z. Abschritt. Volt Verwirrung der Sprachen. Z2Z
salS nicht sonderlich zu bewundern, wenn man die vielen Unterhandlungen bedenkt, so verschie-^ ^ ^^u
vene Völker unsers Welttheils mit den Phöniciern gehabt, deren Muttersprache die hedrai->che gewesen. Doch, wenn diese Schriftsteller sich aus ihrem eigentlichen Felde herauswa-gn, und auch die entferntem Sprachen aus eben dieser Quelle herzuleiten versuchen: so ver-rate,, he nur ihre Unwissenheit, und machen sich bey allen denen lächerlich, die dieser Spra-chen nur in etwas kundig sind; welches zu beweisen, wir eine Menge von Beispielen aus ei-vem berümten und müsamen Werk dieser Art anfüren könten "). Was die besonder»^orkreflichkeiten anlangt, die in der hebräischen Sprache von einigen Verfechtern dersel-en gefunden worden, und die, ihrer Einbildung nach, noch einen NsbenbeweiS der Richtig-st ihrer Ansprüche abgeben sollen: so werden wir davon weiter unten etwas melden kön»
"rn, wenn wir einige Nachricht von dieser Sprache werden zu geben haben
§. Z48.
Wenn also die hebräische Sprache ihre Ansprüche nicht darthun kan: so dürfen VerwirrungUns keine Mühe geben, dasjenige zu wkederlegen, was zum Behuf der Anforderungen ^sprachen,anderer vorgebracht worden; sondern den Schlus machen, daß die ursprüngliche SpracheZU Babel gänzlich verloren gegangen, oder wenigstens niemand sagen könne, wo dieselbenoch aufbehalten worden; welches endlich auf eins hinaus läuft.
Der Gebrauch einer einigen gemeinen Sprache, ob er gleich in andren Absichtenzum Vortheil der Menschen gereichen können, war doch die grosse Hindernis derjenigen Ver-rheilung derselben in verschiedene Völker, welche GOtt aus weisen Absichten beschlossen hat-ke»). Er hielt daher vor rathsam, dieses Band, welches dieselben so genau zusammen hielt,zu trennen, und ihre Sprache zu verwirren, daß einer des andern Sprache nicht verstehensolte; wovon die natürliche Folge gewesen, daß sie über die Fläche des gesamten Erdbodenszerstreuet worden ?). Dieser Begebenheit gedenken auch die heidnischen Geschichtschreiber,als welche berichten, daß die Menschen nur eine und eben dieselbe Sprache gehabt, bis aufden Umsturz des Thurms zu Babel; zu welcher Zeit eine Mannigfaltigkeit der Sprachenvon den Göttern sey eingefürt worden: worauf Kriege erfolgt, und diejenigen, deren Spra-chen einander verständlich zu seyn zugetroffen, sich in Geselschaftm zusammen geschlagen, undderselben Länder bemächtiget, auf welche sie von ohngefär hingeraten °).
Ss 2 §. Z49.
glokkr. vkuu-rl»,, kebr. i Mos. n, 6. lliick. v. 7. g. -y spuck
Lukeb. cke prs-p. eusngel.9. c. 14. er spuck euuck. ibick. c. >5. er spuck snriy. I.c. 4.
(rrr.B.) Obgleich unzälige mißlungene Vertu- Sprache» aus den morgenländischen, und der He-cke geschehen, manche Sprachen aus der hebrak- braischen insonderheit, erweislich sey; noch auch diekch-n herzuleiten, und die Uebereinstimmug einiger grösten Bestreiter des AltertuniS der hebräische»Wvrte zwischen verschiedenen Sprachen und der he- Sprache eine zu dieser Untersuchung hinlänglicheDatschen zu zeigen; auch nicht zu leugnen ist, daß Fähigkeit und Kentniü der Sprachen, sonderlich derL-Ud, Thomaß'N» gloa'srtum viliuertsle bebroi- morgenländisckcli gehabt haben, wie vorn Iah. Mo-roni, sä bebrricse linZuso konte<! linßusc et rino, Rich. Simon, Herr. Da». -Huer, -e>ug.cksleKi pe-ie omncs rcuocsntnr, so zu Paris -6-7 Grotio mid Joh. Llerico gar erweislich ist' alsherauskommen, unter solche mislungcne Arbeiten ge- welche unstreitig theils die Gränzen der hebräische»v°re, obgleich die Vorrede mit vieler Belcscnheit und Sprache zu eng eingeschränkt, und von dem ganzenMücken Anmerkungen angefüllet ist; indem der vormaligen Umfange derselben, aus den wenigenVerfasser weder der morgenländischen Sprachen Schriften, die uns eigentlich in derselben aufbebal-b»ugsam kundiagewesen, noch auch die Hauvtartcn ten worden, geurtheilct haben; theils mancher höchst°er abendländischen hinlänglich verstanden: so ist doch erweislichen Sprachregeln und Bedeutungen he-Ueugbar, daß weder aus solchen Feiern in einzeln braifwer Worte unkundig gewesen, solches auch»allen die Unrichtigkeit der Abstammung anderer in ihren Schriften hinlänglich verraten haben.