Band 
Erster Theil.
Seite
326
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Z26 ii Hauptst. Algemeirre Geschichte von der SündfluL bis Abrahams Geburt.

I-n-d.S 421 dem Beifügen, daß einige dahw auf die unbesonnene Einbildung verfallen, die Men^n,v.L.G.r;s 7 - welche diese Sprachen redeten, seyn von einer andern Art, und keine Abkömlinge Adams')'welches Geständnis hinreicht, die Meinung, die er vertheidigen wollen, umzuwerfen.

§- Z5°.

Fortsehnn» Ein andrer Grund gegen die Anrichtung neuer Sprachen zu Babel, den man vordieser untersn- erheblich gehalten, bestehet darin, daß wenn solche Theilung der Sprachen verstanden wirv,chung. man keinen tauglichen Grund angeben könne, warum diejenigen Einwoner neuer Pflanzst^te deren Sprachen mit einander eine nahe Verwandschast gehabt, nicht in die gröste Entstr'nunqen von einander abgesondert, und derjenigen, deren Sprachen gänzlich verschieden gs'wesen, ihre Wonungen zunächst neben einander erhalten 4 ). Darauf läst sich abw leichtantworten, es sey gar keine Notwendigkeit vorhanden, anzunemen, daß ein jedes Hausesverschiedne Sprache gehabt, oder daß die verschiednen Mundarten der Muttersprachen beydieser Verwirrung entstanden seyn. Die Zerstreuung konte im Anfange ohne Vergleichsgänzliche Trennung der Häuser eines Stams volzogen werden: das menschliche Geschiehwar damals so zalreich nicht, daß es nicht solte hinlänglich gewesen seyn, den Umgang die!*/drey grossen Geschlechter und ihrer ersten Stamhäuser zu unterbrechen, durch die Eins"'rung neuer Sprachen, worin allein, wie wir behaupten, das Werk GOttes bestanden; daBvon den Mundarten geben wir gerne zu, daß sie erst mit her Zeit höben entstehen können/ja notwendig so entstehen müssen.

§. ZZr.

D-schlus der- Ueberhaupt dünkt uns, daß wir vernünftig mit einem sehr gelerten Manne, dessenselben. Gedanken in dieser Sache wir völlig beitreten, den SchiuS machen dürfen, es seyen beyderVerwirrung zu Babel neue Sprachen hervorgebracht worden; und diese Sprachen seyn dieWurzeln und Quellen gewesen, woraus die verschiednen Mundarten, die man anjetzo spricht,oder gesprochen hat, oder so lange als diese Erde dauret (») sprechen wird, entsprungen sind,und wohin sie sich auch leicht wieder zurück leiten lassen ^).

Auf was vor eine Art diese neue Sprachen angerichtet worden, das ist eine Fragt,die schwer zu entscheiden fälk Aus der Erzälung Mosi's, so die Sache sehr feierlich vorfielt,daß GOtt in eigner Person herabgekommen, das Werk dieser Bauleute zu besehen '«), läsr !sich abnemen, daß es eine unmittelbare Wirkung GOttes gewesen; und einige haben dahergeschlossen, er habe dasselbe bewerkstelligt durch Verursachung einer Vergessenheit ihrer vo-rigen Sprachen, und augenblickliche Eingiessung andrer in ihr Gemüt, nach den vcrschie»denen Völkern "). Die Juden bilden sich ein , es sey solches durch den Dienst der Eng^geschehen, deren 72 mit GOtt herabgestiegen, von welchem jeder über ein Volk gesetzt wor-den, dem sie eine besondre Sprache beigebracht; doch Israel sey das Los gefallen, GM^eignes Antheil zu seyn. weil des HErrn Erbtheil sein Volk ist °), daher sie auch ihre«"Vorgeben nach die ursprüngliche Sprache behalten t-). Andere haben angenommen, G§tt« habe nichts mehr gethan, als eine Vergessenheit ihrer ersten Sprache zu verursachen, und

ihnen

i) prirkat. in eugnxel. VI6>3- p. 4- t', Ljiuil Wllkwri vbi lupra p. 61. S- '

orix. tarr. lib. z.c.;. L. z. /*) vbi suprsp. ry. m) , Mos.II, sq. «g

Lcn.I. i6.<ii5x. g. o) 5 Mas ze, i,. p. !

(T) Vielleicht selten wir hier diejenigen Sprachen gerichtet worden, dergleichen die obinesrsibe, nebsusnemen, die, wie mc», sagt, durch gcgenscnige der Sprache der 3?ncas von per» ist; wovon einGenemhaltung oder Verabrednng erfunden und ein- rnehveres am gehörigen Orte.