Band 
Erster Theil.
Seite
328
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Z28 II Hauptst. Algemeine Geschichte von der Sündfiut bis Abrahams Geburt.

§. ZZ 2 .

Es würde eben so wenig Nutzen haben, wenn wir hier die verschiednen MeinungenAnzal dnzü von der Anzal der zu Babel entstandnen Sprachen samlen Wolken. Wir können die nurBabel ent- gedachte Zahl 70 eben so gut als irgend eine andre hier stak finden lassen (A). Wir ersehenbrachen" ""r aus Mose, daß die canamriscke oder hebräische, nebst der syrischen und egyprisihchSprache, schon so früh als Jacob gelebt angerichtet gewesen «). Eö ist sehr warschew'lieh, daß die Sprachen der Hauptgcschlechter den wesentlichen Grundstücken nach von ein«ander verschieden gewesen, und daß die Unkersprachen oder Mundarten in jedem Geschlechtzweige, zum Behuf unmittelbarer Unterhandlung, eine gegenseitige Verwandschaft gehabt, !einige mehr, einige weniger, nachdem sich die Häuser naher bey oder weiter von einander ,niedergelassen. Und dis war zureichend, die Absichten GOtteS zu bewerkstelligen, das mensch'liche Geschlecht in besondre G-slschasten, Königreiche und gemeine Wesen zu zertheilen, unddadurch die Anrichtung heilsamer Gesetze, Beobachtung genauerer Zucht zu veranlassen'»ingleichen die Aufmunterung der Arbeit und des Fleisses, die freien Künste und alle gest!'schaftlichen Tugenden, nebst der Unterdrückung derjenigen Laster, die den Staat schwächen,und eine Verderbnis der Sitten einfüren. Welches alles einen neuen Schauplatz der Vor«schling eröfnet, mit einer erstaunlichen Mannigfaltigkeit götlicher Weisheit in der Reglern»-der Welt

Sechster Abschmt.

Von der Zerstreuung -er Menschen und Pflanzung der Völ-

ker in den zwey erstell algememen Wanderungen.

Inhalt.

Algemeine Anmerkungen, welche betreffeni. Die Anzal dieser Zerstreuungen §.Z 5 Z. Z 54 -, Die Zeit, wenn sie sich zugetragen 555 ;x 6 .

Die Anzal der Menschen, die sich zerstreuetZ 58 .,;y z6o. z<».

4. DieSrdnung, in welcher sie sich zertheilet z 6 a.r. Besondere Ausfürung.

i. Von der Ausbreitung der Linie Sems, und in der-

selben besonders des Elams z 6 ; , 64 . Assurs zs 5 -

Arphachsads und Salah z6s.Luds z67.AraM«

und seiner Söhne z« 8 .

s. Von der Ausbreitung der Linie Lham» z6y- >»«' !

besvndcredes Lus und seiner Söhne Z70 z?>. dc«rNizraim und seiner Söhnez?z des phur z?«'und Lanaan Z75

z. Wender Ausbreitung der Linie Iaphecs ;? 6 . und

besm'

Siehe I Mss. z>, 47. 's, rz. «) Stacks««/" boöx Ok äiu>n>:7 p. ZZ2. lingleichen ö- l, k-o-

gen von der babylonischen Sprachenverwirrungsind anzutreffen in Christ. Lrinesii äifznit. clecnntus, linguar. in Crenil anal. p. LZZ lq. Joh.Buyrorfü clils äe contiis linA ehr. et plur. iinZuar.vrig. in desselben cliss. pkil.ttzeol. G'e. Dan, Ziegenäe confnf ling. batzyloniea im tkes rlreol. ptzilol.p. Snl. Gesners cliss>. incsp. Iltien. CaspCalvärs ^eortu lingnrr. in ßloria d^os p IZ8 lff.I^oh. LNeisners äe confus ling. babyl. Joh. ÄnDr.(Uuenstedks (lc mitiione linAnsrnin,welche; letztemauch in den mclkornischen Auszügen angetroffenwerden,Friede. Vicciiketr. exerc. pkil. äe

bstzvl. ts 7 ic. Räppens cle confns linF.und Hrn.D. Christ. Ben. Michaelis comment.

spvl

(?g>o) Am allernngereimtesten ist wol derjeni-

gen Meinung, welche dafür gehalten, baß so viel«Sprachen erfunden worden, als damals Mensche»auf der Welt gewesen.

(224. B) Die «rosse Theilung der Völker, un»derselben schnelle Zerstreuung nach diesem Thut'!»'bau,hat wol unleugbar dieVerwildernng eines grosse»Theils des menschlichen Gx'chlechts -veranlasset, »l'ddie einrcissende Unwissenheit, auch Vergessenheit de»wahren Gottesdienstes beschleuniget. Wobeygütliche Vorsehung und Regierung auf noch man-nigfaltigere Weise beschäftiget gewesen, in Absichtsowol gerechter Bestrafung der Menschen über derVerachtung erkantcr Warheitcn, als auch Besorgungihres Besten bey und unter solchen Strafen, ja selbstvermittelst derselben.