkteanfänglich nicht drauf, doch als er nachgehends ge-warward, daß sie bey seinem Eintrit bis Wort öf-ters wiederholten, gab er dem Könige davon Nach-richt, und brachte auf desselben Befel die Kinder vorihn. Als Psammeticbns selbst eben bis Wort vondenselben aussprechm gehört, forschte er nach, ob ir-gend ein Volk sich desselben in einer Sprache bediene;und als er fand, daß die Phrygier das Krot sonanten, so lies er und seine Unterthanen dis alseinen Beweis gelten, daß dje Phpfgiex das älteste

(,;) Lmerp. in limiv. vlrl. ia voce Lk/k/ttrtäi-k. (« 5 ) In aubor p. «qz. 15».