Band 
Erster Theil.
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327
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z Abschritt. Von Verwirrung der Sprachen. Z27

ihnen überlassen, so gut als sie gekont, neue zu machen ?). Doch solches würde ziemliche Zcr't^ ^ x, S401erfordert haben, und den unmittelbaren Bedürfnissen der Menschen nicht gemäs gewesen seyn. v ^7.

Nun eine so neugierige Untersuchung dieser Sache', als einige angestellet haben *), kei»

"En sonderlichen Zweck haben würde: so scheint das beste, so wir dabey thun können, zu seyn,baß wir schließen, es sey in einem Augenblick bewerkstelliget worden, auseine Art und Weise,die wir begreiflich zu machen nicht im Stande sind (^').

§. Z?2.

k) bist. pstrwrcb. rom I. crerc. :l. §. IY.

rlomliogg origine. -) loc.

. (rrz. B.) Die hier mehrmals anqcfürte undlrark gebrauchte Schriften Will), plicholsonsMÄ?ilh. wottons stehen lateinisch in dem An-hange der orat. clomin.in änierstss omncum stere gcn-«Nni linguLS verstae cumäilst numi. cle linA.orißi-vsriisgue ipstsrum niutstionibus estitore iO.

a!wo Ni-Hollons stilst stc vni-"erli5 totin- orbis linguis die erste: wottons aber«e conkustoi.e Unzriarrinl bab/Ionics die vierte ist.Die allster bestrittcneMeinuug, daß bey dem Thurm-bau zu Babel keine neue Sprachen von GOtt unmit-klbar hervorgebracht worden, ist so unwarscheinlichund verwerflich nicht, als hier vorgegeben wird. DieSchriftstelle iLNos 11,7 last sich ganz füglich voneinem MiSverständnis der Banleute verstehen, esMagnnndabey eine wundcrthätige Verwirrung derAussprache und des Gedächtnisses angenommen wer-den, oder füglicher eine Weigerung einander zu hö-Een und zu folgen: zumal da Most« ausdrücklich°en Ursprung der Sprachen c. 10,ro. ;i. aus derZerstreuung und Absonderung der verschiedenen Ge-lchicchter und Völker herleitet, auch nicht erweis-uch jst, daß c.n,i:c. von dem ganzen beisammenS-Weseneu menschlichen Geschlecht die Rede sey l>ir>Die unmittelbare Hervorbringung der neuen Spra-yen würde das akergröste Wunderwerk seyn, soleinals geschehen, sowol in Absicht der erstaunlichenMenge von Menschen, in denen dergleichen wun-benhätige Veränderung ihrer Vorstellungen und Er-"Ntniszeichen vorgehen müssen, als auch in Absichtin keinem änlichen Fal jemals vorgegangenenWirkung GOttes aus die GemutSkräfte der Men-schen, durch gänzliche Aushebung und Vertilgung^nzäliger Bilder des Gedächtnisses, als augenblickli-che Eingiessung anderer an deren Stelle; zumal dabis Verknüpfung der Worte mit den Gedanken undVorstellungen der Menschen so gros ist, daß in allenMenschen die ganze Erinnerung ihrer vorigen Ge-danken hätte aufhören müssen: dergleichen mit derdeyAusqiessnrÄ M he->iaen Geistes ertheilten wun-derthätiaen Gabe der Sprachmkelne Aenlichkeit hat.Wenigstens ist ziemlich unbegreiflich, wie die Ver-fasser bey der oben gemachten Schwierigkeit, in Ab-sicht des ersten Ursprungs der Sprache beim Adam"was wunderthätiges zuzugeben (§.;z;), allster sogarwillig sey» können, eine Menge weit grösserer Wun-derwerke anzunemen. Ueberdies ist eine grosse An-

S-ckikkcrt. ä« lio§. bedr. conlulroar ck plu-

zal von Sprachen, auch der ältesten Zelten, so roh undunausgearbeitet, daß die unmittelbare Hervorbrin-gung derselben GOtt nicht gemäs und anständigseyn würde. So wenig aber durch die Unmöglich-keit, auch nur eines einigen Menschen Geschlechts-folge bis auf den Noah zurückzufüren, die algemeineAbstammung aller jetzigen Menschen von demselbenbestricken werden kan: eben so wenig reicht die Un-möglichkeit, die gesamte Geschlechtsfolge und Ver-wandschaft aller Sprachen herauszubringen, hin, dengemeiicen Ursprung derselben von einer Grundspra-che zu wicderlegen; die doch bey einigen unleugbarist. Voic der langsamern und geringern Verände-rung der Sprachen in den spätern Zeiten und Völ-kern, deren Geschichte wir noch haben, läst sich eben-fals nicht schliessen, daß in den ältesten Zeiten nichtstärkere und schnellere Verwandlungen der Sprachen,mit Beibehaltung wenigerer Aenlichkeit und Ueber-einstimmung, geschehen können: da bey der erstenAnbauung derErde und dcn häufigen Wanderungender Völker in dem ersten Altertum der Bevölkerungder Erden, weit eher neue Sprachen entstehen kön-nen, als in den folgenden Zeiten, bey zalreicherer undvergleichungsweise gesittetem Beschaffenheit, auchmehrerer Verbindung der Völker möglich gewesen.Die Menge der americaui sehen Sprachen, und de-ren grosse Verschiedenheit oft in einem kleinen Be-zirk Landes und nah gelegenen Inseln, erweiset zurGnüge, daß, je ungesitteter, wilder und unwissender,auch ungeselliger Völker sind, je leichter neue Spra-chen entstehen können. Die besondere Beschäfti-gung der gütlichen Regierung, die auf menschlicheWeise vorgestelt wird, fält dadurch nicht hinweg.Ausfürlicher ist diese Meinung abgehandelt vomLanip. Vitringa obst stscr. 11b. i cklL I, Icre. pe-rizonio oris-babxl. c. II, Joh. -Heine. -Heiveg-gers bist. Patriarch, tom. l p. stj, Franc. Bue-mans und Hrn.D. Joackz. Langeno Auslegungdes uten Cap- > Mos. auch Ioh. Jac RambackisRirchenhlsr. Klt. Test. per r membr. 4 p. TL-, stq.Wenn indessen auch die hier behauptete andere Mei-nung angenommen wird: so folget doch daraus imgeringsten noch nicht, daß die anfängliche Sprachemüste gänzlich seyn verloren gegangen, als derenBeibehaltung mit der Absicht solches Wunderwerksgar wol bestehen können; oder daß derselben Kmt-lichkeit unmöglich geworden. Mehrere Abhandlun-gen