Band 
Erster Theil.
Seite
321
JPEG-Download
 

Z 21

z Abschnit. Von Verwirrung der Sprachen.

Wann soviel zum voraus bemerkt worden: so wird es leicht zu zeigen seyn, daß die- v.'<x,G r;ßr überzeugende Beweis, wie er genant wird ?), keine genaue Untersuchung aushalte» Weitere erDem, i) ists nicht ausgemacht, daß die vom Most gebrauchten Namen die wahren ur-wegu,,g dersprünglickM selbst, und nicht etwa nur von ihm aus der ersten Sprache in die hebräischeübersehe, oder wenigstens etwas verändert seyn, um dasjenige, was er geschrieben, nachBegri^en der ^luden einzurichten. ünd so wenig bis auch, nach einiger Meinung,mit der Warhaftigkeit eines Geschichtschreibers bestehen zu können scheinet: so häufig ist dochdieser Gebrauch bey den heidnischen sowol als heiligen Geschichtschreibern üblich gewesen, wieMan unleugbar dargethan hat y; und Moses hat eine deutliche Probe abgelegt, daßrr dergleichen Veränderung billige, da er seinen eignen Namen, der egyprischeu UrsprungsSpesen, geändert hat, um ihn zu einer hebräischen Abstammung bequem zumachen^).

2) Gesetzt auch, die von Mose gebrauchten Namen seyn die ächten ursprünglichen: so würdees um deswillen ganz und gar kein Wunder seyn, wenn einige derselben zufälliger Weift einebequeme hebräische Herleitung zuließen; indem dergleichen zufällige Aenlichkeiten zutvei-'M in Worten vorfallen, von denen man gewis weiß, daß sie ganz verschiedenen Ursprungsfind. z) Verschiedne dieser Namen lassen sich weit eigentlicher aus andern morgenländk-schen Sprachen, als aus der hebräischen herleiten (^): und nicht wenige der Abstammun-gen, die uns Moses selbst ertheilet, werden ohne die geringste Beobachtung der wenigstensheurigen Regeln der Herleitungen eingerichtet ^ ). §.) Einige wenige glückliche Aenlich-

keiten

s) ^ Sin 6en. II,I. etlle verittk-rel. clirlü. l. t. in ä-monkrit.

eu-nxel. prop. q. c. iz. K. 4. äillerr. 6e linx^ keI>rLica.

lJ) Der ursprüngliche Name ist Mäuse, oder,wie es in der coptischen Übersetzung geschriebenwird, Moüfts, milder griechischen Endung, undzwey coptischen oder alten egyplischen Wor-zusammen gesetzt, nemlich Moü, Wasser, undbewaren, erhalten. Doch da Moses gefunden,daß das hebräische Wort iE herausgehen, einige^nlichkeitdes Klangs mit seinem Namen, und derAndeutung mit der Gelegenheit desselben habe: soMeldt er denselben Moshehnv»; und läst die

schen Erzälung dieser Stadt beigelegt worden, weitGOtt daselbst die Sprache derganzen Erde dasist, verwirret hat (21), mag gleichfals weit natürli-cher aus dem lyrischen hergeleitet werden, in wel-cher Sprache Balbel verwirren heist, und Bo-blo, oder Lobet, Verwirrung.

(L) Wir wollen nur die Namen des L 7 oah undAbrahams als Beispiele anfüren. Der erstereward so genant, weil, sagt sein Vater, er uns'rvnvyenabamenu, oder trösten sol (rr). Doch wenn

brZchK° N°int Abel o^^abel welches im be-b^7/'wen Eitelkeit oder Dunst bedeutet, aar keinMMer Name für Adams zweiten Soh/zu seyn,L ^ wegen hat auch Moses kechen Grund dä^an angegeben, warum ihm derselbe beigelegt wordenwenn man ihn aus dem ssrssche„ 1,^

nahem,^nicht ttoah heiyen, welches regelmäßigvon keinem andern Wort, als von nv nuah, ruhen,herkommen kan; und die 70 Dolmetscher haben daheran stat: er sol uns trösten, es gegeben:er sol uns Ruhe verschaffen. Welches einige Ge-irrte (LZ>auf die Gedanken gebracht hat, die alte undächte Leseart sey im'v, yanihenu. Und Phito" ' >, wie auch-Hieronymus übersetzen den Na-

Abet durch das arabische -Heberallah, dre Ga.ÄÄm/Babels selbst, der nach derhebrai-

A. W. H- 3 Ther. ^

Der Name Abrahams ward Lurch eine Aende-rung aus Abram gemacht, welches einen großenVater bedeutet, und zwar durch Einschaltung deseinigen Buchstabens H, weil er !'«n -n Ab hamon,der Vater einerMenge.vonVölkern werden solte(L4):

S S welcher